Herzensbildung im Mittelpunkt des Familiensymposiums

Die Bindungen in der Familie und deren Merkmale sind ein spannendes Thema – in der Forschung und für die Praxis. In Haus Hardtberg fand dazu ein Symposium mit Maria Schmidt als Referentin statt.

Über 100 Teilnehmer zählte das diesjährige Familiensymposium in Haus Hardtberg in Euskirchen-Kreuzweingarten, das von der Personalprälatur Opus Dei betreut wird. Zum ersten Mal seit 2019 nach der Corona-Pause fand das Symposium wieder in Präsenz statt. Die Familientherapeutin Maria Elisabeth Schmidt aus Düsseldorf referierte zum Thema „Wie aus Bindung Bildung wird“. „Bindung“ hat demnach weder eine für das Kind einengende noch reduzierende Bedeutung, was dessen Persönlichkeit sowie individuelle Vielfältigkeit betrifft. Vielmehr vermittelte Schmidt anhand der aktuellen Bindungsforschung fundierte Anregungen, die den anwesenden Eltern Erkenntnisse für „deren Beziehungsarbeit“ an die Hand gaben.

Stephanie Hoppermann, Mitglied im Organisationsteam Familiensymposium, kommentiert: „Austausch stärkt Familien untereinander.“ Für die Stiftung Haus Hardtberg, so Hoppermann, sei „die Stärkung der Familie eine wesentliche Aufgabe ihrer Arbeit. Das Familiensymposium gibt den Eltern Tipps und Empfehlungen als Handlungsspektrum für einen liebevollen Umgang mit ihren Kindern. Zugleich ist es eine Plattform für den Austausch von Familien untereinander. Familien reisen aus dem gesamten Bundesgebiet an, um sich durch unsere Symposien anregen zu lassen.“

Maria Schmidt wies auf Wege hin, wie die für eine erfolgreiche Erziehung notwendige Gefühlsbindung zwischen Kindern und Eltern aufgebaut und entwickelt werden kann. „Das Glück unserer Kinder können wir durch Bindung und heile, tiefe Beziehungen zu ihnen mitgestalten“, so die beim kanadischen Neufeld-Institut zertifizierte Expertin. Ein liebevoller familiärer Umgang beruht allen voran auf Freiheit von Erwartungen und Druck: Konkret bedeutet dies die Möglichkeit zu „echtem Spiel“ (d.h. zweckfrei und spontan), zu „echter Ruhe“ (frei von Leistungsdruck, Außeneinflüssen und Verantwortung) und „echten Tränen“ (aufgrund der Erfahrung Unabänderlichkeit mancher Dinge im Leben), mit denen man umzugehen und zu reifen lernt.

Auch im kommenden Jahr öffnet das Haus Hardtberg im September seine Pforten für das Familiensymposium. Weitere Informationen zu den Tätigkeiten der Stiftung Haus Hardtberg finden Sie auf der Website.