Die Liebe zu Gott schenkt uns der Heilige Geist an Pfingsten

Neun Tage vor dem Pfingstfest beginnen viel Christen eine Gebetsnovene zum „Tröster“. Ein dazu geeignetes Gebet stammt vom heiligen Josefmaria selbst.

Opus Dei - Die Liebe zu Gott schenkt uns der Heilige Geist an Pfingsten

Lange vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil hat der heilige Josefmaria Escrivá die universale Berufung zur Heiligkeit gepredigt, die Heiligkeit in jedem Stand und jedem ehrbaren Beruf mitten in der Welt. Das Wesen der Heiligkeit besteht in der Liebe zu Gott. Es genügt aber nicht, Gott zu lieben wie man den eigenen Beruf oder Musik oder Sport oder selbst Freunde liebt. Die rein menschliche Liebe, so wertvoll sie ist, kann Gott nicht erreichen. Da kommt Gott, der selbst die Liebe schlechthin ist, dem Menschen zu Hilfe. Er gibt dem Menschen die göttliche Tugend der Liebe, und das geschieht durch den Heiligen Geist. "Denn die Liebe Gottes ist in unsere Herzen ausgegossen durch den Heiligen Geist" (Röm 5,5), sagt uns der heilige Paulus. Sie setzt freilich die menschliche Liebe voraus, wie die Gnade immer auf der Natur aufbaut. Nur mit dieser Kraft göttlicher Liebe können wir Gott lieben, wie er geliebt werden will, und unsere Nächsten lieben, wie sie geliebt sein sollen.

Aber so wie heute immer noch eine große Unwissenheit darüber herrscht, dass Heiligkeit kein Privileg außerordentlicher Personen ist, sondern alle angeht, so sprach der heilige Josefmaria oft über die praktische Unkenntnis bezüglich des Heiligen Geistes. Er sprach vom "großen Unbekannten" und legte großen Wert darauf, dieser Unkenntnis Abhilfe zu schaffen vor allem durch das Gebet zum Heiligen Geist, denn er ist der Heiligmacher.

Nutzen wir die Ur-Novene der Kirche zum Heiligen Geist von Christi Himmelfahrt bis Pfingsten zu intensivem Gebet um den Heiligen Geist und seine Gaben.


Komm, Heiliger Geist!

Erleuchte meinen Verstand, damit ich deine Gebote erkenne.

Stärke mein Herz gegen die Nachstellungen des Feindes.

Entflamme meinen Willen...

Ich habe deine Stimme vernommen und möchte mich nicht verhärten und dir widerstehen. Ich will nicht sagen: Morgen... Nunc coepi ! Jetzt beginne ich – denn es könnte kein Morgen mehr für mich geben.

Oh Geist der Wahrheit und der Weisheit, Geist des Verstandes und des Rates, Geist der Freude und des Friedens: Ich will, was du willst, ich will, weil du willst, ich will, wie du willst, ich will, wann du willst.

(Hl. Josefmaria Escrivá)