Die Statuten des Opus Dei

Im Jahre 1982 hat der heilige Papst Johannes Paul II. die Statuten des Opus Dei erlassen. In lateinischer Sprache legen sie die Rechtsform, die Organisation und die Ziele der Prälatur genau fest. Eine offizielle Übersetzung der Statuten liegt zwar nicht vor, doch um das Verständnis zu erleichtern, hat sie ein Lateinlehrer ins Deutsche übersetzt.

Vorbemerkung des Übersetzers

Die Statuten des Opus Dei wurden nach allgemeinem kirchlichem Brauch in lateinischer Sprache erlassen. Mit meiner Übersetzung möchte ich diesen grundlegenden Text für deutschsprachige Leser leichter zugänglich machen. Soweit es mir die nötige Genauigkeit und Verständlichkeit der deutschen Fassung erlaubten, habe ich mich an den Wortlaut der lateinischen Vorlage gehalten.

© für die deutsche Übersetzung: Dr. Thomas Schauff

Kodex des Partikularrechts des Opus Dei

Titel 1

Das Wesen der Prälatur und ihre Gläubigen

Kapitel 1: Wesen und Ziel der Prälatur

1. § 1. Das Opus Dei ist eine Personalprälatur zur Durchführung besonderer pastoraler Aufgaben unter der Leitung eines eigenen Prälaten. Sie besteht aus Klerikern und Laien (vgl. Nr. 125).

§ 2. Das Presbyterium der Prälatur bilden die Kleriker, die aus ihren Gläubigen zu den Weihen geführt wurden und ihr inkardiniert sind; die Laien der Prälatur sind jene Gläubige, die sich aufgrund göttlicher Berufung durch ein rechtliches Band der Eingliederung auf besondere Weise der Prälatur anschließen.

§ 3. Die Prälatur vom Heiligen Kreuz und Opus Dei, kurz Opus Dei, wirkt international, hat ihren Zentralsitz in Rom und unterliegt den allgemeinen Rechtsnormen für Personalprälaturen, ihren Statuten und den besonderen Vorschriften und Indulten des Heiligen Stuhls.

2. § 1. Ziel der Prälatur ist die Heiligung ihrer Gläubigen gemäß den Normen ihres Eigenrechts durch die Übung der christlichen Tugenden im Stand, im Beruf und in den Lebensumständen jedes Einzelnen, entsprechend ihrer spezifischen, durch und durch säkularen Spiritualität.

§ 2. Desgleichen sucht die Prälatur mit allen Kräften dazu beizutragen, dass Personen aus allen Stellungen und Ständen der bürgerlichen Gesellschaft, vor allem die sogenannten Intellektuellen, mit ganzem Herzen den Geboten Christi des Herrn anhangen und diese mittels der Heiligung ihrer jeweiligen beruflichen Arbeit mitten in der Welt umsetzen, damit alles auf den Willen des Schöpfers ausgerichtet wird; und die Prälatur sucht Männer und Frauen für ein Apostolat auszubilden, das gleichfalls in der bürgerlichen Gesellschaft vollzogen werden soll.

3. § 1. Die Mittel, die die Gläubigen der Prälatur zur Erreichung dieser übernatürlichen Ziele einsetzen, sind folgende:

1° ein intensives geistliches Leben des Gebetes und des Opfers gemäß dem Geist des Opus Dei. Ihre Berufung ist nämlich ihrem Wesen nach kontemplativ, gründet auf einem demütigen und einfachen Gespür für die Gotteskindschaft und stützt sich beständig auf eine lächelnde Askese;

2° eine tiefgreifende und beständige asketische und lehrmäßig-religiöse Bildung, die sich an die persönlichen Umstände eines jeden anpasst und sich fest auf das kirchliche Lehramt stützt, sowie ein beständiger Einsatz, um die notwendige Berufs- und Geistesbildung zu erlangen und zu vervollkommnen;

3° die Nachahmung des verborgenen Lebens unseres Herrn Jesus Christus in Nazareth, auch in der Heiligung der gewöhnlichen Berufsarbeit, die sie durch Beispiel und Wort in ein Werkzeug des Apostolats zu verwandeln suchen, wobei jeder entsprechend seiner Bildung seinen eigenen Aktionsbereich hat und weiß, dass er in der Masse der menschlichen Gesellschaft verborgener Sauerteig sein soll; zugleich sollen sich die Gläubigen in der vollkommenen Erfüllung dieser Arbeit heiligen, die in beständiger Vereinigung mit Gott verrichtet wird; und sie sollen durch eben diese Arbeit andere heiligen.

§ 2. Deswegen gilt für alle Gläubigen der Prälatur:

1° sie verpflichten sich, ihre berufliche oder einer solchen gleichwertige Arbeit nicht aufzugeben, denn durch diese werden sie die Heiligkeit erreichen und ein besonderes Apostolat durchführen;

2° sie bemühen sich, mit größtmöglicher Treue ihren Standespflichten nachzukommen und ihre jeweiligen Aufgaben oder ihren Beruf auszuüben - wobei sie mit höchster Achtung sich an die legitimen Gesetze der Zivilgesellschaft halten - sowie die apostolischen Aufgaben durchzuführen, die ihnen der Prälat aufträgt.

4. § 1. Unter der Leitung des Prälaten belebt und durchwirkt das Presbyterium das ganze Opus Dei durch seinen priesterlichen Dienst.

§ 2. Das Amtspriestertum der Kleriker und das gemeinsame Priestertum der Laien sind eng miteinander verbunden. Sie brauchen einander und ergänzen sich gegenseitig, um in Einheit von Berufung und Leitung das Ziel zu erreichen, das die Prälatur anstrebt.

§ 3. In beiden Abteilungen des Opus Dei, das heißt jener der Männer und jener der Frauen, herrscht dieselbe Einheit von Berufung, Geist, Zielsetzung und Leitung, obwohl jede Abteilung ihre eigenen Apostolate hat.

5. Die Patrone der Prälatur sind die selige immerwährende Jungfrau Maria, die als Mutter verehrt wird, und der heilige Josef, der Bräutigam eben dieser seligen Jungfrau Maria. Auf besondere Weise verehren die Gläubigen die heiligen Erzengel Michael, Gabriel und Raphael sowie die heiligen Apostel Petrus, Paulus und Johannes, denen das gesamte Opus Dei und jeder seiner Tätigkeitsbereiche geweiht sind.

Kapitel 2: Die Gläubigen der Prälatur

6. Alle Gläubigen, die kraft des rechtlichen Bandes, von dem Nr. 27 handelt, der Prälatur eingegliedert werden, tun dies aufgrund derselben göttlichen Berufung: Sie alle verfolgen dasselbe apostolische Ziel, pflegen denselben Geist und dieselbe asketische Praxis, erhalten die angemessene Glaubensunterweisung und priesterliche Betreuung und unterstehen in allem, was das Ziel der Prälatur betrifft, der Amtsgewalt des Prälaten und seiner Räte, in Übereinstimmung mit den Normen des allgemeinen Rechts und dieser Statuten.

7. § 1. Je nach der ständigen Verfügbarkeit des Einzelnen, sich den Bildungsaufgaben sowie bestimmten apostolischen Initiativen des Opus Dei zu widmen, werden die Gläubigen der Prälatur – Männer wie Frauen – als Numerarier, Assoziierte oder Supernumerarier bezeichnet, jedoch ohne dass sie verschiedene Klassen bilden. Diese Verfügbarkeit hängt von den verschiedenen, auf Dauer bestehenden persönlichen, familiären, beruflichen usw. Umständen des Einzelnen ab.

§ 2. Ohne deshalb Gläubige der Prälatur zu werden, können Mitarbeiter sich ihr anschließen, auf die sich Nr. 16 bezieht.

8. § 1. Numerarier werden jene Kleriker und Laien genannt, die aufgrund eines besonderen Antriebs und einer besonderen Gabe Gottes den apostolischen Zölibat einhalten (vgl. Mt 19,11), sich mit allen Kräften und mit größtmöglicher persönlicher Verfügbarkeit der Mitarbeit an den spezifischen apostolischen Initiativen der Prälatur widmen und für gewöhnlich am Sitz von Zentren des Opus Dei wohnen, um sich um die besagten apostolischen Initiativen zu kümmern und sich der Bildung der anderen Gläubigen der Prälatur anzunehmen.

§ 2. Die Numerarierinnen besorgen darüber hinaus den familiären Haushalt bzw. die häusliche Pflege sämtlicher Zentren der Prälatur, wohnen aber an einem ganz davon getrennten Ort.

9. Als Numerarier können alle gläubigen Laien zugelassen werden, die voll verfügbar sind, um sich den Bildungsaufgaben und den spezifischen apostolischen Tätigkeiten des Opus Dei zu widmen, und die zum Zeitpunkt ihrer Bitte um Zulassung über einen ordentlichen akademischen Titel oder einen gleichwertigen Abschluss verfügen bzw. ihn zumindest nach der Zulassung erwerben können. In der Abteilung der Frauen können außerdem Auxiliarnumerarierinnen zugelassen werden, die mit der gleichen Verfügbarkeit wie die übrigen Numerarierinnen ihr Leben vornehmlich manuellen Arbeiten oder häuslichen Arbeiten, die sie freiwillig als ihre berufliche Arbeit übernehmen, am Sitz der Zentren des Opus Dei widmen.

10. § 1. Assoziierte werden jene gläubigen Laien genannt, die ihr Leben im apostolischen Zölibat und gemäß dem Geist des Opus Dei vollständig dem Herrn anheimgeben, sich jedoch um bestimmte ständige Obliegenheiten persönlicher, familiärer oder beruflicher Art kümmern müssen, sodass sie für gewöhnlich bei ihrer eigenen Familie leben. All das bedingt für sie auch die Durchführung von bestimmten Aufgaben des Apostolates oder der Bildung im Opus Dei.

§ 2. Soweit nichts anderes speziell für die Assoziierten angeordnet ist, nehmen sie alle Aufgaben und Verpflichtungen auf sich wie die Numerarier und sind gehalten, sich für das Streben nach Heiligkeit und das Apostolat derselben asketischen Mittel zu bedienen wie diese.

11. § 1. Als Supernumerarier werden all jene gläubigen Laien bezeichnet, die, ob unverheiratet oder verheiratet, mit derselben göttlichen Berufung wie die Numerarier und Assoziierten voll am spezifischen Apostolat des Opus Dei mitwirken, und zwar, was die apostolischen Initiativen betrifft, mit jener Verfügbarkeit, die mit der Erfüllung ihrer familiären, beruflichen und gesellschaftlichen Verpflichtungen vereinbar ist; und die nicht nur wie die anderen Gläubigen der Prälatur ihr Leben und ihren Beruf in ein Mittel der Heiligung und des Apostolates verwandeln, sondern auch – genauso wie die Assoziierten – ihr eigenes Zuhause und ihre eigenen familiären Angelegenheiten.

§ 2. Die Supernumerarier leben aus demselben Geist und halten nach Kräften dieselben Übungen und Gewohnheiten ein wie die Numerarier und Assoziierten.

12. Als Assoziierte und Supernumerarier können auch Personen aufgenommen werden, die an einer chronischen Krankheit leiden.

13. Numerarier, die sich in besonderer Weise Leitungs- oder Bildungsaufgaben widmen, sollen am Sitz der Zentren wohnen, die diesem Zweck gewidmet sind.

14. § 1. Sobald der zuständige Leiter dem Kandidaten, der schriftlich um Aufnahme in das Opus Dei als Numerarier oder Assoziierter gebeten hat, mitteilt, dass seine Bitte der Prüfung wert erachtet wurde, ist dieser ohne weiteres als Supernumerarier zugelassen, bis ihm die von ihm beantragte Zulassung gewährt wird.

§ 2. Wenn sich vor der Eingliederung als Numerarier oder Assoziierter herausstellt, dass jemandem dafür die Eignung fehlt, kann er als Supernumerarier im Opus Dei verbleiben, sofern er die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt.

15. Supernumerarier können als Numerarier oder Assoziierte angenommen werden, sofern sie über die erforderlichen Eigenschaften verfügen.

16. § 1. Die Mitarbeiter leisten durch eifrige Gebete, Almosen und soweit möglich auch durch eigene Arbeit ihren Beitrag zu den apostolischen Werken und haben Anteil an den geistlichen Gütern des Opus Dei.

§ 2. Es gibt auch Personen, die auf verschiedene Weisen dem Haus des Vaters fern sind oder sich nicht zur katholischen Wahrheit bekennen, aber dennoch durch ihre Arbeit oder ihre Almosen das Opus Dei unterstützen. Auch sie können mit Fug und Recht Mitarbeiter des Opus Dei genannt werden. Alle Gläubigen der Prälatur sollen sich durch Gebet, Opfer und persönlichen Umgang um diese Mitarbeiter so bemühen, dass sie für sie auf die Fürsprache der allerseligsten Jungfrau von der göttlichen Barmherzigkeit das unauslöschliche Licht des Glaubens erlangen und sie sanft und wirksam zu den christlichen Sitten hinleiten.

Kapitel 3 – Zulassung und Eingliederung der Gläubigen in die Prälatur

17. Die Zuschreibung vollzieht sich in drei Schritten: die einfache Admission, die der Regionalvikar nach Anhören seiner Kommission vornimmt; die zeitliche Eingliederung, die Oblation genannt wird, frühestens ein Jahr nach der Admission; die endgültige Eingliederung oder Fidelitas, frühestens fünf Jahre nach der zeitlichen Eingliederung.

18. Um die Zulassung kann, wenn die Erlaubnis des lokalen Leiters vorliegt, jeder katholische Laie bitten, der, abgesehen vom Alter und den anderen erforderlichen Voraussetzungen gemäß Nr. 20, aus lauterer Absicht kraft göttlicher Berufung dazu bewegt wird, durch die eigene Arbeit oder den eigenen Beruf seine Heiligung mit vollem Einsatz anzustreben, ohne deshalb seinen kanonischen Stand zu verändern, und der mit allen seinen Kräften sich der Ausübung des Apostolates gemäß den eigenen Zielen und Mitteln des Opus Dei widmen will und geeignet ist, dessen Lasten zu tragen und dessen besondere apostolische Arbeiten durchzuführen.

19. Der Kandidat muss um seine Zulassung durch einen an den zuständigen Ordinarius der Prälatur gerichteten Brief bitten, in dem er seinen Wunsch ausdrückt, dem Opus Dei als Numerarier, Assoziierter oder Supernumerarier anzugehören.

20. § 1. Damit jemand zur Prälatur zugelassen werden kann, ist erforderlich:

1° dass er wenigstes das siebzehnte Lebensjahr vollendet hat;

2° dass er sich um die persönliche Heiligung bemüht, indem er beharrlich die christlichen Tugenden im Geist und gemäß der asketischen Praxis des Opus Dei pflegt;

3° dass er für sein geistliches Leben Sorge trägt durch den häufigen Empfang der Sakramente der Heiligen Eucharistie und der Buße sowie durch die Übung des täglichen inneren Gebets und der anderen Frömmigkeitsnormen des Opus Dei;

4° dass er sich zuvor unter der zuständigen Autorität mindestens ein halbes Jahr lang im spezifischen Apostolat des Opus Dei geübt hat; es spricht nichts dagegen, dass der Kandidat schon vorher eine Zeitlang als Aspirant betrachtet wird, ohne dass er bereits der Prälatur angehört;

5° dass er über weitere persönliche Eigenschaften verfügt, die belegen, dass er die Berufung zum Opus Dei empfangen hat.

§ 2. Dem Opus Dei kann nicht angehören, wer Sodale, Novize, Postulant oder Alumne einer apostolischen Schule eines Ordensinstituts oder einer Gesellschaft mit gemeinsamem Leben gewesen ist bzw. eine Probezeit in einem Säkularinstitut verbracht oder um die Aufnahme in ein solches nachgesucht hat.

§ 3. Damit den Diözesen nicht ihre eigenen Priesterberufungen entzogen werden, werden außerdem weder Alumnen von Priesterseminaren, gleichgültig ob Laien oder Kleriker, in der Prälatur zugelassen und ebenso wenig einer Diözese inkardinierte Priester.

21. Sobald die Kandidaten ihre Zulassung beantragt haben und man ihnen mitgeteilt hat, dass ihre Kandidatur gemäß Nr. 14 § 1 einer Prüfung für wert befunden wurde, haben sie das Recht, die angemessenen Bildungsmittel zu erhalten sowie die Betreuung durch die Priester der Prälatur in Anspruch zu nehmen.

22. Bevor der Kandidat zugelassen wird, ist er dahingehend zu belehren, dass der Geist des Opus Dei verlangt, dass jeder ein Leben intensiver Arbeit führt, sodass er sich durch seinen eigenen Beruf oder seine Arbeit die wirtschaftlichen Mittel verschafft, die nicht nur für seinen eigenen Lebensunterhalt und gegebenenfalls den seiner Familie notwendig sind, sondern auch für einen seinen persönlichen Verhältnissen entsprechenden großzügigen Beitrag zur Erhaltung der apostolischen Werke.

23. Sowohl die zeitliche als auch die definitive Eingliederung bedürfen neben dem freien und ausdrücklichen Willen des Kandidaten der entsprechenden Gewährung durch den Regionalvikar mit der beschließenden Stimme seines Rates. Für die definitive Eingliederung ist darüber hinaus die Bestätigung durch den Prälaten erforderlich.

24. § 1. Alle Gläubigen der Prälatur müssen die notwendigen Versicherungen abschließen und die Vorkehrungen treffen, die die bürgerlichen Gesetze für den Fall von Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfähigkeit, Krankheit, Alter usw. vorsehen.

§ 2. Soweit nach den Umständen erforderlich, obliegt es der Prälatur, den Numerariern und Assoziierten in ihren materiellen Bedürfnissen beizustehen.

§ 3. Wenn die Eltern der im vorigen Absatz genannten Gläubigen in schwerer Not sind, trifft die Prälatur mit der angemessenen Liebe und Großzügigkeit Vorsorge, ohne dass daraus je eine rechtliche Verpflichtung entstehen kann.

25. Die zeitliche Eingliederung wird jedes Jahr von jedem Gläubigen einzeln erneuert. Für diese Erneuerung ist die Einwilligung des Regionalvikars erforderlich und ausreichend, der im Zweifelsfall seine Kommission und den lokalen Leiter mit dessen Rat anhören kann. Wenn seitens des Vikars kein der Erneuerung entgegenstehender Wille zu vermuten ist und seitens des Leiters kein Einwand besteht, wird die Einwilligung rechtlich vermutet und die Erneuerung kann vollzogen werden. Von Rechts wegen wird auch vermutet, dass die Erneuerung stillschweigen erfolgt ist, wenn der Gläubige seinen der Erneuerung entgegenstehenden Willen zuvor nicht kundgetan hat. Die Erneuerung unterliegt aber der auflösenden Bedingung, wenn der Vikar, nachdem er von ihr erfahren hat, sich zusammen mit dem Defensor und nach Anhören seiner Kommission dagegen ausspricht.

26. Wird ein Supernumerarier Assoziierter oder Numerarier, kann er gänzlich oder zum Teil von der für die zeitliche oder definitive Eingliederung erforderlichen Frist dispensiert werden; von der besonderen Bildung wird er aber auf keinen Fall dispensiert.

27. § 1. Zwecks zeitlicher oder definitiver Eingliederung eines Gläubigen soll von der Prälatur und dem Betroffenen vor zwei Zeugen eine förmliche Erklärung über die gegenseitigen Rechte und Pflichten abgegeben werden.

§ 2. Die Prälatur, die in diesem Fall von jemandem vertreten wird, den der Vikar der betreffenden Zirkumskription benannt hat, verpflichtet sich ab dem Zeitpunkt der Eingliederung dieses Gläubigen und solange diese andauert:

1° diesem Gläubigen eine ständige lehrmäßig-religiöse, spirituelle, asketische und apostolische Bildung sowie die spezifische seelsorgliche Betreuung seitens der Priester der Prälatur zukommen zu lassen;

2° die übrigen Pflichten gegenüber ihren Gläubigen zu erfüllen, die in den die Prälatur betreffenden Normen festgelegt sind.

§ 3. Der Gläubige wiederum wird seinen festen Vorsatz bekunden, mit all seinen Kräften nach der Heiligkeit zu streben sowie das Apostolat gemäß dem Geist und der Praxis des Opus Dei auszuüben, und verpflichtet sich vom Augenblick seiner Eingliederung an und solange diese währt:

1° unter der Jurisdiktion des Prälaten und der anderen zuständigen Autoritäten der Prälatur zu verbleiben, um sich treu allem zu widmen, was sich auf das spezifische Ziel der Prälatur bezieht;

2° alle Pflichten zu erfüllen, die sich aus der Stellung eines Numerariers, Assoziierten oder Supernumerariers des Opus Dei ergeben, und die auf die Prälatur bezüglichen Normen sowie die rechtmäßigen Weisungen des Prälaten und der übrigen zuständigen Autoritäten der Prälatur zu befolgen, die sich auf ihre Leitung, ihren Geist und ihr Apostolat beziehen.

§ 4. Was die Gläubigen der Prälatur anlangt, kann der Ordinarius der Prälatur aus gerechtem Grund von privaten Gelübden und von eidlichen Versprechen dispensieren, sofern die Dispens nicht die wohlerworbenen Rechte anderer verletzt. Für diese Gläubigen kann er auch die Zugehörigkeit zu einem dritten Orden aussetzen, wobei diese allerdings wieder auflebt, wenn die Bindung an die Prälatur aus irgendeinem Grunde erlischt.

Kapitel 4 – Austritt und Entlassung von Gläubigen aus der Prälatur

28. § 1. Bevor jemand auf Zeit der Prälatur eingegliedert wird, kann er jederzeit frei ausscheiden.

§ 2. Ebenso kann die zuständige Autorität jemanden aus gerechten und vernünftigen Gründen nicht zulassen oder ihm das Ausscheiden nahelegen. Solche Gründe sind vor allem das Fehlen des dem Opus Dei eigenen Geistes und die mangelnde Eignung für das besondere Apostolat der Gläubigen der Prälatur.

29. Damit jemand während der zeitlichen oder bereits definitiv gewordenen Eingliederung die Prälatur freiwillig verlassen kann, benötigt er eine Dispens, die allein der Prälat gewähren kann, nachdem er seinen Rat und die Regionalkommission gehört hat.

30. § 1. Gläubige, die der Prälatur auf Zeit oder definitiv eingegliedert sind, können nur aus schwerwiegenden Gründen entlassen werden, die im Fall der definitiven Eingliederung immer auf einem Verschulden des betreffenden Gläubigen beruhen müssen.

§ 2. Krankheit ist kein Entlassungsgrund, wenn nicht mit Sicherheit feststeht, dass diese vor der zeitlichen Eingliederung verschwiegen oder verborgen worden ist.

31. Falls eine Entlassung notwendig ist, soll sie stets mit größter Liebe erfolgen. Zuvor soll dem Betroffenen jedoch geraten werden, freiwillig auszuscheiden.

32. Die Entlassung ist vom Prälaten oder vom Vikar der betreffenden Zirkumskription auszusprechen, und zwar immer mit der beschließenden Stimme des jeweils eigenen Rates. Vorher sind dem Betroffenen die Gründe darzulegen und ist ihm Gelegenheit zu einer umfassenden Stellungnahme zu geben. Außerdem müssen zwei vergebliche Abmahnungen vorausgegangen sein, wobei das Recht der Gläubigen, an den Prälaten oder den Heiligen Stuhl zu rekurrieren, jederzeit aufrecht bleibt. Erfolgt dieser Rekurs innerhalb von zehn Tagen, wird die rechtliche Wirkung der Entlassung so lange ausgesetzt, bis seitens des Prälaten oder gegebenenfalls des Heiligen Stuhls eine Antwort erfolgt ist.

33. Das legitime Ausscheiden aus dem Opus Dei hat das Erlöschen der Bindung, von der in Nr. 27 die Rede war, sowie der sich aus ihr ergebenden Pflichten und Rechte zur Folge.

34. Wer die Prälatur aus welchem Grund immer verlässt oder aus ihr entlassen wird, kann gegen sie keine Ansprüche wegen der ihr geleisteten Dienste geltend machen noch wegen sonstiger Beiträge, die er durch seinen Einsatz oder seinen Beruf oder aus anderem Grund oder auf andere Weise erbracht hat.

35. Ein der Prälatur gemäß Nr. 36 eingegliederter Kleriker kann nur dann aus ihr ausscheiden, wenn er einen Bischof gefunden hat, der ihn in seine Diözese aufnimmt. Wenn er ausscheidet, ohne einen Bischof gefunden zu haben, darf er seine Weihen nicht ausüben, solange der Heilige Stuhl nichts anderes verfügt.

Titel 2

Das Presbyterium der Prälatur und

die Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz

Kapitel 1 – Die Zusammensetzung des Presbyteriums und der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz

36. § 1. Das Presbyterium der Prälatur besteht aus jenen Klerikern, die vom Prälaten gemäß der Vorschrift der Nr. 44 bis 51 zu den heiligen Weihen geführt werden, der Prälatur inkardiniert sind und in ihrem Dienst stehen.

§ 2. Diese Priester werden aufgrund der Tatsache ihrer Weihe Numerariermitglieder oder – wie später dargelegt wird (Nr. 37 § 2) – Koadjutoren der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz, die eine der Prälatur eigene und ihr zuinnerst zugehörige Klerikervereinigung ist, sodass sie mit ihr ein einheitliches Ganzes bildet und von ihr nicht getrennt werden kann.

§ 3. Der Prälat des Opus Dei ist der Generalpräsident der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz.

37. § 1. Damit jemand die heiligen Weihen zum Dienst an der Prälatur empfangen kann, ist erforderlich, dass er ihr als Numerarier oder Assoziierter definitiv eingegliedert ist und die Ausbildungsperiode durchgemacht hat, die alle Numerarier sowie jene Assoziierten, die für das Priesteramt bestimmt werden, absolvieren müssen, sodass es nicht erlaubt ist, dass jemand unmittelbar der Prälatur als Numerarier- bzw. Assoziiertenpriester des Opus Dei inkardiniert wird.

§ 2 Um sie von den assoziierten Mitgliedern der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz, auf die sich Nr. 58 ff. bezieht, rechtlich besser zu unterscheiden, werden die Laien-Assoziierten des Opus Dei, die für den Dienst der Prälatur die Weihen empfangen, in der Gesellschaft selbst als Koadjutoren bezeichnet oder einfach als Assoziiertenpriester des Opus Dei.

38. Diese Priester leisten ihren Dienst vornehmlich in der geistlichen und kirchlichen Bildung sowie in der besonderen Seelsorge an den übrigen Gläubigen beider Abteilungen des Opus Dei.

39. Die Priester des Opus Dei werden auch für andere Gläubige die der Priesterweihe eigenen Dienste leisten, wobei sie dafür immer die rechtlich vorgesehenen Amtslizenzen benötigen.

40. Wenn diese Priester aufgrund eines kirchlichen Amtes oder ihrer persönlichen Kompetenz in den Priesterrat oder in andere diözesane Organe eingeladen werden, sollen sie nach Möglichkeit teilnehmen, brauchen dafür aber die vorherige Erlaubnis des Prälaten des Opus Dei oder seines Vikars.

41. In allen Diözesen, in denen sie ihr Amt ausüben, sollen diese Priester durch die Bande apostolischer Liebe mit den übrigen Priestern des Presbyteriums der jeweiligen Diözese verbunden sein.

42. Außer den in Nr. 36 und 37 genannten Klerikern können gemäß Nr. 58 auch andere der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz als Assoziierten- oder Supernumerariermitglieder angehören, ohne dass sie allerdings zum Klerus der Prälatur zählen, denn jeder gehört weiterhin seinem Diözesanpresbyterium an und untersteht allein der Jurisdiktion seines jeweiligen Bischofs.

43. Der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz können als Mitarbeiter auch andere, irgendeiner Diözese inkardinierte Kleriker angeschlossen werde, die die Gesellschaft durch ihr Gebet, ihre Almosen und – soweit möglich – durch ihren priesterlichen Dienst unterstützen.

Kapitel 2 – Die Zulassung zu den heiligen Weihen und die Missio canonica der Priester

44. Zu den heiligen Weihen sollen nur diejenigen Numerarier und Assoziierten des Opus Dei geführt werden, deren Berufung zum Amtspriestertum der Prälat erkannt hat und die er für das Opus Dei und seine Aufgaben als notwendig oder angemessen erachtet. Diejenigen, die die Weihen empfangen möchten, können ihren Wunsch dem Prälaten mitteilen, müssen sich aber an seine Entscheidung halten.

45. Damit ein Numerarier oder Assoziierter zu den heiligen Weihen geführt werden kann, muss er nicht nur von Irregularitäten und anderen im allgemeinen Recht vorgesehenen Hindernissen frei sein, sondern sich – auch unter Beachtung der Vorschrift von Nr. 37 – durch besondere Eignung für die priesterlichen Aufgaben auszeichnen, wie sie in der Prälatur anfallen. Zudem muss er vor dem Empfang der Priesterweihe mindestens fünfundzwanzig Jahre alt sein.

46. Was die Ausbildung der Priesteramtskandidaten betrifft, sind die Vorschriften des allgemeinen Rechts und des Eigenrechts der Prälatur genau zu beachten.

47. Die Aufnahme unter die Weihekandidaten durch den liturgischen Zulassungsritus, die Übertragung der Dienste (des Lektors und Akolythen) und die Zulassung zu den heiligen Weihen sind dem Prälaten vorbehalten. Zuvor muss jeder Kandidat in einer eigenhändig abgefassten und unterschriebenen Erklärung bekunden, dass er von sich aus und frei die heiligen Weihen empfangen und sich dem kirchlichen Dienst für immer widmen wird, und zugleich um Zulassung zum Empfang der Weihe bitten.

48. Die Weiheentlassschreiben stellt der Prälat des Opus Dei aus, der die Weihekandidaten von den Interstitien sowie von dem in diesen Statuten festgelegten Mindestalter dispensieren kann, jedoch nicht mehr als ein Jahr.

49. Diejenigen, die zu den heiligen Weihen gerufen werden, müssen nicht nur die vom kanonischen Recht vorgeschriebenen Voraussetzungen erfüllen, insbesondere gründliche Kenntnisse in den kirchlichen Fächern haben, sondern sollen sich auch durch Frömmigkeit, einwandfreie Lebensführung, Seeleneifer, brennende Liebe zur Heiligsten Eucharistie sowie den Wunsch auszeichnen, das nachzuahmen, was sie täglich vollziehen müssen.

50. § 1. Sobald sie die heiligen Weihen empfangen haben, stehen die Kleriker zur Verfügung des Prälaten, was die erste und die späteren Zuweisungen zu dieser oder jener Zirkumskription des Opus Dei betrifft.

§ 2. Die Missio canonica wird den Priestern vom Prälaten persönlich oder durch die betreffenden Vikare der Zirkumskriptionen, jedoch stets nach den vom Prälaten erlassenen Richtlinien, erteilt, wobei sie die einschlägigen Dienstlizenzen erhalten, nämlich die Eucharistie zu feiern, das Wort Gottes zu predigen und Beichte zu hören.

§ 3. Diese Beichtbefugnis, die vom Ordinarius der Prälatur jedwedem Priester erteilt werden kann, erstreckt sich – im Rahmen des Wortlauts der Gewährung – auf alle Gläubigen der Prälatur und Mitglieder der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz sowie auf all jene, die sich Tag und Nacht in Zentren des Opus Dei aufhalten.

51. § 1. Die Priester des Presbyteriums der Prälatur dürfen kirchliche Aufgaben oder Ämter, auch wenn diese mit ihrer Stellung und dem pastoralen Amt in der Prälatur vereinbar sind, nicht ohne die ausdrückliche Erlaubnis des Prälaten des Opus Dei annehmen.

§ 2. Es ist ihnen jedoch nicht verwehrt, eine berufliche Tätigkeit auszuüben, die nach geltendem Recht und gemäß den Vorschriften und Richtlinien des Heiligen Stuhles ihrem Stand als Priester nicht entgegensteht.

52. Die Priester der Prälatur haben das Recht und die Pflicht, kranken Numerariern, wenn Todesgefahr droht, die Sakramente zu spenden. Dies gilt auch für die Assoziierten und alle, die sich in den Zentren des Opus Dei aufhalten. Bei Eintritt der Agonie soll die Begleitung des Sterbenden soweit möglich in Gegenwart aller dem Zentrum zugeschriebenen Gläubigen geschehen. Dabei sollen alle beten, Gott möge den Kranken trösten, ihm in festlicher Freude entgegenkommen und ihn ins Paradies geleiten.

53. In der Regel sollen die Exequien für die Numerarier wie auch für die Assoziierten und Supernumerarier dem Recht gemäß in der Pfarrei gehalten werden. Ausnahmsweise können sie auch am Sitz eines Zentrums gefeiert werden, wenigstens wenn ihm eine Kirche angeschlossen ist oder es sich um ein größeres Zentrum handelt.

54. Nach Empfang der Weihe sollen die Priester regelmäßig an theoretischen und praktischen Pastoralkursen, Treffen, Vorträgen usw. teilnehmen und die Prüfungen ablegen, die nach der Weihe bzw. für die Verlängerung der Dienstlizenzen gemäß den vom Prälaten erlassenen Normen vorgesehen sind.

55. Dem Prälaten obliegt es, durch entsprechende Regelungen für den angemessenen Unterhalt der Kleriker, die die heiligen Weihen für den Dienst der Prälatur empfangen haben, sowie für ihre angemessene Betreuung im Fall von Krankheit, Arbeitsunfähigkeit und Alter Sorge zu tragen.

56. Der Prälat und seine Vikare sollen sich bemühen, bei allen Priestern der Prälatur einen lebendigen Geist der Gemeinschaft mit den anderen Priestern der Ortskirchen, in denen sie ihren Dienst versehen, zu fördern.

Kapitel 3 – Die Assoziierten- und Supernumerariermitglieder der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz

57. Die Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz, von der Nr. 36 handelt, ist als Vereinigung verfasst, damit sie ihr Ziel der priesterlichen Heiligung auch unter nicht der Prälatur angehörigen Klerikern gemäß dem Geist und der asketischen Praxis des Opus Dei besser verfolgen kann.

58. § 1. Die Assoziierten- und Supernumerariermitglieder der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz, die also nicht zum Klerus der Prälatur, sondern zu ihrem jeweiligen Presbyterium gehören, sind einem Bistum inkardinierte Priester oder zumindest Diakone, die sich aufgrund einer besonderen zusätzlichen Berufung in der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz dem Herrn gemäß dem Geist des Opus Dei widmen wollen, um in der Ausübung ihres Amtes nach Kräften die Heiligkeit zu erstreben, ohne dass deshalb ihre diözesane Stellung und ihre volle Unterordnung unter den Ordinarius eines jeden in irgendeiner Weise beeinträchtigt werden. Diese werden ganz im Gegenteil, wie weiter unten gezeigt wird, in verschiedener Hinsicht bestärkt.

§ 2. In der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz gibt es keine internen Vorgesetzten für die Assoziierten und Supernumerarier. Da diese, wie das Recht es vorsieht, allein ihrem eigenen Ortsordinarius gehorchen müssen, entsteht in keiner Weise das Problem eines doppelten Gehorsams: Es gibt keinen internen Gehorsam, sondern nur jene normale Disziplin, die in jeder Vereinigung existiert und die sich aus der Verpflichtung ergibt, die eigenen Regeln einzuhalten; wobei diese Regeln hier ausschließlich das geistliche Leben betreffen.

59. § 1. Wer zugelassen werden will, muss hervorragen in der Liebe zur Diözese, in Gehorsam und Ehrfurcht gegenüber dem Bischof, in Frömmigkeit, solider Ausbildung in den heiligen Wissenschaften, Seeleneifer, Opfergeist, im Bemühen, Berufungen zu wecken, sowie in dem Verlangen, die Amtspflichten mit größter Vollkommenheit zu erfüllen.

§ 2. Für die Eingliederung in die Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz besteht keine Altersgrenze nach oben, und es können auch Kleriker zugelassen werden, die an einer chronischen Krankheit leiden.

60. § 1. Alumnen der Priesterseminare, die noch nicht Diakone sind, dürfen nicht in die Gesellschaft aufgenommen werden. Wenn sie, bevor sie geweiht werden, die Berufung verspüren, können sie als Aspiranten betrachtet und zugelassen werden.

§ 2. Rechtlich ist der Zutritt zur Gesellschaft ausgeschlossen für jemanden, der Sodale, Novize oder Postulant eines Religioseninstituts bzw. einer Gesellschaft gemeinsamen Lebens oder Alumne einer apostolischen Schule gewesen ist oder eine Probezeit in einem Säkularinstitut verbracht bzw. um die Aufnahme nachgesucht hat.

61. Damit jemand als Assoziierter zugelassen werden kann, ist eine göttliche Berufung erforderlich, die mit der vollständigen und dauerhaften Bereitschaft einhergeht, die Heiligkeit nach dem Geist des Opus Dei anzustreben, der verlangt:

1° vor allem das Bestreben, die vom eigenen Bischof anvertraute pastorale Aufgabe vollkommen zu erfüllen in dem Wissen, dass jeder allein dem Ortsordinarius Rechenschaft über die Erfüllung dieser Aufgabe abzulegen hat;

2° den Vorsatz, die ganze Zeit und die ganze Arbeit dem Apostolat zu widmen und dabei vorrangig den ihren Mitbrüdern, den Diözesanpriestern, geistlich zu helfen.

62. Damit jemand als Supernumerarier angenommen werden kann, ist dieselbe göttliche Berufung wie bei den Assoziierten sowie die volle Bereitschaft zum Streben nach der Heiligkeit gemäß dem Geist des Opus Dei erforderlich, auch wenn die Supernumerarier wegen ihrer persönlichen, familiären und sonstigen Verhältnisse sich im Allgemeinen nicht vollständig und unmittelbar der apostolischen Tätigkeit widmen können.

63. Um die Zulassung wird durch einen Brief an den Generalpräsidenten gebeten, in dem der Kandidat seinen Wunsch bekundet, der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz als Assoziierter oder als Supernumerarier eingegliedert zu werden.

64. Für die Zulassung und Eingliederung von Klerikern als Assoziierte oder Supernumerarier der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz sind dieselben Vorschriften und Verfahrensweisen anzuwenden, die für die Zulassung und Eingliederung der Assoziierten und Supernumerarier des Opus Dei gelten, auch hinsichtlich der Zeit der besonderen geistlichen Ausbildung und der Mittel, die den Kandidaten zur Nahrung ihres geistlichen Lebens geboten werden.

65. Jene, die um die Zulassung als Supernumerarier gebeten haben, können später als Assoziierte aufgenommen werden, sofern sie die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen.

66. Wenn jemandem vor seiner Eingliederung als Assoziierter die notwendige Verfügbarkeit zu fehlen scheint, kann er als Supernumerarier verbleiben, sofern er die erforderlichen Bedingungen erfüllt.

67. Was Austritt und Entlassung betrifft, gelten und verpflichten analog dieselben Vorschriften, die für Austritt und Entlassung von Assoziierten und Supernumerariern des Opus Dei bestehen.

68. Außer dem Ziel des Opus Dei, das sich diese Mitglieder ihrer eigenen Stellung entsprechend zu eigen machen, setzen sie sich als besonderes eigenes Ziel, die priesterliche Heiligkeit und die Haltung voller Verfügbarkeit und Unterwerfung unter die kirchliche Hierarchie im Diözesanklerus nach Kräften zu stärken; und unter den Priestern des Diözesanklerus das gemeinsame Leben zu fördern, soweit es der Ortsordinarius für angebracht hält.

69. Der Geist, der die Assoziierten und Supernumerarier der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz durch und durch prägen soll, besteht vor allem in Folgendem:

1° nichts ohne den Bischof zu tun, was für ihr ganzes Priesterleben und für ihren Dienst an den Seelen gilt;

2° die eigene diözesane Stellung nicht aufzugeben, sondern ihr mit immer mehr Liebe zu Gott zu entsprechen;

3° sie sollen sich im Umgang mit ihren priesterlichen Mitbrüdern immer und überall mit Natürlichkeit verhalten, ohne irgendwie geheimnisvoll zu tun, weil sich bei ihnen nichts finden darf, das auf diese Weise verborgen werden müsste;

4° sie sollen sich in keiner Weise von ihren priesterlichen Mitbrüdern unterscheiden wollen, sondern sich mit allen Kräften bemühen, mit ihnen eins zu sein;

5° gegenüber den anderen Mitgliedern ihres jeweiligen Presbyteriums sollen sie derart von brüderlicher Liebe erfüllt sein, dass sie auch den geringsten Anschein von Spaltung vermeiden, durch besondere Bande apostolischer Liebe und Brüderlichkeit verbunden sind und sich um die größtmögliche Einheit unter allen Priestern bemühen.

70. Die Assoziierten und Supernumerarier der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz erfüllen, abgesehen von den im allgemeinen Recht für die Kleriker vorgesehenen Pflichten sowie den Pflichten, die die einzelnen Bischöfe für alle ihre Priester vorschreiben können, die Frömmigkeitsübungen der dem Opus Dei eigenen asketischen Praxis; die geistlichen Besinnungstage aber sollen sie zusammen mit den anderen Priestern ihrer Diözese an dem Ort und auf die Weise besuchen, die der eigene Ordinarius bestimmt.

71. Die Assoziierten- und Supernumerarierpriester sollen sich besonders der Übung der christlichen Tugenden, also der göttlichen Tugenden und der Kardinaltugenden widmen, und zwar in der eigenen Arbeit und in der pastoralen Aufgabe, die jedem von seinem Bischof übertragen wurde.

72. Der Geist des Opus Dei fördert in den Assoziierten- und Supernumerariern der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz das Bedürfnis, die kollektive geistliche Führung eifrig zu unterstützen und in die Tat umzusetzen, die der Diözesanbischof seinen Priestern durch Hirtenbriefe, Ansprachen, Disziplinarverfügungen und andere Mittel erteilt. Gerade zu diesem Zweck und ohne je irgendwie mit den diözesanen Weisungen oder mit den für ihre Durchführung vorgeschriebenen Zeiten zu interferieren, bietet die Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz ihren Assoziierten und Supernumerariern besondere Bildungsmittel an, zu denen vor allem gehören:

1° regelmäßige Treffen, in denen die persönliche geistliche Leitung empfangen wird, sowie Studienkreise, denen Zelatoren vorstehen, um den Geist der Mitglieder zu stärken; wobei dies alles, was Zeitdauer, Abwesenheit vom Bistum an Feiertagen und ähnliche Umstände angeht, so abgestimmt werden muss, dass alle teilnehmenden Priester vor allem den ihnen in der Diözese obliegenden Amtspflichten entsprechend nachkommen können;

2° alle anderen Mittel, Hilfsmaßnahmen, asketischen Behelfe und frommen Übungen des Opus Dei;

3° die Verbesserung und – soweit dies im Herrn angebracht erscheint – die Vertiefung und Erweiterung ihrer Allgemeinbildung und ihrer wissenschaftlichen Kenntnisse, insofern diese ein Mittel zu Ausübung ihres Dienstes darstellen.

73. § 1. Was die Assoziierten und die Supernumerarier angeht, muss absolut und geflissentlich auch der bloße Anschein einer besonderen, der Priestergesellschaft eigenen Hierarchie vermieden werden; denn was allein angestrebt wird, muss das sein: die Vollkommenheit des priesterlichen Lebens aufgrund der sorgfältigen Treue zum inneren Leben, des hartnäckigen und beständigen Strebens nach Bildung sowie der apostolischen Haltung, Einstellung und Tatkraft, ohne dass die betreffenden Kleriker in irgendeiner Weise der Leitungsgewalt des Prälaten des Opus Dei oder seiner Vikare unterstünden.

§ 2. Zur Unterstützung der Assoziierten und Supernumerarier bedient sich der Regionalvikar der Dienste des Spirituals der Region, mit dem in jeder Diözese ein Admonitor und ein Geistlicher Leiter mit ihren jeweiligen Stellvertretern zusammenarbeiten.

74. Um Fragen, die die Assoziierten und Supernumerarier in einer Diözese betreffen, mit dem Bischof oder Ortsordinarius zu behandeln und zu lösen, bedient sich die Priestergesellschaft in der Regel des Admonitors oder dessen Vertreters, wenn der Regionalvikar nicht vorzieht, bestimmte Angelegenheiten persönlich oder durch einen eigens Beauftragten zu behandeln oder zu erledigen.

75.§ 1. Der Regionalvikar bestellt die priesterlichen Admonitoren, die Geistlichen Leiter sowie ihre Vertreter für die Dauer von fünf Jahren.

§ 2. Diese Aufgaben müssen jede Form oder Ähnlichkeit mit der Leitungsgewalt vollkommen vermeiden.

§ 3. Der Regionalvikar soll bemüht sein, die vollzogenen Ernennungen so schnell wie möglich auf geeignete Weise dem Diözesanbischof oder Ortsordinarius mitzuteilen.

76. Die Assoziierten- und Supernumerarierpriester der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz werden in Gruppen zusammengefasst und geordnet, die besonderen Personalzentren zugeordnet werden. Ein und demselben Zentrum können je nach Bedarf mehrere Gruppen zugeordnet werden, auch über die Diözesangrenzen hinweg.

77. Die Priestergesellschaft darf keine besondere Wirtschaftsverwaltung haben. Sie bedient sich, falls das notwendig ist, der normalen Verwaltung der Gläubigen des Opus Dei.

78. In den Dingen, die hier nicht ausdrücklich geregelt sind, wird für die Assoziierten- und Supernumerarierpriester analog und soweit es sich für ihre priesterliche Stellung geziemt, all das angewendet, was für die Assoziierten und Supernumerarier des Opus Dei gilt. Auch haben sie Anteil an deren geistlichen Gütern und Vollmachten.

Titel 3

Leben, Ausbildung und Apostolat der Gläubigen der Prälatur

Kapitel 1 – Das geistliche Leben

79. § 1. Der Geist der Prälatur und die ihr eigene asketische Praxis besitzen spezifische und genau bestimmte Merkmale im Hinblick auf das Ziel, das sie anstrebt. Deshalb hat der doppelte Aspekt des Geistes des Opus Dei – der asketische und der apostolische – eine je angemessene Entsprechung und ist mit dem säkularen Charakter des Opus Dei innerlich und harmonisch so verschmolzen und verbunden, dass er asketisch, apostolisch, gesellschaftlich und beruflich immer eine solide und einfache Einheit des Lebens nach sich ziehen und notwendig hervorbringen muss.

§ 2. Damit die asketischen und apostolischen Forderungen des gemeinsamen Priestertums und – für die Kleriker – des Amtspriestertums dem Geist des Opus Dei gemäß ernstlich und bleibend in die Tat umgesetzt werden und damit die Gläubigen der Prälatur auf diese Weise wirksamer Sauerteig der Heiligkeit und des Apostolates unter den übrigen Weltklerikern und Laien sein können, wird von allen in erster Linie ein intensives Leben des Gebetes und des Opfers verlangt, gemäß den in diesem Kodex festgesetzten Frömmigkeitspflichten und allem, was sonst noch zur Tradition des Opus Dei gehört.

80. § 1. Das solide Fundament, auf dem im Opus Dei alles beruht, und die fruchtbare Wurzel, die alles belebt, ist das demütige und aufrichtige Gespür für die Gotteskindschaft in Christus Jesus, kraft dessen an die väterliche Liebe, die Gott zu uns hat, wonnevoll geglaubt wird; und Christus der Herr, der Gottmensch, als erstgeborener Bruder in seiner unaussprechlichen Güte von den Gläubigen der Prälatur erfahren wird, die mit der Gnade des Heiligen Geistes Jesus nachzuahmen suchen, wobei sie sich hauptsächlich an sein bewundernswertes Beispiel und die Fruchtbarkeit seines Arbeitslebens in Nazareth erinnern.

§ 2. Deshalb entsteht im Leben der Gläubigen der Prälatur, die sich in allen Dingen wie die übrigen Weltgeistlichen und Laien, also ihresgleichen, verhalten, das Bedürfnis und sozusagen der übernatürliche Instinkt, alle Dinge zu läutern, sie auf die Ebene der Gnade zu erheben, sie zu heiligen und in eine Gelegenheit der persönlichen Vereinigung mit Gott, dessen Wille erfüllt wird, und in ein Werkzeug des Apostolates zu verwandeln.

81. § 1. Wurzel und Mitte des geistlichen Lebens der Gläubigen der Prälatur ist das Hochh137

eilige Opfer der Messe, in dem das Leiden und der Tod Christi Jesu unblutig erneuert und seiner unendlichen heilbringenden Liebe zu allen Menschen gedacht wird.

§ 2. Deshalb sollen alle Priester täglich das Hochheilige Messopfer feiern und alle Laien ihm in tiefster Andacht beiwohnen und sakramental oder wenigstens geistlich die Nahrung des Leibes Christi empfangen. Außerdem sollen sie das Allerheiligste Sakrament zu einer anderen Zeit des Tages besuchen.

82. Indem sie das Beispiel der Apostel, die einmütig im Gebet verharrten, sowie das der Gemeinden der ersten Christen nachahmen, sollen die Gläubigen der Prälatur, während sie sich den gewöhnlichen Aufgaben des Lebens und der täglichen Arbeit widmen, nach der ständigen Vereinigung ihrer kontemplativen Seele mit Gott und nach dem Umgang mit ihm trachten. Dazu ist es notwendig, das Folgende einzuhalten und zu fördern:

1° Jeden Tag halten sie, nachdem sie ihr Tagewerk Gott aufgeopfert haben, eine halbe Stunde inneres Gebet; und am Nachmittag widmen sie dem Gebet eine weitere halbe Stunde. Außerdem lesen sie eine gewisse Zeit im Neuen Testament und in einem anderen geistlichen Buch und beten die gemeinsamen Preces des Opus Dei;

2° jeden Monat widmen sie einen Tag der geistlichen Einkehr;

3° jedes Jahr nehmen sie während mehrerer Tage an einer ausgedehnteren geistlichen Einkehr teil;

4° immer und überall sollen sie sich der Gegenwart Gottes bewusst sein, ihrer Gotteskindschaft gedenken, geistliche Kommunionen, Danksagungs- und Sühneakte wiederholen, Stoßgebete verrichten und intensiv um Abtötung, Studium, Arbeit, Ordnung und Freude bemüht sein.

83. § 1.Um die Anfechtungen der dreifachen Begierlichkeit zu überwinden, insbesondere der Hoffart des Lebens, die durch das Wissen, die gesellschaftliche Stellung und die beruflichen Tätigkeiten genährt werden könnte, sollen die Gläubigen der Prälatur den Forderungen der christlichen Askese nach Kräften und eifrig nachkommen. Diese Askese stützt sich auf ein treues und beständiges Bewusstsein einer äußeren und inneren, nicht nur individuellen, sondern auch kollektiven Demut; auf die Anmut einer natürlichen Einfachheit; auf ein familiäres und edles Handeln; auf den Ausdruck beständiger und heiterer Freude; auf Arbeit, Selbstverleugnung, Nüchternheit, auf tätiges Opfer und auf Übungen der Abtötung, auch körperlicher Art, die sie täglich oder wöchentlich verrichten, je nach Alter und Befinden des Einzelnen. All das wird nicht nur zur persönlichen Läuterung gelebt, sondern zugleich als Mittel wahren und tiefen geistlichen Fortschritts, wie das bewährte und wohlerprobte Wort sagt: "Du wirst so weit kommen, wie du dir selbst Gewalt antust!" Außerdem sieht man darin die notwendige Vorbereitung auf das in der Gesellschaft zu leistende Apostolat und seine vollkommene Durchführung: „Ich ergänze in meinem Fleisch was an den Leiden Christi noch aussteht für seinem Leib, der die Kirche ist“ (Kol 1,24).

§ 2. Diese Askese und Bußgesinnung bringen auch andere Erfordernisse im Leben der Gläubigen der Prälatur mit sich, insbesondere die tägliche Gewissenserforschung, die geistliche Führung und den wöchentlichen Empfang der sakramentalen Beichte.

84. § 1. Die Gläubigen der Prälatur sollen die Keuschheit, die die Menschen Christus und seiner keuschesten Mutter besonders wohlgefällig macht, lieben und mit größter Sorgfalt bewahren und dabei die Gewissheit haben, dass das apostolische Wirken sich auf die Keuschheit stützen muss.

§ 2. Dem Schutz dieses Schatzes, der sich in zerbrechlichen Gefäßen befindet, dienen ganz besonders das Meiden der Gelegenheiten, der Anstand, die Maßhaltung, die körperliche Züchtigung, der häufige Empfang der Heiligsten Eucharistie und die beständige und kindliche Zuflucht zur jungfräulichen Mutter.

85. Mit zärtlicher Liebe und Andacht sollen die Gläubigen der Prälatur die allerseligste Jungfrau Maria verehren, die Mutter des Herrn Jesus Christus und auch unsere Mutter. Täglich sollen sie die fünfzehn Geheimnisse des Rosenkranzes betrachten und dabei wenigstens fünf Geheimnisse mündlich beten. Wo dieser fromme Brauch nicht üblich ist, soll er durch die mündliche Rezitation eines gleichwertigen marianischen Gebetes ersetzt werden. Sie sollen es nicht unterlassen, die Gottesmutter nach altem Brauch mit dem Gruß des Angelus Domini oder der Antiphon Regina coeli in kindlicher Andacht zu ehren; und am Samstag sollen sie irgendeine Abtötung verrichten und die Antiphon Salve Regina oder Regina coeli beten.

86. § 1. Gott hat den Menschen erschaffen, „damit er arbeite“ (Gen 2,15), weshalb dieses Gebot der Arbeit zur allgemeinen Bestimmung des Menschen gehört. Gleichwohl führt der besondere Charakter und Zweck der Prälatur ihre Gläubigen dazu, die gewöhnliche Arbeit nicht nur zu verrichten, sondern sie wirklich zu lieben. In ihr sehen sie nämlich einerseits einen ganz hervorragenden menschlichen Wert, der für die Wahrung der persönlichen Würde des Menschen und für den Fortschritt der Gesellschaft notwendig ist, und andererseits vor allem eine wunderbare Gelegenheit und ein Mittel der persönlichen Vereinigung mit Christus, dessen verborgenes Arbeitsleben im großzügigen Dienst an den anderen Menschen sie nachahmen, sodass sie voll Liebe am Werk der Schöpfung und der Erlösung der Welt mitarbeiten.

§ 2. Der besondere Charakter des Geistes des Opus Dei besteht demnach darin, dass jeder seine berufliche Arbeit heiligen soll; in der vollkommenen Erfüllung seiner beruflichen Arbeit geheiligt werden soll; und durch seine berufliche Arbeit die anderen heiligen soll. Daraus erwächst eine Fülle konkreter Forderungen im asketischen und apostolischen Leben derer, die sich den besonderen Werken der Prälatur widmen.

87. § 1. Die ganze Prälatur Opus Dei ist dem Dienst der Kirche ergeben, für die die Gläubigen der Prälatur – mit voller, immerwährender und endgültiger Hingabe im Dienste Christi, unseres Herrn – immer bereit sein werden, Ehre und Vermögen, ja ihr Leben hinzugeben. Niemals dürfen sie sich der Kirche bedienen. Ihre fromme Liebe zur Heiligen Mutter Kirche und zu allem, was auf irgendeine Weise zu ihr gehört, soll fest und vorbildlich sein. Aufrichtig seien auch die Liebe, die Verehrung, die Fügsamkeit und Anhänglichkeit an den Römischen Pontifex und alle in Gemeinschaft mit dem Apostolischen Stuhl stehenden Bischöfe, die der Heilige Geist eingesetzt hat, die Kirche Gottes zu leiten.

§ 2. Außer den Gebeten, die beim Heiligsten Eucharistischen Opfer und in den Preces des Opus Dei täglich für den Römischen Pontifex und für den Ordinarius der jeweiligen Ortskirche verrichtet werden, sollen die Gläubigen nicht verabsäumen, deren Anliegen dem Herrn täglich eigens anzuempfehlen.

88. § 1. Die Prälatur fördert bei ihren Gläubigen das Bedürfnis, mit besonderer Sorgfalt jenen Gehorsam und jene religiöse Fügsamkeit zu pflegen, die alle Christen dem Römischen Pontifex und den in Gemeinschaft mit dem Heiligen Stuhl stehenden Bischöfen schulden.

§ 2. Außerdem sind alle Gläubigen verpflichtet, dem Prälaten und den übrigen Autoritäten der Prälatur demütig in allem zu gehorchen, was sich auf das besondere Ziel des Opus Dei bezieht. Dieser Gehorsam soll gänzlich freiwillig sein, aus Liebe zu Gott und um Christus den Herrn nachzuahmen, der, obwohl er der Herr aller ist, sich selbst erniedrigt und Knechtsgestalt angenommen hat, „gehorsam geworden bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz" (Phil 2,8).

§ 3. Was jedoch die Berufsausübung sowie die gesellschaftlichen oder politischen Lehren usw. betrifft, so genießt jeder Gläubige innerhalb der Grenzen der katholischen Glaubens- und Sittenlehre dieselbe volle Freiheit, die die übrigen katholischen Bürger genießen. Die Autoritäten der Prälatur haben sich aller Ratschläge in diesen Bereichen gänzlich zu enthalten. Daher kann diese volle Freiheit nur durch Normen eingeschränkt werden, die gegebenenfalls der Bischof oder die Bischofskonferenz für alle Katholiken einer Diözese oder eines Gebietes erlassen. Deshalb macht sich die Prälatur die beruflichen, gesellschaftlichen, politischen oder wirtschaftlichen Tätigkeiten usw. keines ihrer Gläubigen je zu eigen.

89. § 1. Alle Gläubigen der Prälatur sollen nicht nur die private, sondern auch die kollektive Demut lieben und pflegen, sodass sie niemals nach Ruhm für das Opus Dei trachten, sondern im Gegenteil gerade dieses Eine tief im Geist verankert haben: dass der größte Ruhm des Opus Dei darin besteht, ohne menschlichen Ruhm zu leben.

§ 2. Um sein Ziel wirksamer zu erreichen, will das Opus Dei als solches demütig leben. So enthält es sich kollektiver Aktivitäten und hat auch für die Gläubigen der Prälatur keinen Namen oder eine gemeinsame Bezeichnung; noch nehmen diese kollektiv an öffentlichen Kultakten wie Prozessionen teil, ohne dass sie deshalb verheimlichen, dass sie der Prälatur angehören, denn während der Geist des Opus Dei die Gläubigen dazu führt, eifrig nach der kollektiven Demut zu streben, um eine intensivere und fruchtbarere apostolische Wirksamkeit zu erreichen, verbietet er gleichzeitig gänzlich das Geheimnis und die Geheimhaltung. Deshalb sind in den Zirkumskriptionen allen die Namen der Vikare des Prälaten bekannt und ebenso die Namen derer, die ihre Räte bilden; und den Bischöfen werden auf Wunsch nicht nur die Namen der Priester der Prälatur mitgeteilt, die in den jeweiligen Diözesen ihren Dienst verrichten, sondern auch die Namen der Leiter der Zentren, die in der Diözese errichtet wurden.

§ 3. Aufgrund dieser kollektiven Demut darf das Opus Dei weder Zeitschriften noch sonstige Publikationen im Namen des Werkes herausgeben.

90. Die Gläubigen der Prälatur sollen in ihrem beruflichen, familiären und gesellschaftlichen Leben die natürlichen Tugenden, die in der menschlichen Gemeinschaft hochgeschätzt werden und zur Durchführung des Apostolates hilfreich sind, sorgfältig und beharrlich pflegen: Brüderlichkeit, Optimismus, Kühnheit, heilige Unnachgiebigkeit in den guten und rechten Dingen, Freude, Einfachheit, Edelmut und Aufrichtigkeit, Treue; sie sollen sich dabei treu bemühen, sie immer und in allen Dingen übernatürlich werden zu lassen.

91. Die Gläubigen der Prälatur sind gehalten, eingedenk der Normen der Liebe und der Klugheit die brüderliche Zurechtweisung zu üben, um einander von Verhaltensweisen abzubringen, die dem Geist des Opus Dei zuwiderlaufen.

92. Alle sollen mit größter Sorgfalt auch die kleinen Dinge in übernatürlichem Geist verrichten, weil der Sinn ihrer Berufung in der Heiligung der täglichen Arbeit besteht. Nicht immer ereignen sich große Dinge; kleine hingegen schon, und in ihnen kann sich die Liebe Jesu Christi öfter zeigen. Das ist eine der Äußerungen des dem Opus Dei eigenen Geistes der Buße, die hauptsächlich in den kleinen und gewöhnlichen Dingen und in der täglichen, beständigen und geordneten Arbeit gesucht werden soll.

93. In der Verrichtung ihrer gewöhnlichen Arbeit sollen die Gläubigen der Prälatur in allen Umständen mit der größten Liebe zu Gott und dem Nächsten einen lebendigen und tätigen Glauben und eine kindliche Hoffnung pflegen. Diese Tugenden ermöglichen die Überwindung aller Hindernisse, die sich dem Dienst an der Kirche und den Seelen möglicherweise entgegenstellen: „Alles vermag ich in dem, der mich stärkt“ (Phil 4,13). Deshalb sollen sie vor nichts und niemandem Angst haben: „Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten?“ (Ps 26,1).

94. § 1. Die Gläubigen der Prälatur sollen in ihren Herzen völlig frei sein von den zeitlichen Gütern, jeder entsprechend seinem Stand und seiner Stellung, innerlich losgelöst von allem, was sie benutzen. Sie sollen in ihrem persönlichen und gesellschaftlichen Leben sich immer nüchtern verhalten, dem Geist und der Praxis des Opus Dei gemäß; alle Sorgen um die irdischen Dinge auf Gott werfen; und in dieser Welt wie Pilger leben, die auf der Suche nach der künftigen Stadt sind.

§ 2. Alle Gläubigen der Prälatur sind verpflichtet, durch ihre gewöhnliche Berufsarbeit, die sie im Geist und mit der Einstellung des Vaters einer kinderreichen und armen Familie verrichten, für ihre eigenen persönlichen und familiären wirtschaftlichen Bedürfnisse aufzukommen und, so gut sie können, zur Unterstützung des Apostolates der Prälatur beizutragen, indem sie für die geistige und materielle Not vieler Menschen Abhilfe schaffen. Zugleich sollen sie sich freuen, wenn sie einen Mangel an Mitteln verspüren, und dabei wissen, dass die Vorsehung des Herrn in den notwendigen Dingen niemals fehlen wird, denn er hat uns ermahnt, zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit zu suchen, wenn wir wollen, dass uns alles andere hinzugegeben wird.

§ 3. Die Prälatur sorgt jedoch dafür, dass es ihren Gläubigen nicht an der notwendigen geistlichen Unterstützung mangelt, und mit väterlicher Zuneigung fördert sie der Prälat persönlich oder durch seine Vikare, indem er von jedem Einzelnen das verlangt, was die jeweiligen Verhältnisse ratsam erscheinen lassen. Deshalb kann der Ordinarius der Prälatur – was die Gläubigen der Prälatur und die Personen betrifft, die sich Tag und Nacht in Zentren des Opus Dei aufhalten – aus triftigem Grund die Dispens von der Verpflichtung zur Einhaltung eines Feiertages oder eines Bußtages oder ihre Umwandlung in andere fromme Werke aussprechen.

95. Abgesehen von den Festen des Herrn, der seligen Jungfrau Maria und des heiligen Josef, feiern die Gläubigen der Prälatur mit besonderer Andacht die Feste der Kreuzerhöhung; der heiligen Erzengel Michael, Gabriel und Raphael sowie der Apostel Petrus, Paulus und Johannes; der anderen Apostel und Evangelisten; den 2. Oktober bzw. das Schutzengelfest und den 14. Februar. Die letztgenannten Tage sollen für das Opus Dei Tage der Danksagung sein.

Kapitel 2 – Die lehrmäßig-religiöse Bildung

96. In lehrmäßig-religiöser Hinsicht zielt die Bildung, die den Gläubigen der Prälatur erteilt wird, darauf ab, ihnen eine gründliche Kenntnis des katholischen Glaubens und des kirchlichen Lehramts zu vermitteln, die für ihr geistliches und apostolisches Leben unverzichtbar ist, damit es in allen Bereichen der Gesellschaft intellektuell ausgebildete Personen gibt, die unter den gewöhnlichen Umständen des täglichen Lebens und der täglichen Arbeit durch ihr Beispiel und ihre Worte in aller Einfachheit ein wirksames Apostolat der Evangelisierung und der Katechese durchführen.

97. In jeder regionalen Zirkumskription sollen vom Regionalvikar unter Zustimmung seines Rates und mit der Bestätigung durch den Prälaten nach Bedarf Studienzentren für alle Gläubigen der jeweiligen Region errichtet werden, damit alle in angemessener Weise eine nachhaltige und beständige lehrmäßig-religiöse Unterweisung erhalten, um ihr geistliches Leben zu stützen und das apostolische Ziel der Prälatur zu erreichen.

98. Der Prälat kann nach Anhören seines Rates auch von ihm selbst abhängige interregionale Studienzentren errichten, damit dort Gläubige der Prälatur unterwiesen werden, die der Prälat selbst direkt oder auf Vorschlag der jeweiligen Vikare der Zirkumskriptionen auswählt. Diese Zentren können speziell für die Ausbildung von Gläubigen, Priestern wie Laien, bestimmt werden, um Bildungsaufgaben in den verschiedenen Regionen zu übernehmen.

99. § 1. Die religiös-lehrmäßige Bildung soll – insbesondere was die philosophischen und theologischen Disziplinen betrifft – von Professoren der regionalen oder interregionalen Studienzentren erteilt werden, die für Männer und Frauen verschieden sind.

§ 2. Die zyklischen Programme werden so organisiert, dass der Unterricht fortlaufend erteilt und abgeschlossen werden kann, ohne dass der einzelne Gläubige bei der Erfüllung seiner beruflichen und familiären Pflichten beeinträchtigt wird.

100. § 1. Die Gläubigen der Prälatur können die Zeit der Bildung außerhalb der rechtmäßig errichteten Studienzentren ableisten, wenn der Regionalvikar in Anbetracht der Umstände und nach Anhören seines Rates es so anordnet.

§ 2. Während dieser Zeit werden sie von einem oder mehreren Professoren unterrichtet, die der Regionalvikar auswählt.

§ 3. Danach müssen sie aber in einem rechtmäßig errichteten Zentrum geprüft werden.

101. § 1. Alle Numerarier sowie jene Assoziierten, deren persönliche Verhältnisse es geraten erscheinen lassen, müssen vollständige Studien eines philosophischen Bienniums und eines theologischen Quadrienniums absolvieren.

§ 2. Die einzelnen Jahre des Bienniums und des Quadrienniums werden in jeweils zwei Semesterkurse aufgeteilt, deren Dauer, was die Vorlesungsstunden anlangt, den Semesterkursen an den Römischen Päpstlichen Universitäten entsprechen müssen und deren Studienprogramme im selben Umfang wie an diesen Universitäten gelehrt werden.

§ 3. Zur Ableistung der zwölfsemestrigen Ausbildung, von der in den vorausgegangenen Paragraphen die Rede war, wird jeder Student so viele Jahre aufwenden, wie nach seinen persönlichen Verhältnissen und seiner beruflichen Arbeit erforderlich ist.

§ 4. Für die Auxiliarnumerarierinnen planen die Studienzentren Philosophie- und Theologiekurse, die ihren persönlichen Verhältnissen angepasst sind. Diese Kurse müssen nicht unbedingt das vollständige philosophisch-theologische Curriculum umfassen.

§ 5. Für die übrigen Gläubigen der Prälatur umfasst die Unterweisung in der Lehre ebenfalls eine angemessene lehrmäßig-religiöse Ausbildung, die sie zur Ausübung ihres Apostolates befähigt.

102. § 1. Für die Numerarier, die zum Priesteramt bestimmt sind, gibt es besondere, vom Prälaten errichtete Studienzentren, in denen immer auch andere Numerarier, die nicht Priester werden, leben sollen, die dieselbe Ausbildung wie diese erhalten und mit ihnen zusammenleben, weil für alle ein und dieselbe geistliche Bildung erforderlich ist.

§ 2. Dennoch müssen die Kandidaten für das Priesteramt nach Ablauf dieser hinreichend langen in den Studienzentren verbrachten Vorbereitungszeit für die Dauer nur eines Studienjahres der heiligen Theologie in einem besonderen Zentrum leben, das nur für sie bestimmt ist.

§ 3. Was die Assoziierten betrifft, die auf das Priesteramt vorbereitet werden, können – wenngleich auf analoge Weise – dieselben Vorschriften angewendet werden.

103. Die Professoren sollen die Studiengänge der rationalen Philosophie und der Theologie sowie den Unterricht der Hörer in diesen Disziplinen zur Gänze nach dem System, der Lehre und den Prinzipien des Engelgleichen Lehrers ausrichten und heilighalten, gemäß den vom Lehramt der Konzilien und des Heiligen Stuhles erlassenen oder zu erlassenden Normen.

104. Für alle, die schließlich zum Priesteramt bestimmt werden, gelten die gemäß Nr. 101 nach Maßgabe des Rechts und der vom Heiligen Stuhl erlassenen Weisungen abgeschlossenen Studien als öffentlich.

105. Alle Priester der Prälatur sollen gewöhnlich den Doktorgrad in einer kirchlichen Disziplin besitzen.

106. § 1. Alle, die in die Prälatur aufgenommen werden möchten, müssen, sobald sie um die Zulassung bitten, die sogenannte erste lehrmäßig-religiöse Bildung erhalten, bevor ihnen die Eingliederung gewährt wird.

§ 2. Nach der Eingliederung müssen sie die in Nr. 97 genannten Studien absolvieren. Dazu sollen sie für homogene Gruppen eingerichtete Kurse besuchen sowie an Seminaren, Vorträgen und ähnlichen Veranstaltungen teilnehmen.

107. Nach Abschluss der entsprechenden Studien der lehrmäßig-religiösen Bildung, die sie nach der Eingliederung in die Prälatur erhalten haben, werden alle ihre Bildung ständig und ihr Leben lang fortsetzen anhand eines zyklischen Plans der Wiederholung und der Anpassung an den neu erworbenen Kenntnisstand, damit sie Tag für Tag ihre lehrmäßige Bildung weiter vertiefen.

108. Für die katholischen Mitarbeiter sowie für andere Mitarbeiter, die die Lehre der katholischen Kirche kennenlernen möchten, sollen Kurse, Seminare und dergleichen über die Glaubens- und Sittenlehre sowie die christliche Askese organisiert werden, damit sie eine lehrmäßige Bildung erwerben oder sich darin vervollkommnen.

109. Das Opus Dei hat keine eigene Lehrmeinung oder korporative Schule in theologischen oder philosophischen Fragen, die die Kirche der freien Meinung der Gläubigen überlässt. Die Gläubigen der Prälatur genießen innerhalb der Grenzen, die von der kirchlichen Hierarchie, die das Glaubensdepositum hütet, gezogen werden, dieselbe Freiheit wie die anderen katholischen Gläubigen.

Kapitel 3: Das Apostolat

110. Die Prälatur erteilt ihren Gläubigen sorgfältig eine angemessene apostolische Bildung und leistet ihnen den nötigen pastoralen Beistand, damit sie eine intensive Arbeit der Evangelisierung und Katechese leisten, sodass im Leben aller und jedes einzelnen die Pflicht und das Recht der Christen zur Ausübung des Apostolats Wirklichkeit wird.

111. Die Gläubigen der Prälatur sollen bei ihrem Apostolat immer Folgendes beachten:

1° Der Eifer, der in uns brennt, sucht nur das Eine: dass wir nämlich gleichsam an der Hand alle mit Petrus zu Jesus durch Maria führen;

2° Wir sind für Menge da. Es gibt also keine Seele, die wir nicht lieben und der wir nicht helfen wollen, indem wir allen alles werden (vgl. 1 Kor 9,22). Wir können nicht so leben, dass wir die Mühen und Nöte aller Menschen übergehen, denn unsere Sorge gilt allen Seelen. Indem wir ein Leben führen, das mit Christus in Gott verborgen ist (vgl. Kol 3,3), müssen wir wie Sauerteig sein, der in der Masse der Gesellschaft verborgen ist und sich mit ihr vermengt, bis sie ganz durchsäuert ist (vgl. Mt 13,33).

112. Die Gläubigen der Prälatur sollen sich vornehmen, immer und vorrangig ihr persönliches Ziel der Heiligung und des Apostolates zu verwirklichen, indem sie die asketischen, Bildungs- und Disziplinarnormen des Opus Dei treu erfüllen, die ihnen bei dem Bemühen helfen, ihre beruflichen, familiären und gesellschaftlichen Pflichten vollkommen zu erfüllen, so beständig für den christlichen Sinn des menschlichen Lebens Zeugnis abzulegen und die Botschaft Christi in allen Bereichen der Gesellschaft zu verbreiten, auch ohne jene auszuschließen, in die das gewöhnliche Wirken der Priester und Ordensleute kaum je vordringt.

113. In der Überzeugung, dass ihr besonderes Apostolat aus dem eigenen inneren Leben und der Liebe zur menschlichen Arbeit entspringt, die sich in der Einheit des Lebens durchdringen und miteinander verschmelzen müssen, sollen sich die Gläubigen der Prälatur bemühen, ihre Arbeit zu heiligen, sie sollen diese mit größtmöglicher Vollkommenheit vollziehen, nach dem göttlichen Willen ordnen und auf das Heil der Seelen ausrichten, besonders das ihrer Berufskollegen. Deshalb äußert sich ihr apostolisches Wirken nicht einheitlich oder einförmig, denn es wurzelt in der Verschiedenheit der Umstände selbst, die die menschliche Arbeit mit sich bringt.

114. Außer dem Apostolat des Zeugnisses und des Beispiels, das sie durch ein kohärentes persönliches Leben in Einheit mit dem Herrn ablegen, müssen sich die Gläubigen der Prälatur bemühen, in offener Rede von Gott zu sprechen, indem sie durch ein beständiges Apostolat der Lehre und der Katechese, das sich den jeweiligen Verhältnissen der Personen anpasst, mit denen sie arbeiten und zusammenleben, die Wahrheit mit Liebe verbreiten.

115. Das Apostolat der Gläubigen der Prälatur richtet sich an alle Menschen ohne Ansehen von Herkunft, Nation oder gesellschaftlicher Stellung, damit die Christen eingeladen, gebildet und dabei unterstützt werden, der allgemeinen Berufung zur Heiligkeit in der Ausübung ihres Berufes und in der Erfüllung ihrer Standespflichten zu entsprechen, und damit auch jene, die Christus noch nicht kennen, durch Beispiel und Wort Zeugnis von ihm erhalten und darauf vorbereitet werden, die Gnade des Glaubens zu empfangen.

116. Aufgrund ihrer göttlichen Berufung versuchen die Gläubigen der Prälatur, den Geist des Dienstes an den Menschen und an der Gesellschaft, mit dem jede berufliche Arbeit zu leisten ist, zur übernatürlichen Ordnung zu erheben. Sie werden sich dauernd die Fruchtbarkeit des Apostolates unter Intellektuellen vor Augen halten, die aufgrund der Kenntnisse, die sie haben, der Ämter, die sie bekleiden, oder des Ansehens, das sie genießen, für den Dienst an der Gesellschaft von großer Bedeutung sind. Deshalb werden die Gläubigen der Prälatur mit allen Kräften darauf hinarbeiten, dass auch diese Personen sich der Lehre und den Geboten Christi des Herrn anschließen und sie in die Tat umsetzen.

117. Die Gläubigen der Prälatur, die, um ihr Apostolat wirksamer zu machen, in der Ausübung ihrer jeweiligen beruflichen Arbeit sowie im eigenen familiären, kulturellen und gesellschaftlichen Umfeld christliches Beispiel zu geben bemüht sind, werden ihr persönliches Apostolat hauptsächlich unter ihresgleichen ausüben, und zwar vor allem durch die Freundschaft und das vertrauensvolle Gespräch. Wir alle sind Freunde – „euch aber habe ich Freunde genannt" (Joh 15,15) –, ja sogar Kinder desselben Vaters und daher in Christus und Christi Brüder. Das dem Apostolat der Gläubigen der Prälatur besondere Mittel ist also die Freundschaft und der ständige Umgang mit den Arbeitskollegen, ohne dass dafür besondere Vereine mit äußeren religiösen Aktivitäten geschaffen werden sollen.

118. Ein besonderes Merkmal, das die apostolische Arbeit der Gläubigen der Prälatur kennzeichnet, ist die Liebe zur persönlichen Freiheit aller Menschen, verbunden mit einem überaus feinen Respekt vor der Freiheit der Gewissen und dem Verlangen, mit allen auszukommen. Durch diesen Geist werden die Gläubigen der Prälatur dazu geführt, jenen, die Christus verehren, stets aufrichtige Liebe zu zeigen, weil sie für ihn arbeiten; und auch jene zu lieben, die Christus noch nicht nachfolgen, und ihre Ansichten recht zu werten, indem sie sich darum bemühen, sie durch das Beispiel und die Lehre zum Herrn zu ziehen.

119. Die Prälatur verlangt von ihren Gläubigen einen intensiven und beständigen persönlichen apostolischen Einsatz, der in der Arbeit selbst und im gesellschaftlichen Umfeld eines jeden erfolgt, frei und verantwortlich, ganz von Spontaneität geprägt. Er soll Frucht des Wirkens der Gnade sein und sich genau am Glauben, den christlichen Sitten und dem Lehramt der Kirche ausrichten.

120. In diesem beständigen Einsatz des persönlichen Apostolates gebrauchen die Gläubigen der Prälatur jene Mittel und Initiativen, die in der bürgerlichen Gesellschaft üblich sind, nämlich Studienkreise, Seminare, häufige Treffen, Sitzungen, Konferenzen, Kolloquien und Ähnliches mehr, jeweils angepasst an die bürgerlichen Bereiche, in denen sich ihr Leben abspielt.

121. § 1. Neben dem persönlichen Apostolat, das die Prälatur bei ihren Gläubigen fördert und das eindeutig an erster Stelle steht, leistet die Prälatur als solche Werken und Initiativen bürgerlichen und beruflichen, nicht konfessionellen Charakters ihren Beistand, die Zwecke der Erziehung oder der Sozialhilfe usw. verfolgen.

§ 2. Vom Verlangen geleitet, seine spezifische Sendung zu erfüllen und das besondere Ziel der Prälatur bestmöglich in die Tat umzusetzen, wird der Ordinarius der Prälatur mit größter Sorgfalt jene auswählen, die die Aufgaben eines Kaplans oder Religionslehrers wahrnehmen, und zwar sowohl in Initiativen, die vom Opus Dei als solchem betrieben werden, als auch in solchen, die ihre Gläubigen zusammen mit anderen Personen betreiben und für die sie beim Opus Dei um geistliche Hilfe nachsuchen. Bei der Ernennung dieser Kapläne und Religionslehrer soll es der Ordinarius der Prälatur nie unterlassen, seinen Rat zu hören, und die erfolgten Ernennungen dann dem Ortsordinarius auf geeignete Weise mitteilen.

122. Niemals übernimmt die Prälatur die technischen und wirtschaftlichen Aspekte der in Nr. 121 genannten Einrichtungen, noch ist sie dafür verantwortlich. Diese sind vielmehr Sache ihrer Eigentümer und Betreiber, die dazu Güter und finanzielle Mittel verwenden, die sie selbst erwirtschaftet haben, bzw. andere gleichfalls bürgerliche Mittel, die sie erlangt haben oder erlangen werden. In der Regel ist die Prälatur nicht Eigentümerin der materiellen Instrumente der Einrichtungen, deren geistliche Betreuung sie übernimmt.

123. Die Funktion der Prälatur in den Einrichtungen, die in der vorhergehenden Nummer genannt werden, besteht in ihrer christlichen Belebung durch geeignete Mittel der Orientierung und der lehrmäßigen und geistlichen Bildung sowie durch eine angemessene pastorale Betreuung, bei der die legitime Freiheit der Gewissen der Schüler, Hausbewohner und überhaupt aller sorgfältig geachtet wird. Zur Unterstützung jeder dieser apostolischen Initiativen wird ein Zentrum des Opus Dei errichtet mit vorheriger, besser schriftlich zu erteilender Erlaubnis der Ortsordinarius.

124. Wenn ein Gläubiger der Prälatur auf Bitten des Ortsordinarius und unter Wahrung der Disziplin der Prälatur unmittelbare Hilfe bei diözesanen Arbeiten leistet, widmet er sich diesen Arbeiten auf Weisung und im Sinn dieses Ordinarius und gibt nur ihm Rechenschaft über die geleistete Arbeit.

Titel 4

Die Leitung der Prälatur

Kapitel 1 – Die Leitung im Allgemeinen

125. § 1. Die Leitung der Prälatur wird dem Prälaten übertragen, den seine Vikare und Räte gemäß den Normen des allgemeinen Rechts und dieses Kodex unterstützen.

§ 2. Die Leitungsgewalt des Prälaten über die der Prälatur inkardinierten Priester ist sowohl im forum externum wie im forum internum ein volle; über die der Prälatur eingegliederten Laien hingegen erstreckt sich diese Gewalt nur so weit, wie das besondere Ziel der Prälatur reicht.

§ 3. Die Amtsgewalt des Prälaten über die Kleriker sowie über die Laien wird gemäß den Normen des allgemeinen Rechts und dieses Kodex ausgeübt.

§ 4. Unter "Ordinarius der Prälatur" werden im Recht verstanden und sind: der Prälat und außerdem jene, die in ihr allgemeine ordentliche Exekutivgewalt besitzen, nämlich die für die allgemeine bzw. die regionale Leitung bestellten Vikare.

126. Die Prälatur ist in regionale Zirkumskriptionen gegliedert, die jeweils von einem Vikar geleitet werden, der Regionalconsiliarius genannt wird und dem die entsprechenden Räte zur Seite stehen.

127. Mit Ausnahme des Amtes des Prälaten, das auf Lebenszeit besteht, sind alle anderen Ämter zeitlich befristet, auch wenn eine wiederholte Ernennung derselben Personen gestattet ist.

128. Die gesamte Prälatur und ihre Teile werden legitim nur vom Prälaten oder seinen Delegierten vertreten, und zwar auch in allen Rechtsgeschäften; wenn das Amt des Prälaten vakant ist oder nicht ausgeübt werden kann, dann von demjenigen, der die Leitung gemäß Nr. 149 §§ 1 und 4 übernimmt. Jede regionale Zirkumskription des Opus Dei wird auch vom eigenen Vikar vertreten.

129. § 1. Die Prälatur und ihre Zirkumskriptionen, die mit Rechtspersönlichkeit ausgestattet sind, erwerben, besitzen, verwalten und veräußern zeitliche Güter gemäß den Normen des Rechts nach den Weisungen des Prälaten.

§ 2. Von allen Gütern jeglicher Herkunft, die der Prälatur zugeschrieben werden können, sind nur jene dem Recht entsprechend als kirchliche Güter zu betrachten, die der Prälat zuvor als solche der Prälatur zugewiesen hat.

§ 3. Die Prälatur oder die Zirkumskriptionen, auf die sich § 1 bezieht, erfüllen die Verpflichtungen, die sie jeweils vertraglich übernommen haben, und beobachten immer treu die legitimen bürgerlichen Gesetze der jeweiligen Region oder Nation, indem sie innerhalb der von diesen festgelegten Grenzen handeln.

Kapitel 2 – Die zentrale Leitung

130. § 1. Der Prälat, der intern Vater genannt wird und dieses Amt auf Lebenszeit innehat, wird – unter Ausschluss jeglicher Absprachen – von einem zu diesem Zweck einberufenen Wahlgeneralkongress gewählt, wobei die Wahl der Bestätigung durch den Papst bedarf.

§ 2. Der Generalkongress besteht aus Kongressisten, die auch Kongressmitglieder genannt werden. Kongressisten sind Priester und männliche Laien, die mindestens zweiunddreißig Jahre alt und seit wenigstens neun Jahren endgültig der Prälatur eingegliedert sind. Sie werden aus den Gläubigen verschiedener Nationen oder Regionen, in denen das Opus Dei seine apostolische Arbeit ausübt, vom Prälaten mit der beschließenden Stimme seines Rates auf Lebenszeit ernannt, nachdem er sowohl die jeweilige Regionalkommission als auch die Kongressisten der betreffenden Region gehört hat.

§ 3. Bevor der Kongress rechtmäßig zur Wahl des Prälaten schreiten kann, muss er von allen und von jedem einzelnen der Mitglieder des Zentralrates, von dem Nr. 146 handelt, Vorschläge mit dem Namen jener Person oder jener Personen anfordern und erhalten, die sie als für das höchste Amt der Prälatur besonders würdig und geeignet halten.

§ 4. Sobald der Gewählte die Wahl ordnungsgemäß angenommen hat, muss er persönlich oder durch einen anderen um die Bestätigung durch den Papst bitten.

131. Damit jemand zum Prälaten gewählt werden kann, ist erforderlich:

1° Er muss Priester und Mitglied des Generalkongresses sein, seit mindestens zehn Jahren der Prälatur eingegliedert, seit mindestens fünf Jahren Priester, aus einer rechtmäßigen Ehe stammen, sich eines guten Rufes erfreuen und mindestens vierzig Jahre alt sein.

2° Er soll außerdem hervorragen durch Klugheit, Frömmigkeit, beispielhafte Liebe und Gehorsam gegenüber der Kirche und ihrem Lehramt, Hingabe an das Opus Dei, Liebe zu den Gläubigen der Prälatur und frommen Eifer für die Nächsten.

3° Er soll auch profan besonders gebildet sein und den Doktorgrad in einer kirchlichen Disziplin besitzen sowie über die sonstigen Eigenschaften verfügen, die zur Ausübung des Amtes notwendig sind.

132. § 1. So wie der Prälat den seiner Sorge anvertrauten Gläubigen mit Autorität vorsteht und deshalb auch Generalpräsident genannt werden kann, soll er gegenüber den anderen auch hervorstechen an Tugenden und guten Eigenschaften, vor allem jenen, die dem Opus Dei eigen sind und sich aus seinem Geist ergeben.

§ 2. Bei der Ausübung seines Hirtenamtes muss der Prälat besonders darauf achten, dass das gesamte, das Opus Dei regelnde Recht sowie alle seine legitimen Gewohnheiten genau beachtet werden, und muss für die Durchführung der die Prälatur betreffenden Anordnungen des Heiligen Stuhles getreu Sorge tragen.

§ 3. Er soll daher allen Gläubigen der Prälatur ein Lehrer und Vater sein, der alle mit der Haltung Christi wahrhaft liebt, alle in überströmender Zuneigung unterweist und ermutigt und sich für alle freudig einsetzt und verausgabt.

§ 4. Insbesondere soll er dafür sorgen, dass den ihm anvertrauten Priestern und Laien eifrig und reichlich die geistlichen und intellektuellen Mittel und Hilfen zukommen, die notwendig sind, damit sie ihr geistliches Leben pflegen und ihr besonderes apostolisches Ziel erreichen.

§ 5. Seine pastorale Fürsorge soll er durch Ratschläge, Mahnungen, ja sogar durch Gesetze, Vorschriften und Weisungen sowie, soweit erforderlich, durch angemessene Sanktionen erweisen; desgleichen durch Visitationen, die er entweder persönlich oder durch seine Delegierten in den Zirkumskriptionen und Zentren, in den der Prälatur eigenen oder ihr anvertrauten Kirchen sowie bei Personen und Sachen durchführt.

§ 6. Um für das geistliche Wohl des Prälaten und seine Gesundheit zu sorgen, soll es zwei Kustoden oder Admonitoren geben, die allerdings aufgrund dieses Auftrags nicht dem Generalrat angehören. Sie werden für die Dauer von acht Jahren vom Prälaten selbst aus neun von in Nr. 13 genannten Gläubigen der Prälatur bestellt, die der Generalrat präsentiert. Sie leben in derselben Familie mit dem Prälaten.

133. § 1. Außer dem Wahlgeneralkongress sollen alle acht Jahre auch ordentliche Generalkongresse stattfinden, die vom Prälaten einberufen werden, damit sie ihr Urteil über die Lage der Prälatur abgeben und zweckmäßige Richtlinien für die künftige Leitungstätigkeit empfehlen können. Den Vorsitz beim Kongress führt der Prälat oder kraft seiner Delegation das ranghöchste Mitglied des Generalrats.

§ 2. Der Generalkongress ist außerordentlich einzuberufen, wenn nach dem Urteil des Prälaten mit der beschließenden Stimme seines Rates die Umstände es erfordern; desgleichen um einen Auxiliarvikar bzw. Vizepräsidenten nach der Vorschrift von Nr. 134 § 2 und 137 § 2 zu bestellen oder abzuberufen.

§ 3. Für die Abteilung der Frauen gibt es ebenfalls ordentliche und außerhalb der Ordnung einberufene Generalkongresse, aber keine Wahlkongresse. Den Vorsitz bei diesen Kongressen führt der Prälat, dem der Auxiliarvikar, falls es einen gibt, sowie als Vikare der Zentralsekretär und der Zentrale Priestersekretär beistehen. Die Kongressistinnen werden auf die gleiche Weise ernannt wie die Kongressisten.

§ 4. Nach Anhören des ständigen Ausschusses seines Rates, auf den sich Nr. 138 § 2 bezieht, kann der Prälat Gläubige der Prälatur hinzuberufen, die nicht Kongressisten sind und Erfahrung in verschiedenen Bereichen haben, damit sie mit Sitz, aber ohne Stimme als Mitarbeiter am Generalkongress teilnehmen. Das gilt ebenso für die Frauen in ihrer Abteilung.

134. § 1. Wenn der Prälat die Ernennung eines Auxiliarvikars gemäß Nr. 135 vor Gott für zweckmäßig und angemessen hält, kann er einen solchen nach Anhören seines Rates frei ernennen. Auch kann das Plenum des Generalrates dem Prälaten in aller Aufrichtigkeit die Zweckmäßigkeit der Bestellung eines Auxiliarvikars vorschlagen, der ihn für acht Jahre in der Leitung unterstützt. Falls nicht schwerwiegende Gründe entgegenstehen, soll der Prälat dem Rat gerne zu Willen sein.

§ 2. Wenn es aber scheint, dass der Prälat einen Auxiliarvikar gemäß Nr. 136 braucht, kann das Plenum des Generalrats, nachdem es die Sache vor Gott reiflich erwogen hat, den Kongress einberufen, dem allein die Bestellung dieses Auxiliarvikars gemäß Nr. 136 vorbehalten ist. Damit der Rat den Kongress zu diesem Zweck rechtmäßig einberufen kann, ist eine förmliche Abstimmung erforderlich, in der zwei Drittel des Plenums des Generalrats und einer der Kustoden besagte Ernennung verlangen. Dann muss der Generalvikarsekretär einen außerordentlichen Generalkongress einberufen, in dem der Generalvikarsekretär selbst den Vorsitz führt.

§ 3. Für den Auxiliarvikar werden mit Ausnahme des Alters dieselben Eigenschaften verlangt wie für den Prälaten.

135. Wenn der Auxiliarvikar einem voll einsatzfähigen Prälaten beigegeben ist, unterstützt er diesen und vertritt ihn bei Abwesenheit oder Verhinderung. Andere Befugnisse hat er nicht, abgesehen von jenen, die ihm der Prälat ständig oder ad casum delegiert hat. Über alles, was er unternimmt, legt er dem Prälaten getreu Rechenschaft ab.

136. § 1. Wenn es scheint, dass der Prälat wegen Altersschwäche, Krankheit oder aus sonst einem sehr schwerwiegenden Grund auch mit der Hilfe eines ordentlichen Auxiliarvikars nach Nr. 135 dermaßen unfähig scheint, dass die Fortführung der Leitung durch ihn sich praktisch zum Schaden der Prälatur auswirken würde, kann vom Kongress ein Auxiliarvikar gewählt werden, auf den alle Rechte und Pflichten des Prälaten mit Ausnahme des Titels übergehen. Der Gewählte muss persönlich oder durch einen anderen um die Bestätigung der Wahl durch den Heiligen Stuhl bitten.

§ 2. Das Urteil über das Vorliegen und die Schwere der Gründe zur Bestellung eines solchen Auxiliarvikars und seiner allfälligen Wahl oder umgekehrt das Urteil über die Angebrachtheit der Bestellung eines ordentlichen Auxiliarvikars oder dessen Austausch, falls das ausreichend scheint, ist dem Kongress vorbehalten, der unter Abwägung aller Umstände mit Zweidrittelmehrheit der Stimmen zu entscheiden hat, was für das Wohl der Prälatur angemessen ist.

137. § 1. Der ordentliche Auxiliarvikar kann jederzeit vom Prälaten abberufen werden. Zweckmäßigerweise wird der Prälat wie bei dessen in Nr. 134 § 1 beschriebenen Ernennung auch bei der Abberufung seinen Generalrat hören können.

§ 2. Der Auxiliarvikar hingegen, der den Prälaten in der Leitung der Prälatur ersetzt, bleibt bis zum nächsten ordentlichen Kongress im Amt. Ein außerhalb der Ordnung einberufener Kongress kann ihn jedoch abberufen; und sowohl der ordentliche als auch ein außerordentlicher Kongress können, besonders wenn die Gründe für die Suspension der Leitung des Prälaten nicht notwendigerweise dauerhaft sind, an das Plenum des Generalrates die Befugnis delegieren, mit moralischer Einstimmigkeit nach der Abberufung des Auxiliarvikars die Leitung durch den Prälaten wieder herstellzustellen; was dem Heiligen Stuhl mitzuteilen ist.

138. § 1. Zur Unterstützung des Prälaten bei der Leitung und Regierung der Prälatur gibt es einen Generalrat. Er besteht aus dem Auxiliarvikar, wenn es einen gibt, dem Vikargeneralsekretär, dem Vikar für die Abteilung der Frauen, der Zentraler Priestersekretär genannt wird, wenigstens drei Vizesekretären, wenigstens einem Delegierten jeder Region, dem Studienpräfekten und dem Generalverwalter. Sie bilden das Plenum des Rates und werden Konsultoren genannt.

§ 2. Der Prälat, der Auxiliarvikar, falls es ihn gibt, der Generalsekretär, der Zentrale Priestersekretärund je nach Sachlage einer der Vizesekretäre bzw. der Studienpräfekt oder der Generalverwalter bilden die ständige Kommission des Rates. Einige Mitglieder dieser Kommission können Laien sein, wenn es um Angelegenheiten geht, für die der Weihecharakter nicht erforderlich ist. Zum Auxiliarvikar, zum Generalsekretär sowie zum Zentralsekretär, die auch Vikare des Prälaten sind, müssen immer Priester ernannt werden.

§ 3. Zum Generalrat müssen gemäß Nr. 139 immer die anwesenden Konsultoren zugelassen werden. Nach dem Urteil des Prälaten können auch jene geladen werden, die von Amts wegen abwesend sind, und wenn sie eingeladen werden, müssen sie teilnehmen.

139. § 1. Um Angelegenheiten zu lösen, für die vom Recht die beschließende Stimme des Generalrates gefordert wird, müssen immer wenigstens jene Konsultoren geladen werden, die nicht von Amts wegen abwesend sind; und damit die Entscheidung des Rates gültig ist, müssen mindestens fünf seiner Mitglieder anwesend sein. Falls fünf Konsultoren nicht geladen werden können oder trotz Ladung nicht erscheinen können, kann der Prälat zusammen mit den Anwesenden einen oder mehrere aus den Kongressisten bestellen, die für diesmal die Abwesenden ersetzen.

§ 2. Für sonstige Fragen ist die ständige Kommission des Generalrates der zuständige Rat.

140. § 1. Die Ämter des Generalrates sollen wie folgt besetzt werden: Sobald die Wahl des Prälaten vom Papst bestätigt worden ist, sammelt der Prälat sorgfältig die Informationen, die er im Herrn für notwendig hält, und schlägt dann dem Kongress der Reihe nach die Namen der Kandidaten für die verschiedenen Ämter einzeln vor. Nachdem der Prälat jeden einzelnen Namen vorgeschlagen hat, stimmt der Kongress gemäß dem allgemeinen Recht in geheimer Wahl darüber ab. Wird der vorgeschlagene Name vom Kongress nicht gebilligt, muss der Prälat einen anderen vorschlagen, bis die Abstimmung erfolgreich verläuft.

§ 2. Jedes achte Jahr sind alle und jedes einzelne der Ämter der Generalleitung mit Ausnahme des Prälaten durch den Kongress nach demselben Verfahren zu überprüfen. Dieselben Personen können unbegrenzt für dasselbe oder ein anderes Generalamt gewählt werden. Es ist jedoch von großem Interesse, dass normalerweise einige neue Mitglieder für den Generalrat ernannt werden.

141. Wenn das Amt eines Konsultors aus einem kanonischen Grund vakant ist, schlägt der Prälat dem Generalrat einen Kandidaten für das Konsultorenamt vor. Der Rat kann diesen Kandidaten auf gleiche Weise wie beim Generalkongress in geheimer Abstimmung annehmen oder ablehnen. Bei dieser Gelegenheit steht es dem Prälaten frei, nach Anhören seines Rates bestimmte den Konsultoren zugeordnete Aufgaben unter den Konsultoren neu zu verteilen.

142. Der Generalsekretär, der Zentrale Priestersekretär und der Generalverwalter müssen Mitglieder des Kongresses sein. Für die übrigen Ämter des Generalrats kommen nur die in Nr. 13 genannten Gläubigen der Prälatur in Frage. Sie sollen sich vor allem durch Klugheit, Bildung und Liebe zum Opus Dei auszeichnen.

143. Obwohl die Amtsdauer acht Jahre beträgt, können Konsultoren trotzdem aus gerechten Gründen und sooft das größere Wohl der Prälatur es erfordert, vom Prälaten nach Anhören der anderen abberufen werden. Es steht auch allen frei, auf ihr Amt zu verzichten, wobei dieser Verzicht ohne Wirkung bleibt, solange er nicht vom Prälaten angenommen wird.

144. § 1. Unter den Konsultoren ist der erste der Generalsekretär. Er ist immer Priester, kommt, wenn es keinen Auxiliarvikar gibt, nach dem Prälaten und vertritt ihn bei Abwesenheit und jeder Art Verhinderung. Außerdem unterstützt er den Prälaten sowohl in den Dingen, die die Leitung und die Tätigkeiten der gesamten Prälatur betreffen als auch in den wirtschaftlichen Angelegenheiten. Er besitzt aber nur jene Befugnisse, die ihm der Prälat entweder auf Dauer oder ad casum übertragen hat.

§ 2. Der Generalsekretär führt und erledigt die Geschäfte soweit möglich nach den Grundsätzen, den Vorstellungen und der Gewohnheit des Prälaten. Er darf daher nichts von dem, was der Prälat getan oder verfügt hat, abändern, sondern soll dem Prälaten und dem Rat gegenüber stets äußerst treu sein.

§ 3. Außerdem obliegt es ihm, die anfallenden Arbeiten unter den Mitgliedern des Rates zu verteilen und sie zur treuen Erfüllung ihres Amtes anzuhalten.

145. § 1. Um dem Prälaten besonders bei der Leitung der Abteilung der Frauen des Opus Dei zu helfen (vgl. Nr. 4 § 3), gibt es den Vikar, der Zentraler Priestersekretär genannt wird.

§ 2. Er kommt nach dem Generalsekretär und erfreut sich jener Befugnisse, die ihm der Prälat auf Dauer oder fallweise überträgt. Er muss mindestens vierzig Jahre alt sein.

146. § 1. Die Abteilung der Frauen wird vom Prälaten mit dem Auxiliarvikar, wenn es ihn gibt, dem Generalsekretärvikar, dem Zentralsekretärvikar und dem Zentralrat geleitet, der Zentralassessorat genannt wird und in der Abteilung der Frauen dieselbe Stellung einnimmt wie der Generalrat in der Abteilung der Männer.

§ 2. Das Zentralassessorat besteht aus der Zentralsekretärin, der Sekretärin des Assessorates, wenigstens drei Vizesekretärinnen, wenigstens einer Delegierten jeder Region, der Studienpräfektin, der Präfektin der Auxiliaresund der Zentralprokuratorin.

§ 3. Die Ämter des Zentralassessorats besetzt der Prälat im Kongress der Frauen in gleicher Weise, wie er im Kongress der Männer die Ämter des Generalrats besetzt. Die Zentralsekretärin und die Zentralprokuratorin sollen aus den Kongressistinnen kommen; für die anderen Ämter des Assessorates sollen Numerarierinnen, auf die sich Nr. 13 bezieht, herangezogen werden.

147. § 1. In wirtschaftlichen Fragen unterstützt den Prälaten ein von ihm ernannter Rat, der „Consultatio Technica“ genannt wird und dem der Prälat oder kraft seiner Delegation der Generalverwalter vorsteht.

§ 2. Wenigstens einmal im Jahr ist dem Prälaten und seinem Rat eine vom Generalverwalter unterzeichnete Abrechnung vorzulegen.

§ 3. Ein ähnlicher Rat für wirtschaftliche Angelegenheiten besteht in der Abteilung der Frauen.

148. § 1. Ohne dass sie aufgrund ihres Amtes Mitglieder des Generalrats sind, gibt es auch einen Prokurator oder „Agens precum“, der immer Priester sein muss und die Prälatur aufgrund ständiger Delegation des Prälaten beim Heiligen Stuhl vertritt; sowie einen Priester als Spiritualpräfekt, dem die allgemeine geistliche Leitung aller Gläubigen der Prälatur unter der Führung des Prälaten und des Rates übertragen ist.

§ 2. Um die geistliche Sorge um die Assoziierten und Supernumerarier der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz zu gewährleisten, unterstützt der Präfekt den Generalpräsidenten gemäß den Befugnissen, die ihm der Präsident auf Dauer oder ad casum überträgt.

§ 3. Der Prokurator und der Präfekt werden vom Prälaten nach Anhören des Rates für die Dauer von acht Jahren ernannt.

149. § 1. Ist das Amt des Prälaten vakant, übernimmt die Leitung der Auxiliarvikar, wenn es einen gibt; sonst der Generalsekretär oder, nach ihm, der Zentralsekretärvikar; fallen diese aus, ein Kongressist, der Priester ist und mit Stimmenmehrheit von jenen gewählt wird, die von Rechts wegen die ständige Kommission des Generalrats bilden.

§ 2. Wer die Leitung übernimmt, ist an die Pflichten gebunden und erfreut sich der Amtsgewalt des Prälaten mit Ausnahme der Angelegenheiten, die ihrer Natur nach oder aufgrund des Rechts der Prälatur davon ausgenommen sind. Er ist verpflichtet, innerhalb eines Monats nach Eintritt der Vakanz den Wahlgeneralkongress einzuberufen, sodass dieser innerhalb von drei Monaten nach Eintritt der Vakanz abgehalten wird oder, falls er aus einem gewichtigen Grund nicht innerhalb der vorgesehenen Zeit zusammentreten kann, sofort nach Wegfall des Hindernisses.

§ 3. Solange das Amt des Prälaten vakant ist, fahren jene, die allgemeine Leitungsämter in der Prälatur oder in den regionalen Zirkumskriptionen innehaben, in der Ausübung ihrer Ämter fort, bis sie nach der Wahl des neuen Prälaten in ihnen bestätigt oder ersetzt werden.

§ 4. Bei Verhinderung des Prälaten ist nach den in § 1 festgelegten Normen zu verfahren. Wenn diese aber unter schwerwiegenderen Umständen nicht eingehalten werden können, sollen sich die Mitglieder des Generalrates, die dazu in der Lage sind, versammeln und unter der Leitung des ranghöchsten einen Priester bestimmen, der nach Möglichkeit ein Mitglied des Kongresses sein soll und der interimistisch die Leitung der Prälatur übernimmt.

Kapitel 3 – Die regionale und die lokale Leitung

150. Dem Prälaten obliegt es, mit Zustimmung seines Rates regionale Zirkumskriptionen zu errichten, die Regionen oder Quasi-Regionen genannt werden, zu ändern, anders abzugrenzen oder auch zu unterdrücken.

151. § 1. Der Leitung jeder Region steht ein Vikar vor, der Regionalconsiliarius genannt wird und den der Prälat mit der beschließenden Stimme seines Rates ernennt. Dem Consiliarius steht ein Rat zur Seite, der Regionalkommission genannt wird und aus bis zu zwölf Mitgliedern besteht, die zu den unter Nr. 13 genannten Gläubigen der Prälatur gehören und gleichfalls vom Prälaten nach Anhören seines Rates ernannt werden, dessen Zustimmung in den Fällen von Nr. 157 § 1 und 159 erforderlich ist.

§ 2. Unter den Mitgliedern der Kommissionen nimmt der Defensor eine besondere Stellung ein. Seine Aufgabe ist es, die Einhaltung der Vorschriften dieses Kodex sicherzustellen.

152. § 1. Wenn nicht alle zur Schaffung neuer Regionen erforderlichen Elemente vorliegen, können vom Prälaten mit der beschließenden Stimme seines Rates auch Quasi-Regionen errichtet werden. Diese werden von Vikaren geleitet, die den Regionalvikaren rechtlich gleichgestellt sind.

§ 2. Nach Anhören seines Rates kann der Prälat auch von sich selbst unmittelbar abhängige Delegationen errichten, indem er einem delegierten Vikar die Befugnisse überträgt, die er je nach Fall für angemessen hält, innerhalb freilich der Befugnisse der Regionalvikare.

153. Um die apostolische Arbeit in einer Zirkumskription besser zu betreuen, kann der Prälat nach Anhören seines Rates sowie derer, die betroffen sind, von der Kommission dieser Zirkumskription abhängige Delegationen errichten, an deren Spitze jeweils ein mit angemessenen Befugnissen ausgestatteter delegierten Vikar mit seinem Rat steht.

154. Mit der Tatsache ihrer Errichtung erwerben Regionen, Quasi-Regionen und vom Prälaten abhängige Delegationen eigene Rechtspersönlichkeit. Den in einer regionalen Zirkumskription errichteten Delegationen kann Rechtspersönlichkeit im Errichtungsdekret verliehen werden.

155. Die mit eigener Rechtspersönlichkeit ausgestatten Zirkumskriptionen, von denen in Nr. 154 die Rede war, werden in allen Rechtsgeschäften und allgemein in allen Angelegenheiten außer durch den Prälaten und seine Delegierten nur durch die jeweiligen Vikare vertreten, die selbst oder durch andere mit entsprechenden Vollmachten ausgestattete Personen handeln können.

156. § 1. Die regionalen Ämter werden vom Prälaten nach Anhören des Rates übertragen, mit Ausnahme des Consiliarius, des Regionalen Priestersekretärs und des Regionalverwalters, die gemäß Nr. 151, 157 § 1 und 159 ernannt werden müssen. Die Amtsdauer beträgt fünf Jahre, wenn sie nicht für alle oder einige Kommissionsmitglieder auf acht Jahre verlängert wird. Für die Regionaldelegierten gilt, was in Nr. 140 §§ 1 und 2 vorgesehen ist.

§ 2. In die Ämter in den Kommissionen der Quasi-Regionen und Delegationen beruft der Prälat nach Anhören seines Rates.

157. § 1. In den einzelnen Regionen leiten im Namen des Prälaten und immer in seinem Sinn der jeweilige Vikar oder Regionalconsiliarius mit einem anderen Priester, der Regionaler Priestersekretär heißt und vom Prälaten mit der beschließenden Stimme seines Rates und nach Anhören des Zentralassessorats ernannt wird, die Abteilung der Frauen zusammen mit dem Regionalrat der Frauen, der Regionalassessorat genannt wird und in der Abteilung der Frauen dieselbe Stellung innehat wie die Regionalkommission in der Abteilung der Männer.

§ 2. Das Regionalassessorat kann aus bis zu zwölf Mitgliedern bestehen, die aus den in Nr. 13 genannten Numerarierinnen ausgewählt werden; es wird vom Prälaten nach Anhören des Zentralassessorats ernannt, dessen Zustimmung für die Ämter der Regionalsekretärin und der Regionalprokuratorin erforderlich ist.

§ 3. In die Ämter des Assessorats in den Quasi-Regionen und Delegationen beruft der Prälat nach Anhören des Zentralassessorats.

158. Falls in einer Region ein Hindernis auftritt, das die Kommunikation mit dem Prälaten und seinem Rat unmöglich macht, und falls während der Dauer dieser Unmöglichkeit ein Mitglied der Kommission ausfällt, soll die Kommission selbst durch Mehrheitsbeschluss einen anderen Numerarier in dessen Amt wählen. Falls aber mehr als drei Kommissionsmitglieder ausfallen oder die Kommission selbst nach Ablauf ihres Mandats zu erneuern ist, werden gleichfalls durch Mehrheitsbeschluss Numerarier in die Ämter berufen, und zwar durch eine besondere Versammlung, die aus allen nicht verhinderten Kongressisten der Region und allen Mitgliedern der Kommission besteht, wobei dieser Versammlung der ranghöchste Kongressist vorsteht. Wenn aus irgendeinem Grunde nicht wenigstens drei Kongressisten an der Versammlung teilnehmen können, sollen auch drei der in Nr. 13 erwähnten Numerarier einberufen werden, und zwar die dem Rang nach ältesten der Region, die nicht verhindert sind. Sind keine Kongressisten anwesend, führt der dem Rang nach älteste der Anwesenden den Vorsitz. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende der Versammlung.

159. § 1. In jeder Region unterstützt ein Wirtschaftsrat bzw. eine „Consultatio Technica“ den Regionalvikar, dessen Mitglieder vom Regionalvikar selbst ernannt werden und dem der Regionalverwalter vorsteht, der vom Prälaten mit der beschließenden Stimme seines eigenen Rates ernannt wird.

§ 2. Eine ähnlich „Consultatio“ für wirtschaftliche Fragen gibt es in der Abteilung der Frauen.

160. In jeder Zirkumskription gibt es einen Priester, der, ohne kraft dieses Amtes der Kommission anzugehören, als Regionaler Spiritualpräfekt unter der Leitung des Consiliarius das geistliche Leben aller Gläubigen der Prälatur fördern soll. Er hilft dem Consiliarius darüber hinaus bei der geistlichen Betreuung der Assoziierten und Supernumerarier der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz nach Maßgabe der Befugnisse, die ihm der Consiliarius auf Dauer oder ad casum übertragen hat. Er wird vom Prälaten nach Anhören des Consiliarius und des Defensors der Region für fünf Jahre ernannt.

161. § 1. In jeder Zirkumskription sollen nach Maßgabe von Nr. 177 Zentren errichtet werden.

§ 2. Die lokale Leitung setzt sich aus dem Leiter mit seinem eigenen Rat zusammen. Die Ämter werden vom Regionalvikar nach Anhören seines Rates auf drei Jahre verliehen.

§ 3. Der Begriff Zentrum wird in diesem Kodex mehr personal als territorial und mehr regional als lokal verstanden.

§ 4. Um die Gläubigen der Prälatur angemessen zu betreuen, können demselben Zentrum Gläubige oder auch Gruppen von Gläubigen zugeschrieben werden, die in derselben Stadt oder in verschiedenen Städten oder Diözesen wohnen.

§ 5. In der Prälatur gibt es ferner autonome Zentren sowie Zentren, die von anderen abhängen, weil sie noch nicht kanonisch errichtet worden sind.

Kapitel 4 – Die Regionalversammlungen

162. Zum Zweck der nachhaltigeren Bildung der Gläubigen der Prälatur und der besseren Entfaltung des apostolischen Wirkens sollen in jeder Region gewöhnlich alle zehn Jahre Versammlungen abgehalten werden, auf denen die in der vergangenen Periode gesammelten Erfahrungen erwogen werden.

163. Außer den ordentlichen Versammlungen können auch in einer oder mehreren Regionen außerordentliche abgehalten werden, so oft der Prälat nach Anhören des Generalrats und der Regionalkommission es für angebracht hält.

164. Die Versammlung beruft der Regionalvikar im Auftrag des Prälaten ein und bestimmt dabei Ort und Termin der Sitzung, und zwar mindestens drei Monate, bevor sie abgehalten wird.

165. Auf den Versammlungen führt der Prälat oder dessen Delegierter den Vorsitz, wobei ihm der Vikar und der Delegierte der Zirkumskription zur Seite stehen. Als Sekretär fungiert der jüngste anwesende Laie.

166. § 1. An der Versammlung einer Zirkumskription müssen teilnehmen:

1° alle, die ein Amt in der Kommission bekleiden oder bekleidet haben;

2° alle der Zirkumskription zugeschriebenen Kongressisten;

3° alle Priester dieser Region und alle anderen Gläubigen der Prälatur, die zu den in Nr. 13 genannten gehören;

4° die Leiter der Studienzentren;

5° ebenso die vom Prälaten benannten lokalen Leiter.

§ 2. Zu der Versammlung können auch weitere Gläubige der Prälatur einberufen werden, die in verschiedenen Bereichen Erfahrung haben und als Mitarbeiter teilnehmen.

167. § 1. Eine möglichst große Teilnahme aller Gläubigen der Prälatur bei den Versammlungen ist dadurch zu fördern, dass man sie um Mitteilungen, Erfahrungsberichte und weitere Beiträge dieser Art bittet.

§ 2. Aus demselben Grunde können, wenn die Umstände es nahelegen, mehrere Treffen an verschiedenen Orten stattfinden, um eine größere Wirksamkeit dieser Versammlungen zu erreichen.

§ 3. Auch von den Mitarbeitern des Opus Dei einschließlich der nichtkatholischen können Notizen und Aufzeichnungen über gemachte Erfahrungen erbeten werden, die Anregungen für das Studium der Arbeitsthemen enthalten.

168. Spätestens einen Monat vor Abhaltung der Versammlung sollen alle Geladenen die Notizen, Aufzeichnungen, Anmerkungen usw., die sie für vorschlagswürdig halten, an den Sekretär senden. Aus ihnen und allen an die Versammlung gerichteten Vorschlägen (Nr. 167) stellt eine vom Vorsitzenden ernannte Kommission ein Verzeichnis der Themen zusammen, das allen Teilnehmer vorzulegen ist.

169. Die Beschlüsse der Versammlung sind nicht verbindlich, solange sie der Prälat nicht nach Anhören seines Rates gebilligt hat, es sei denn, dass aufgrund der Natur der Sache ein beschließendes Votum dieses Rates erforderlich ist. Der Prälat selbst wird auch durch die ordentlichen Leitungsorgane die angemessenen Instruktionen erlassen.

170. Die Versammlungen der Abteilung der Frauen sollen unter analoger Anwendung von Nr. 162 ff. abgehalten werden.

Kapitel 5 – Die Beziehungen zu den Diözesanbischöfen

171. Die Prälatur Opus Dei ist unmittelbar und direkt dem Heiligen Stuhl unterstellt, der ihren Geist und ihre Zielsetzung gebilligt hat und auch ihre Leitung und Disziplin zum Wohle der gesamten Kirche schützt und fördert.

172. § 1. Alle Gläubigen der Prälatur sind verpflichtet, dem Römischen Pontifex in allen Dingen demütig zu gehorchen. Diese Gehorsamspflicht bindet alle Gläubigen mit einem starken und sanften Band.

§ 2. Auch den Ortsordinarien unterstehen sie nach den Normen des allgemeinen Rechts genauso wie die übrigen Katholiken in der eigenen Diözese, gemäß den Vorschriften dieses Kodex.

173. § 1. Dem Prälaten obliegt es, sorgfältig die Durchführung aller Dekrete, Reskripte und anderer, die Prälatur betreffenden Verfügungen des Heiligen Stuhles zu veranlassen. Ebenso hat er dem Heiligen Stuhl entsprechend den Rechtsvorschriften die einschlägigen Berichte über den Stand der Prälatur und deren apostolische Aktivität vorzulegen.

§ 2. Auch weil der Geist des Opus Dei mit größter Liebe die kindliche Einheit mit dem Römischen Pontifex, dem Stellvertreter Christi, pflegt, sorgt der Prälat dafür, dass alle Gläubigen der Prälatur die Dokumente des päpstlichen Lehramts und alle die gesamte Kirche betreffenden Entscheidungen genau kennen und deren Lehre verbreiten.

174. § 1. Die gesamte apostolische Arbeit, die die Prälatur gemäß ihrer eigenen Natur und Zielsetzung leistet, trägt zum Wohl der einzelnen Ortskirchen bei, und die Prälatur pflegt stets die gebührenden Beziehungen zur territorialen kirchlichen Autorität.

§ 2. Außerdem hat der Prälat dafür Sorge zu tragen, dass in den einzelnen Zirkumskriptionen der zuständige Vikar persönlich oder durch andere in seinem Namen ständige Beziehungen zu den Bischöfen unterhält, in deren Diözesen Gläubige der Prälatur leben, und vor allem häufig mit den Bischöfen der Orte spricht, an denen das Opus Dei Zentren errichtet hat, sowie mit jenen, die Leitungsfunktionen in der jeweiligen Bischofskonferenz innehaben, um Hinweise von ihnen zu erhalten, die die Gläubigen der Prälatur dann in kindlicher Gesinnung in die Tat umsetzen (vgl. Nr. 176).

175. Außer den Gebeten, die die Gläubigen der Prälatur täglich für den Römischen Pontifex, den Diözesanbischof und ihre Anliegen zu verrichten verpflichtet sind, sollen sie ihnen die größte Liebe und Verehrung entgegenbringen und diese auch bei allen eifrig zu fördern bemüht sein.

176. In den einzelnen Zirkumskriptionen sollen die Autoritäten der Prälatur dafür sorgen, dass ihre Gläubigen die pastoralen Leitlinien genau kennen, die von der zuständigen territorialen kirchlichen Autorität, also der Bischofskonferenz, dem Diözesanbischof usw. erlassen wurden, sodass jeder sie seinen persönlichen, familiären und beruflichen Verhältnissen entsprechend in die Tat umsetzen und an ihnen mitwirken kann.

177. § 1. Damit die apostolische Arbeit der Prälatur in einer Diözese mit der kanonischen Errichtung des ersten Zentrums beginnt, von dem aus das kollektive Apostolat entfaltet werden kann, muss zuvor der Ortsordinarius unterrichtet werden, dessen Erlaubnis erforderlich ist, die besser schriftlich erteilt wird.

§ 2. Wenn der Fortschritt der Arbeit die Errichtung weiterer Zentren in der Diözese ratsam erscheinen lässt, ist stets nach der Vorschrift des vorhergehenden Paragrafen zu verfahren.

§ 3. Der bloße Wechsel des Sitzes eines Zentrums der Prälatur innerhalb der Grenzen derselben Stadt, sofern dem Zentrum keine Kirche angegliedert ist, soll dem Ortsordinarius schriftlich angezeigt werden, auch wenn dafür keine neue Erlaubnis erforderlich ist.

178. § 1. Die Errichtung eines Zentrums bringt die Vollmacht mit sich, ein weiteres Zentrum für weibliche Gläubige der Prälatur zu errichten, die sich der Verwaltung des ersten Zentrums widmen, so dass an jedem Sitz des Opus Dei de jure und de facto zwei Zentren bestehen (vgl. Nr. 8 § 2).

§ 2. Sie schließt zugleich die Befugnis ein, in jedem Zentrum eine Kapelle zum Gebrauch der Gläubigen der Prälatur und anderer nach Maßgabe des Rechts zu haben, dort das Allerheiligste Sakrament aufzubewahren und die für die apostolische Arbeit angebrachten liturgischen Akte zu vollziehen. In den Kapellen soll jeden Monat wenigstens in der Nacht auf den ersten Freitag eine feierliche Aussetzung des Allerheiligsten Sakramentes stattfinden.

§ 3. Der Ordinarius der Prälatur kann gestatten, dass die Priester aus gerechtem Grund zweimal am Tage, ja sogar, wenn eine pastorale Notwendigkeit das fordert, an Sonntagen und gebotenen Feiertagen dreimal die Heilige Messe feiern, sodass nicht nur den Bedürfnissen der Gläubigen der Prälatur, sondern, soweit das möglich ist, auch anderer Gläubiger der Diözese Genüge getan wird.

179. Der Diözesanbischof hat das Recht, die einzelnen kanonisch errichteten Zentren der Prälatur zu visitieren (vgl. Nr. 177), und zwar im Hinblick auf die Kirche, die Sakristei und den Ort des Bußsakraments.

180. Bei der Errichtung von Kirchen der Prälatur oder wenn ihr in der Diözese bereits existierende Kirchen anvertraut werden, soll in den einzelnen Fällen eine entsprechende rechtsförmliche Vereinbarung zwischen dem Diözesanbischof und dem Prälaten oder dem zuständigen Regionalvikar geschlossen werden. In diesen Kirchen werden zusammen mit den in der jeweiligen Vereinbarung festgelegten Normen die allgemeinen Weisungen für die säkularen Kirchen der Diözese befolgt.

Titel 5

Bestand und Geltungskraft dieses Kodex

181. § 1. Dieser Kodex ist das Fundament der Prälatur des Opus Dei. Deshalb sind seine Vorschriften als heilig, unverletzlich und dauerhaft zu betrachten, und sie zu ändern sowie neue Vorschriften einzuführen ist allein dem Heiligen Stuhl vorbehalten.

§ 2. Nur der Generalkongress der Prälatur kann den Heiligen Stuhl um die Änderung einer Vorschrift des Kodex, die Einführung einer Neuerung in sein Gefüge oder um die Aufhebung bzw. die zeitlich begrenzte oder dauernde Außerkraftsetzung oder Streichung einer Norm bitten, und zwar nur wenn er die Gewissheit hat, dass diese Änderung, Neuerung, Aussetzung oder Streichung notwendig ist.

§ 3. Damit diese Gewissheit, wenn es um eine Streichung, Neuerung oder unbegrenzte Außerkraftsetzung eines Textes geht, rechtlich existiert, ist eine langdauernde Erfahrung erforderlich, die nach Bestätigung durch die Autorität zweier ordentlicher Generalkongresse einem dritten ordentlichen Generalkongress unterbreitet und mindestens mit Zweidrittelmehrheit der Stimmen bestätigt werden muss.

§ 4. Handelt es sich jedoch um die zeitweilige Aussetzung einer Vorschrift des Kodex, kann der Prälat mit der beschließenden Stimme nur eines Generalkongresses diese beim Heiligen Stuhl beantragen. Es ist jedoch erforderlich, dass dem Heiligen Stuhl offen dargelegt wird, auf welchen Zeitraum sich die erbetene Aussetzung erstrecken soll.

182. § 1. Die Autoritäten der Prälatur sind verpflichtet, die Anwendung des Kodex auf jede Weise zu fördern und sie klug und wirksam einzufordern, denn sie wissen, dass er ein sicheres Mittel für die Heiligung der Gläubigen der Prälatur ist. Deshalb kann keine Gewohnheit oder andauernde Nichtbefolgung sich je gegen ihn durchsetzen.

§ 2. Die Befugnis, von der disziplinären Befolgung des Kodex in den Dingen zu dispensieren, von denen dispensiert werden kann und die nicht dem Heiligen Stuhl vorbehalten sind, liegt ausschließlich beim Prälaten mit der beratenden Stimme seines Rates, wenn es sich um Angelegenheiten von Gewicht handelt oder die Dispens für die gesamte Prälatur zu erteilen ist; sonst genügt ein Dekret des Regionalvikars mit der Zustimmung seines Rates.

183. § 1. Die Vorschriften des Kodex, die göttliche oder kirchliche Gesetze wiedergeben, behalten die Verbindlichkeit, die diesen Gesetzen an sich eignet.

§ 2. Die Vorschriften des Kodex, die sich auf die Leitung beziehen; ebenso jene, die die notwendigen Leitungsfunktionen und die Ämter definieren, durch die sie ausgeübt werden, und zwar hinsichtlich ihrer grundlegenden Normen; ferner die Vorschriften, die das Wesen und die Zielsetzung der Prälatur festlegen und ihnen ihre Weihe verleihen, verpflichten je nach der Schwere des Gegenstands im Gewissen.

§ 3. Die rein disziplinären oder asketischen Vorschriften schließlich, die nicht unter die vorhergehenden Paragrafen dieser Nummer fallen, verpflichten an sich nicht direkt unter Sünde. Jede von ihnen, auch die kleinste, aus förmlicher Verachtung zu verletzen, ist allerdings Sünde; wenn die Übertretung aufgrund eines unlauteren Motivs oder Zwecks begangen wird oder Anstoß erregt, hat sie eine Sünde gegen die jeweiligen Tugenden zur Folge.

184. Es ist Sache des Prälaten, mit der beschließenden Stimme seines Rates all das festzulegen, was die praktische Auslegung, Anwendung und Befolgung dieses Kodex betrifft.

185. Alles, was dieser Kodex für die Männer bestimmt, gilt, auch wenn es mit männlichen Worten ausgedrückt wird, mit gleichem Recht genauso für die Frauen, es sei denn, dass sich aus dem Kontext der Rede oder aufgrund der Natur der Sache etwas anderes ergibt oder dass ausdrücklich besondere Vorschriften erlassen werden.

Schlussbestimmungen

1. Alles, was der Apostolische Stuhl bislang zugunsten des Opus Dei bewilligt, erklärt oder genehmigt hat, bleibt bestehen, soweit es mit seiner rechtlichen Gestalt als Personalprälatur in Einklang steht. Ebenso bleibt die bisher von den Ortsordinarien erteilt Erlaubnis zur kanonischen Errichtung der Zentren des Opus Dei in Kraft und ebenso der darauffolgende Errichtungsakt.

2. Dieser Kodex tritt für alle Gläubigen, Priester wie Laien, die bereits dem Opus Dei eingegliedert sind, sowie für die Assoziierten- und Supernumerarierpriester der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz am 8. Dezember 1982 in Kraft.

Sie alle sind durch dieselben Pflichten gebunden und behalten dieselben Rechte, die sie unter der früheren Rechtsgestalt besessen haben, soweit die Vorschriften dieses Kodex nicht ausdrücklich etwas anderes festlegen oder es um Dinge geht, die auf Normen beruhten, die durch dieses neue Recht aufgehoben worden sind.


AGP, Sezione Giuridica, VIII/15660.

CODEX IURIS PARTICULARIS OPERIS DEI

TITULUS I

DE PRAELATURAE NATURA

EIUSDEMQUE CHRISTIFIDELIBUS

CAPUT I

DE PRAELATURAE NATURA ET FINE

1. § 1. Opus Dei est Praelatura personalis clericos et laicos simul complectens, ad peculiarem operam pastoralem perficiendam sub regimine proprii Praelati (cfr. n. 125).

§ 2. Praelaturae presbyterium constituunt illi clerici qui ex eiusdem fidelibus laicis ad Ordines promoventur et eidem incardinantur; laicatus Praelaturae ab iis fidelibus efformatur qui, vocatione divina moti, vinculo iuridico incorporationis speciali ratione Praelaturae devinciuntur.

§ 3. Praelatura, quae Sanctae Crucis et Operis Dei, breviato autem nomine Operis Dei nuncupatur, est ambitu internationalis, sedem suam centralem Romae habet atque regitur normis iuris universalis Praelaturarum personalium necnon horum Statutorum, et iuxta Sanctae Sedis specialia praescripta vel indulta.

2. § 1. Praelatura sibi proponit suorum fidelium, iuxta normas iuris particularis, sanctificationem per exercitium in proprio cuiusque statu, professione ac vitae condicione virtutum christianarum, secundum specificam ipsius spiritualitatem, prorsus saecularem.

§ 2. Item Praelatura intendit totis viribus adlaborare ut personae omnium condicionum et statuum civilis societatis, et in primis quae intellectuales dicuntur, Christi Domini praeceptis integro corde adhaereant ipsaque, etiam ope sanctificationis proprii uniuscuiusque laboris professionalis, in praxim deducant, in medio mundo, ut omnia ad Voluntatem Creatoris ordinentur; atque viros ac mulieres informare ad apostolatum item in societate civili exercendum.

3. § 1. Media quae, ad hos fines supernaturales obtinendos, christifideles Praelaturae adhibent, haec sunt:

1º impensa vita spiritualis orationis et sacrificii, iuxta spiritum Operis Dei: ipsorum enim vocatio est essentialiter contemplativa, fundatur in humili ac sincero sensu filiationis divinae et subridenti ascetismo constanter sustinetur;

2º profunda ac continua institutio ascetica et doctrinalis religiosa, ad personalia cuiusque adiuncta accommodata atque in ecclesiastico Magisterio solide innixa, necnon constans studium adquirendi et perficiendi necessariam formationem professionalem propriamque animi culturam;

3º imitatio vitae absconditae Domini Nostri Iesu Christi in Nazareth, etiam in sanctificatione proprii laboris professionalis ordinarii, quem, exemplo et verbis, convertere satagunt in instrumentum apostolatus, unusquisque propriam attingens actionis sphaeram, prout sua cuiusque cultura et aptitudo expostulant, sciensque se esse debere tamquam fermentum in massa humanae societatis latens; item, seipsos sanctificent christifideles in perfecta adimpletione huius laboris, peracti quidem in constanti unione cum Deo; necnon per ipsum laborem alios sanctificent.

§ 2. Propterea omnes Praelaturae christifideles:

1º se obligant ad exercitium laboris professionalis vel alterius aequipollentis non derelinquendum, quia per ipsum sanctificationem et peculiarem apostolatum persequentur;

2º quam maxima fidelitate adimplere satagunt officia proprii status necnon actionem seu professionem socialem cuiusque propriam, summa semper cum reverentia pro legitimis societatis civilis legibus; itemque labores apostolicos perficiendos, a Praelato ipsis commissos.

4. § 1. Sub regimine Praelati, presbyterium suo ministerio sacerdotali universum Opus Dei vivificat atque informat.

§ 2. Sacerdotium ministeriale clericorum et commune sacerdotium laicorum intime coniunguntur atque se invicem requirunt et complent, ad exsequendum, in unitate vocationis et regiminis, finem quem Praelatura sibi proponit.

§ 3. In utraque pariter Operis Dei Sectione, virorum scilicet ac mulierum, eadem est unitas vocationis, spiritus, finis et regiminis, etsi unaquaeque Sectio proprios habeat apostolatus.

5. Praelatura tamquam Patronos habet Beatam Mariam semper Virginem, quam uti Matrem veneratur, et S. Ioseph, eiusdem Beatae Mariae Virginis Sponsum. Peculiari devotione christifideles prosequuntur SS. Archangelos Michaëlem, Gabrielem et Raphaëlem, atque SS. Apostolos Petrum, Paulum et Ioannem, quibus universum Opus Dei eiusdemque singula actionis genera specialiter consecrantur.

CAPUT II

DE PRAELATURAE CHRISTIFIDELIBUS

6. Cuncti christifideles qui Praelaturae incorporantur, vinculo iuridico de quo in n. 27, hoc faciunt eadem divina vocatione moti: omnes eundem finem apostolicum prosequuntur, eundem spiritum eandemque praxim asceticam colunt, congruam recipiunt doctrinalem institutionem et curam sacerdotalem atque, ad finem Praelaturae quod attinet, subsunt potestati Praelati eiusque Consiliorum, iuxta normas iuris universalis et horum Statutorum.

7. § 1. Pro habituali cuiusque disponibilitate ad incumbendum officiis formationis necnon aliquibus determinatis Operis Dei apostolatus inceptis, fideles Praelaturae, sive viri sive mulieres, vocantur Numerarii, Aggregati vel Supernumerarii, quin tamen diversas classes efforment. Haec disponibilitas pendet ex diversis uniuscuiusque permanentibus adiunctis personalibus, familiaribus, professionalibus aliisve id genus.

§ 2. Quin Praelaturae fideles efficiantur, ipsi aggregari valent associati Cooperatores, de quibus in n. 16.

8. § 1. Vocantur Numerarii illi clerici et laici qui, speciali motione ac dono Dei coelibatum apostolicum servantes (cfr. Matth. XIX; 11), peculiaribus inceptis apostolatus Praelaturae totis viribus maximaque adlaborandi personali disponibilitate incumbunt, et ordinarie commorantur in sedibus Centrorum Operis Dei, ut illa apostolatus incepta curent ceterorumque Praelaturae fidelium institutioni se dedicent.

§ 2. Numerariae familiarem insuper administrationem seu domesticam curam habent omnium Praelaturae Centrorum, in loco tamen penitus separato commorantes.

9. Admitti possunt qua Numerarii ii omnes fideles laici qui plena gaudeant disponibilitate ad incumbendum officiis formationis atque laboribus apostolicis peculiaribus Operis Dei, quique, cum admissionem expostulant, ordinario praediti sint titulo academico civili aut professionali aequipollenti, vel saltem post admissionem illum obtinere valeant. Praeterea, in Sectione mulierum, Numerariae Auxiliares, eadem disponibilitate ac ceterae Numerariae, vitam suam praecipue dedicant laboribus manualibus vel officiis domesticis, quae tamquam proprium laborem professionalem voluntarie suscipiunt, in sedibus Centrorum Operis.

10. § 1. Vocantur Aggregati illi fideles laici qui vitam suam plene Domino tradentes in coelibatu apostolico et iuxta spiritum Operis Dei, curam tamen impendere debent in suas concretas ac permanentes necessitates personales, familiares vel professionales, quae eos ordinarie ducunt ad commorandum cum propria ipsorum familia. Haec omnia determinant simul eorum dedicationem aliquibus officiis apostolatus vel formationis Operis Dei perficiendis.

§ 2. Aggregati, nisi aliud pro eis specialiter caveatur, omnia officia seu obligationes suscipiunt ac Numerarii, et ipsorum identicis mediis asceticis ad assequendam sanctitatem et apostolatum exercendum uti debent.

11. § 1. Vocantur Supernumerarii ii omnes fideles laici, coelibes et etiam coniugati, qui, eadem vocatione divina ac Numerarii et Aggregati, peculiarem apostolatum Operis Dei plene participant, ea quidem disponibilitate quoad incepta apostolica, quae sit compatibilis cum adimpletione suarum obligationum familiarium, professionalium ac socialium; quique non solum suam vitam suamque professionem convertunt, sicut et ceteri alii Praelaturae christifideles, in medium sanctificationis et apostolatus, verum etiam, non aliter ac Aggregati, propriam domum propriasque familiares occupationes.

§ 2. Supernumerarii de eodem spiritu vivunt, et pro viribus easdem servant consuetudines ac Numerarii et Aggregati.

12. Inter Aggregatos et Supernumerarios recipi valent etiam chronica aliqua infirmitate laborantes.

13. Numerarii specialiter dicati muneribus regiminis vel formationis residere debent in sede Centrorum quae ad hunc finem destinantur.

14. § 1. Candidatus qui litteras scripserit expostulando admissionem in Opus Dei qua Numerarius vel Aggregatus, cum ipsi ordinarie per competentem Directorem significetur suam petitionem dignam, quae examinetur, habitam fuisse, eo ipso inter Supernumerarios admissus manet, quoadusque eidem concedatur admissio quam exoravit.

§ 2. Si quis ante incorporationem ut Numerarius vel Aggregatus videtur ad hoc idoneitate carere, potest in Opere Dei retineri qua Supernumerarius, modo requisitas condiciones habeat.

15. Possunt Supernumerarii inter Numerarios vel Aggregatos recipi, modo tamen requisitis polleant qualitatibus.

16. § 1. Cooperatores, assiduis precibus ad Deum effusis, eleemosynis, et quatenus possibile etiam proprio labore, collaborationem praestant operibus apostolicis et bona spiritualia Operis Dei participant.

§ 2. Sunt etiam qui a domo paterna diversimode longe absunt vel veritatem catholicam non profitentur, qui attamen adiumentum Operi Dei proprio labore aut eleemosynis praestant. Hi iure meritoque Operis Dei Cooperatores nuncupari quoque possunt. Cuncti Praelaturae fideles, oratione, sacrificio, conversatione, ita cum his Cooperatoribus laborare debent ut, Beatissima Virgine intercedente, a misericordia divina indeficiens lumen fidei pro ipsis consequantur, eosque ad christianos mores suaviter et efficaciter trahant.

CAPUT III

DE FIDELIUM ADMISSIONE ET INCORPORATIONE IN PRAELATURAM

17. Adscriptio tres gradus comprehendit: simplicis Admissionis, quam facit Vicarius Regionalis, audita sua Commissione; incorporationis temporaneae, quae Oblatio dicitur, post annum saltem ab Admissione; incorporationis definitivae seu Fidelitatis, post quinquennium saltem ab incorporatione temporanea transactum.

18. Admissionem postulare valet, habita quidem Directoris localis licentia, quilibet laicus catholicus qui, praeter aetatem et alias qualitates requisitas, de quibus in n. 20, recta intentione moveatur ex vocatione divina ad enixe prosequendam suam sanctificationem, mediante proprio labore vel professione, quin ideo mutet suum statum canonicum, velitque totis viribus incumbere apostolatui exercendo, iuxta fines ac media Operis Dei propria, et ad eiusdem onera ferenda eiusdemque peculiares labores exercendos sit idoneus.

19. Candidatus expostulare tenetur suam admissionem mediantibus litteris ad competentem Praelaturae Ordinarium inscribendis, in quibus manifestet suum desiderium ad Opus Dei pertinendi qua Numerarius, Aggregatus vel Supernumerarius.

20. § 1. Ut quis possit ad Praelaturam admitti requiritur:

1º ut aetatem saltem decem et septem annorum compleverit;

2º ut in sanctificationem personalem incumbat, enixe colendo virtutes christianas, iuxta spiritum et praxim asceticam quae Operis Dei sunt propria;

3º ut vitae spirituali prospiciat, per frequentem receptionem Sacramentorum SS. Eucharistiae et Paenitentiae et per exercitium orationis mentalis quotidianae aliarumque normarum pietatis Operis Dei;

4º ut antea in apostolatu peculiari Operis Dei, per dimidium saltem annum, sub ductu auctoritatis competentis sese exercuerit; nihil obstat quominus candidatus iam prius per aliquot tempus ut adspirans habeatur, quin tamen ad Praelaturam adhuc pertineat;

5º ut ceteris qualitatibus personalibus sit praeditus, quibus experimentum praebeat se recepisse vocationem ad Opus Dei.

§ 2. Ab Opere Dei arcentur qui alicuius Instituti religiosi vel Societatis vitae communis fuerit sodalis, novitius, postulans vel alumnus scholae apostolicae; et qui in aliquo Instituto saeculari qua probandus degerit vel admissionem expostulaverit.

§ 3. Praeterea, ne dioeceses priventur propriis vocationibus sacerdotalibus, ad Praelaturam non admittuntur alumni Seminariorum, sive laici sive clerici, neque sacerdotes alicui dioecesi incardinati.

21. Candidati, ex quo admissionem expostulent eisque significetur suam petitionem dignam, quae examinetur, habitam esse ad normam n. 14 § 1, ius habent recipiendi congrua formationis media necnon curam ministerialem sacerdotum Praelaturae.

22. Edocendus est candidatus, antequam admittatur, spiritum Operis Dei exigere ut unusquisque vitam agat impensi laboris, utque, mediante exercitio propriae professionis vel actuositatis, sibi procuret media oeconomica: ea nempe quae sunt necessaria non solum ad suipsius et, si res id ferat, suae familiae sustentationem, sed etiam ad contribuendum generose et iuxta propria personalia adiuncta operibus apostolicis sustinendis.

23. Incorporatio, tum temporanea tum definitiva, requirit praeter liberam et expressam candidati voluntatem, opportunam concessionem Vicarii Regionalis cum voto deliberativo sui Consilii; si vero de incorporatione definitiva agatur, necessaria est insuper Praelati confirmatio.

24. § 1. Cuncti Praelaturae fideles necessarias assumere debent assecurationes seu cautiones, quas civiles leges pro casibus defectus vel impossibilitatis laboris, infirmitatis, senectutis, etc., praevident.

§ 2. Quoties, attentis adiunctis, id requiratur, Praelaturae officium est subveniendi necessitatibus materialibus Numerariorum et Aggregatorum.

§ 3. Fidelium, de quibus in paragrapho praecedenti, parentibus forte indigentibus, Praelatura, qua par est caritate et generositate providet, quin ex hoc iuridica quaelibet obligatio umquam oriri possit.

25. Incorporatio temporanea singulis annis ab unoquoque fideli singillatim renovatur. Ad hanc renovationem requiritur et sufficit licentia Vicarii Regionalis, qui, in casu dubii, suam Commissionem et Directorem localem cum eius Consilio audire potest. Si nullum dubium subsit circa Vicarii renovationi contrariam voluntatem, et nihil ex parte Directoris obsit, licentia iure praesumitur et incorporatio temporanea renovari potest; iure item praesumitur renovationem tacite factam fuisse si fidelis prius non manifestaverit suam voluntatem renovationi contrariam; ipsa vero renovatio subiicitur condicioni resolutivae si Vicarius de ea certior factus, una cum Defensore et audita sua Commissione, contradicat.

26. Quando aliquis Supernumerarius devenerit Aggregatus aut Numerarius, potest totaliter vel partialiter dispensari circa tempus requisitum pro nova incorporatione temporanea vel definitiva, sed a speciali formatione nullatenus dispensatur.

27. § 1. Pro incorporatione temporanea vel definitiva alicuius christifidelis, fiat a Praelatura et ab eo cuius intersit formalis declaratio coram duobus testibus circa mutua officia et iura.

§ 2. Praelatura, quae in casu ab eo repraesentatur, quem Vicarius respectivae circumscriptionis designaverit, a momento incorporationis eiusdem christifidelis eaque perdurante, se obligabit:

1º ad praebendam eidem christifideli assiduam institutionem doctrinalem religiosam, spiritualem, asceticam et apostolicam, necnon peculiarem curam pastoralem ex parte sacerdotum Praelaturae;

2º ad adimplendas ceteras obligationes quae, erga eiusdem christifideles, in normis Praelaturam regentibus statuuntur.

§ 3. Christifidelis vero suum firmum propositum manifestabit se totis viribus dicandi ad sanctitatem prosequendam atque ad exercendum apostolatum iuxta spiritum et praxim Operis Dei, seque obligabit, a momento incorporationis eaque perdurante:

1º ad manendum sub iurisdictione Praelati aliarumque Praelaturae competentium auctoritatum, ut fideliter sese impendat in iis omnibus quae ad finem peculiarem Praelaturae attinent;

2º ad adimplenda omnia officia quae secum fert condicio Numerarii vel Aggregati vel Supernumerarii Operis Dei atque ad servandas normas Praelaturam regentes necnon legitimas praescriptiones Praelati aliarumque competentium auctoritatum Praelaturae quoad eius regimen, spiritum et apostolatum.

§ 4. Quod attinet ad Praelaturae fideles, potest Ordinarius Praelaturae, iusta de causa, vota privata itemque iusiurandum promissorium dispensare, dummodo dispensatio ne laedat ius aliis quaesitum. Potest quoque, quoad eosdem fideles, adscriptionem alicui tertio Ordini suspendere, ita tamen ut ipsa reviviscat si, qualibet de causa, vinculum cum Praelatura cesset.

CAPUT IV

DE FIDELIUM DISCESSU ET DIMISSIONE A PRAELATURA

28. § 1. Antequam aliquis temporaliter Praelaturae incorporetur, potest quovis momento libere ipsam deserere.

§ 2. Pariter auctoritas competens, ob iustas et rationabiles causas, valet eum non admittere, aut ei discedendi consilium dare. Hae causae praesertim sunt defectus spiritus proprii Operis Dei et aptitudinis ad apostolatum peculiarem fidelium Praelaturae.

29. Perdurante incorporatione temporanea vel iam facta definitiva, ut quis possit Praelaturam voluntarie relinquere, indiget dispensatione, quam unus Praelatus concedere potest, audito proprio Consilio et Commissione Regionali.

30. § 1. Fideles temporarie vel definitive Praelaturae incorporati nequeunt dimitti nisi ob graves causas, quae, si agatur de incorporatione definitiva, semper ex culpa eiusdem fidelis procedere debent.

§ 2. Infirma valetudo non est causa dimissionis, nisi certo constet eam, ante incorporationem temporaneam, fuisse dolose reticitam aut dissimulatam.

31. Dimissio, si opus sit, fiat maxima caritate: antea tamen suadendus est is cuius interest ut sponte discedat.

32. Dimissio a Praelato vel, in sua circumscriptione, a Vicario, semper cum voto deliberativo proprii Consilii, est decernenda, causis ei cuius interest manifestatis dataque eidem plena respondendi licentia, et post binas monitiones incassum factas, salvo semper iure fidelium ad Praelatum vel ad Sanctam Sedem recurrendi. Si recursus interpositus fuerit intra decem dies, effectus iuridicus dimissionis suspenditur donec responsio a Praelato vel, in casu, a Sancta Sede prodierit.

33. Exitus legitimus ab Opere Dei secum fert cessationem vinculi, de quo in n. 27, necnon officiorum atque iurium, quae ex ipso profluunt.

34. Qui qualibet ratione Praelaturae valedicat vel ab ea dimittatur, nihil ab ea exigere potest ob servitia eidem praestita, vel ob id quod, sive industria sive exercitio propriae professionis, sive quocumque alio titulo vel modo, eidem rependerit.

35. Clericus Praelaturae incardinatus, ad normam n. 36, nequit ipsam deserere donec Episcopum invenerit, qui eum in propria dioecesi recipiat. Quodsi non invento Episcopo exierit, nequit interim suos Ordines exercere, donec Sancta Sedes aliter providerit.

TITULUS II

DE PRAELATURAE PRESBYTERIO DEQUE

SOCIETATE SACERDOTALI SANCTAE CRUCIS

CAPUT I

DE COMPOSITIONE PRESBYTERII ET

SOCIETATIS SACERDOTALIS SANCTAE CRUCIS

36. § 1. Praelaturae presbyterium ab illis clericis constituitur, qui, ad sacros Ordines a Praelato promoti ad normam nn. 44-51, Praelaturae incardinantur eiusque servitio devoventur.

§ 2. Hi sacerdotes, ex ipso suae ordinationis facto, fiunt socii Numerarii vel, iuxta infra dicenda (n. 37 § 2), Coadiutores Societatis Sacerdotalis Sanctae Crucis, quae est Associatio clericalis Praelaturae propria ac intrinseca, unde cum ea aliquid unum constituit et ab ea seiungi non potest.

§ 3. Praelatus Operis Dei est Praeses Generalis Societatis Sacerdotalis Sanctae Crucis.

37. § 1. Ut quis sacros Ordines recipere valeat in servitium Praelaturae, requiritur ut sit eidem definitive incorporatus qua Numerarius vel Aggregatus, atque ut periodum formationis compleverit, quam omnes laici Numerarii, necnon Aggregati illi qui ad sacerdotium destinantur perficere tenentur, ita ut nemini immediate in Praelatura qua sacerdos Numerarius vel respective Aggregatus Operis Dei incardinari liceat.

§ 2. Quo aptius a sociis Aggregatis Societatis Sacerdotalis Sanctae Crucis, de quibus in nn. 58 et sequentibus, iure distinguantur, Aggregati laici Operis Dei, qui sacerdotium in servitium Praelaturae suscipiunt, in Societate ipsa Coadiutores seu simpliciter sacerdotes Aggregati Operis Dei vocantur.

38. Hi sacerdotes operam suam prae primis navabunt formationi spirituali et ecclesiasticae atque peculiari curae animarum ceterorum fidelium utriusque Sectionis Operis Dei.

39. Sacerdotes Operis Dei cum aliis quoque fidelibus ministeria Ordinis sacerdotalis propria exercebunt, semper quidem habitis licentiis ministerialibus ad normam iuris.

40. Si, ratione officii ecclesiastici vel personalis competentiae, hi sacerdotes ad Consilium presbyterale aliaque organa dioecesana invitantur, pro posse participare debent, praehabita tamen licentia Praelati Operis Dei vel eius Vicarii.

41. In cunctis dioecesibus in quibus suum ministerium exercent, hi sacerdotes apostolicae caritatis nexibus coniunguntur cum ceteris sacerdotibus presbyterii uniuscuiusque dioecesis.

42. Praeter clericos de quibus in nn. 36 et 37, ipsi Societati Sacerdotali Sanctae Crucis adscribi etiam valent, ad normam n. 58, tam socii Aggregati quam socii Supernumerarii, quin tamen inter Praelaturae clericos adnumerentur, nam unusquisque pertinere perget ad suum presbyterium dioecesanum, sub iurisdictione unius respectivi Episcopi.

43. Societati Sacerdotali Sanctae Crucis adnumerari etiam possunt, ut associati Cooperatores, alii clerici alicui dioecesi incardinati, qui Societati adiumentum praestant oratione, eleemosynis et, si fieri possit, etiam proprio cuiusque ministerio sacerdotali.

CAPUT II

DE PROMOTIONE AD SACROS ORDINES ET

DE PRESBYTERORUM MISSIONE CANONICA

44. Illi tantum Numerarii et Aggregati Operis Dei ad sacros Ordines promoveantur, quos Praelatus vocatione ad sacerdotium ministeriale praeditos noverit et Operi Dei eiusque ministeriis necessarios vel congruentes iudicaverit. Qui autem Ordines appetere exoptant, desiderium suum Praelato exponere possunt, sed eius decisioni acquiescere debent.

45. Ut quis Numerarius vel Aggregatus ad Ordines promoveri valeat, praeter carentiam irregularitatum aliorumque impedimentorum, de quibus in iure universali, requiritur —servato quoque praescripto n. 37— ut sit speciali aptitudine ornatus ad munera sacerdotalia prout in Praelatura exercenda sunt, et sit saltem viginti quinque annos natus antequam presbyteratum recipiat.

46. Ad formationem quod attinet candidatorum ad sacerdotium, accurate serventur normae iuris universalis et proprii Praelaturae.

47. Adscriptio inter candidatos per liturgicum admissionis ritum, ministeriorum collatio necnon promotio ad sacros Ordines Praelato reservantur, post praeviam uniuscuiusque candidati declarationem propria manu exaratam et subscriptam, qua testificetur se sponte ac libere sacros Ordines suscepturum atque se ministerio ecclesiastico perpetuo mancipaturum esse, insimul petens ut ad Ordinem recipiendum admittatur.

48. Litteras dimissorias pro ordinatione dat Praelatus Operis Dei, qui potest promovendos ab interstitiis necnon a defectu aetatis his in Statutis requisitae dispensare, non tamen ultra annum.

49. Qui ad sacros Ordines vocantur, non modo requisita a canonibus praescripta habere debent, praesertim specialem in disciplinis ecclesiasticis cognitionem, verum etiam emineant pietate, vitae integritate, animarum zelo, erga SS. Eucharistiam fervido amore, ac desiderio imitandi quod quotidie tractare debent.

50. § 1. Cum sacros Ordines recipiunt, clerici ad nutum Praelati manent quoad primam et ulteriores destinationes ad unam vel aliam Operis Dei circumscriptionem.

§ 2. Missio canonica sacerdotibus confertur a Praelato, per se vel per respectivos Vicarios circumscriptionum, semper quidem iuxta normas a Praelato statutas, ipsis concedendo opportunas licentias ministeriales, Sacrum nempe litandi, Verbum Dei praedicandi atque confessiones excipiendi.

§ 3. Haec facultas audiendi confessiones, quae ab Ordinario Praelaturae presbyteris quibuslibet conferri potest, extenditur ad omnes fideles Praelaturae atque Societatis Sacerdotalis Sanctae Crucis socios secundum tenorem ipsius concessionis, necnon ad illos omnes qui in Centris Operis Dei diu noctuque degunt.

51. § 1. Sacerdotes presbyterii Praelaturae munia et officia ecclesiastica quaelibet, etsi cum propria condicione et munere pastorali in Praelatura compatibilia, absque Praelati Operis Dei expressa venia admittere non valent.

§ 2. Non tamen ipsis prohibetur exercere actuositatem professionalem sacerdotali characteri, ad normam iuris Sanctaeque Sedis praescriptorum atque instructionum, non oppositam.

52. Sacerdotum Praelaturae ius est et officium, cum periculum mortis immineat, infirmis Numerariis Sacramenta ministrare, quod etiam facere possunt Aggregatis necnon omnibus in Centris Operis Dei versantibus. Agonia autem superveniente, commendatio animae fiat, adstantibus, quoad fieri possit, omnibus fidelibus Centro adscriptis, et orantibus ut Deus infirmum soletur, ei festivus occurrat eumque in Paradisum perducat.

53. Iusta funebria tam pro Numerariis quam pro Aggregatis et Supernumerariis ex regula in paroecia, ad normam iuris, persolvantur. Celebrari autem possunt per exceptionem in sede alicuius Centri, saltem quando ipsum habeat ecclesiam adnexam, vel agatur de Centro maiore.

54. Post receptam sacram Ordinationem, sacerdotes periodice frequentabunt cursus theoreticos et practicos de re pastorali, collationes, conferentias aliaque id genus, atque statuta examina post presbyteratum et pro licentiarum ministerialium prorogatione subibunt, iuxta normas a Praelato determinatas.

55. Praelato officium est providendi, mediantibus opportunis normis, honestae sustentationi clericorum qui sacros Ordines receperint in servitium Praelaturae, necnon congruae eorum assistentiae in casibus infirmae valetudinis, invaliditatis et senectutis.

56. Praelatus eiusque Vicarii fovere enitantur in omnibus Praelaturae sacerdotibus fervidum spiritum communionis cum ceteris sacerdotibus Ecclesiarum localium, in quibus ipsi suum exercent ministerium.

CAPUT III

DE SOCIIS AGGREGATIS ET SUPERNUMERARIIS

SOCIETATIS SACERDOTALIS SANCTAE CRUCIS

57. Societas Sacerdotalis Sanctae Crucis, de qua in n. 36, constituitur in Associationem, quo melius suum sanctificationis sacerdotalis finem etiam inter clericos ad Praelaturam non pertinentes prosequatur iuxta spiritum et praxim asceticam Operis Dei.

58. § 1. Socii Aggregati ac Supernumerarii Societatis Sacerdotalis Sanctae Crucis, qui quidem membra non efficiuntur cleri Praelaturae, sed ad suum cuiusque presbyterium pertinent, sunt sacerdotes vel saltem diaconi alicui dioecesi incardinati, qui Domino in Societate Sacerdotali Sanctae Crucis iuxta spiritum Operis Dei, peculiari superaddita vocatione, sese dicare volunt, ad sanctitatem nempe in exercitio sui ministerii pro viribus prosequendam, quin tamen eorum dioecesana condicio plenaque proprio uniuscuiusque Ordinario subiectio quoquo modo ex hac dedicatione afficiantur, sed contra, iuxta infra dicenda, diversis respectibus confirmentur.

§ 2. In Societate Sacerdotali Sanctae Crucis non sunt Superiores interni pro Aggregatis et Supernumerariis, quapropter, cum ipsi oboedire tantum debeant proprio loci Ordinario, ad normam iuris, nulla omnino exsurgit quaestio de duplici oboedientia: nulla enim viget oboedientia interna, sed solummodo normalis illa disciplina in qualibet Societate exsistens, quae provenit ex obligatione colendi ac servandi proprias ordinationes; quae ordinationes, hoc in casu, ad vitam spiritualem exclusive referuntur.

59. § 1. Qui admitti volunt, eminere debent in amore dioeceseos, oboedientia ac veneratione erga Episcopum, pietate, recta in scientiis sacris institutione, zelo animarum, spiritu sacrificii, studio vocationes promovendi, et desiderio adimplendi cum maxima perfectione officia ministerialia.

§ 2. Pro incorporatione in Societatem Sacerdotalem Sanctae Crucis nullus viget limes maximus aetatis, et admitti quoque possunt clerici chronica aliqua infirmitate laborantes.

60. § 1. Alumni Seminariorum nondum diaconi non possunt in Societatem recipi. Si vocationem persentiunt antequam ordinentur, ut Adspirantes haberi et admitti valent.

§ 2. Iure etiam a Societate arcentur qui alicuius Instituti religiosi vel Societatis vitae communis fuerit sodalis, novitius, postulans vel alumnus scholae apostolicae; et qui in aliquo Instituto saeculari qua probandus degerit vel admissionem expostulaverit.

61. Ut quis qua Aggregatus admittatur, divina vocatio requiritur secum ferens totalem et habitualem disponibilitatem ad sanctitatem quaerendam iuxta spiritum Operis Dei, qui exigit:

1º imprimis studium perfecte adimplendi munus pastorale a proprio Episcopo concreditum, sciente unoquoque se soli Ordinario loci rationem reddere debere de huiusmodi muneris adimpletione;

2º propositum dedicandi totum tempus totumque laborem ad apostolatum, spiritualiter praesertim adiuvando confratres sacerdotes dioecesanos.

62. Ut quis recipi possit qua Supernumerarius, eadem vocatio divina requiritur ac pro Aggregatis, necnon plena disponibilitas ad sanctitatem quaerendam iuxta spiritum Operis Dei, licet Supernumerarii, propter suas condiciones personales, familiares aliasque id genus, habitualiter in activitatem apostolicam incumbere non valent totaliter et immediate.

63. Admissio petitur litteris ad Praesidem Generalem inscriptis, in quibus candidatus manifestet suum desiderium sese incorporandi Societati Sacerdotali Sanctae Crucis qua socius Aggregatus vel Supernumerarius.

64. Pro admissione ac incorporatione clericorum inter Aggregatos vel Supernumerarios Societatis Sacerdotalis Sanctae Crucis, eaedem normae et agendi ratio servari debent, quae pro admissione et incorporatione Aggregatorum et Supernumerariorum Operis Dei praescribuntur, etiam relate ad tempus peculiaris formationis spiritualis et ad media quae candidatis praebentur, ut eorum spiritualis vita alatur.

65. Qui admissionem qua Supernumerarii expostulaverint, possunt postea inter Aggregatos recipi, modo tamen requisitis polleant qualitatibus.

66. Si quis ante incorporationem ut Aggregatus videtur necessaria disponibilitate carere, potest retineri qua Supernumerarius, modo requisitas condiciones habeat.

67. Quoad egressum et dimissionem, eadem vigent ac tenenda sunt, congrua congruis referendo, quae pro egressu et dimissione Aggregatorum ac Supernumerariorum Operis Dei statuuntur.

68. Praeter finem Operis Dei, quem hi socii in propria condicione suum faciunt, hunc ut peculiarem propriumque vindicant, scilicet: sanctitatem sacerdotalem atque sensum plenae deditionis ac subiectionis Hierarchiae ecclesiasticae in clero dioecesano impense promovere; et inter sacerdotes cleri dioecesani vitam communem fovere, prout Ordinario loci expedire videatur.

69. Spiritus quo Aggregati et Supernumerarii Societatis Sacerdotalis Sanctae Crucis informari in omnibus debent, his praeprimis continetur:

1º nihil sine Episcopo agere, quod quidem complecti debet omnem ipsorum vitam sacerdotalem atque animarum ministeria;

2º propriam condicionem dioecesanam non derelinquere, sed contra, ipsam maiore semper Dei amore exercere;

3º maxima quidem semper et ubique naturalitate inter confratres sacerdotes se gerant, et nullo modo secretos sese exhibeant, cum nihil in ipsis inveniri debeat quod ita celari oporteat;

4º a confratribus sacerdotibus nullo modo distingui velint, sed totis viribus uniri cum ipsis nitantur;

5º cum ceteris membris presbyterii cuiusque proprii ita fraterna caritate pleni sint, ut quamlibet prorsus divisionum umbram vitent, specialibus apostolicae caritatis et fraternitatis nexibus coniungantur, et inter omnes omnino sacerdotes maximam unionem studeant.

70. Aggregati et Supernumerarii Societatis Sacerdotalis Sanctae Crucis, praeter clericorum obligationes in iure universali statutas aliasque quas pro omnibus suis sacerdotibus singuli Episcopi praescribere possint, pietatis officia colunt praxis asceticae Operis Dei propria; cursus vero recessus spiritualis ipsi peragere debent cum ceteris suae dioecesis sacerdotibus, loco et modo ab Ordinario proprio determinatis.

71. Sacerdotes Aggregati et Supernumerarii ad christianas virtutes tam theologales quam cardinales specialiter colendas dicantur, unusquisque in proprio labore et munere pastorali, a suo cuiusque Episcopo sibi concredito.

72. Spiritus Operis Dei fovet, in Aggregatis et Supernumerariis Societatis Sacerdotalis Sanctae Crucis, necessitatem ardenter obsecundandi atque ad effectum deducendi directionem spiritualem collectivam, quam Episcopus dioecesanus suis sacerdotibus impertit litteris pastoralibus, allocutionibus, provisionibus disciplinaribus aliisque mediis. Hunc sane in finem, et sine ulla umquam interferentia cum indicationibus dioecesanis vel cum temporibus ad eas adimplendas praescriptis, Societas Sacerdotalis Sanctae Crucis Aggregatis et Supernumerariis praebet peculiaria media formationis, quorum praecipua sunt sequentia:

1º periodicae collationes, in quibus directio spiritualis personalis recipitur, et studiorum Circuli, quibus praesunt Zelatores ad spiritum sociorum fovendum: quae quidem omnia ita ordinari debent, quoad durationis tempus, absentiam e propria dioecesi diebus festis, aliaque similia, ut sacerdotes omnes eisdem assistentes praeprimis muneribus in dioecesi sibi commissis commode satisfacere valeant;

2º alia omnia media, industriae, instrumenta ascetica piaeque praxes Operis Dei;

3º expolitio atque opportuna, prout in Domino videatur, intensio et ampliatio culturae et formationis scientificae, quatenus ipsae sunt medium ad ministerium exercendum.

73. § 1. Absolute accurateque vitanda est in dioecesi, quoad Aggregatos et Supernumerarios, vel umbra specialis hierarchiae Societatis propriae; quod enim unice quaeritur, hoc esse debet: perfectio vitae sacerdotalis ex diligenti fidelitate vitae interiori, ex tenaci constantique studio formationis, atque ex mente, criterio et ardore apostolicis, quin hi clerici ullo modo subsint potestati regiminis Praelati Operis Dei eiusque Vicariorum.

§ 2. Ad Aggregatos et Supernumerarios Regionis adiuvandos, Vicarius Regionalis utitur ministerio Sacerdotis Rerum Spiritualium Praefecti, quocum collaborant in unaquaque dioecesi Admonitor et Director spiritualis cum propriis ipsorum substitutis.

74. Pro illis omnibus cum Episcopo locive Ordinario tractandis vel expediendis, quae ad Aggregatos et Supernumerarios in propria uniuscuiusque dioecesi spectant, Societas ex regula Admonitore eiusve substituto utitur, nisi Vicarius Regionalis, vel ipse directo, vel per specialem suum delegatum aliqua negotia agere seu expedire maluerit.

75. § 1. Vicarius Regionalis sacerdotes Admonitores, Directores spirituales eorumque substitutos ad quinquennium designat.

§ 2. Haec munera quamlibet potestatis regiminis formam seu speciem vitare prorsus debent.

§ 3. Designationes factas quantocius opportune Episcopo dioecesano locive Ordinario communicare Vicarius Regionalis satagat.

76. Sacerdotes Aggregati et Supernumerarii Societatis Sacerdotalis Sanctae Crucis in Coetibus componuntur ac ordinantur, qui specialibus Centris personalibus adscribuntur. Unum idemque Centrum diversos huiusmodi Coetus adscriptos, etiam per varias dioeceses, prout magis expedire videatur, distributos, habere valet.

77. Societas nullam peculiarem oeconomicam administrationem habere debet. Ipsa ordinaria fidelium Operis Dei administratione, si qua egeat, utitur.

78. In illis quae hic expresse praescripta non sunt, congrua congruis referendo et dummodo condicioni sacerdotali conveniant, ea omnia sacerdotibus Aggregatis ac Supernumerariis applicantur, quae pro Aggregatis et Supernumerariis Operis Dei ordinata sunt, eorumque bona spiritualia et facultates ipsi participant.

TITULUS III

DE VITA, INSTITUTIONE ET

APOSTOLATU FIDELIUM PRAELATURAE

CAPUT I

DE VITA SPIRITUALI

79. § 1. Spiritus et praxis ascetica propria Praelaturae specificos characteres habent, plene determinatos, ad finem proprium prosequendum. Unde spiritus Operis Dei aspectus duplex, asceticus et apostolicus, ita sibi adaequate respondet, ac cum charactere saeculari Operis Dei intrinsece et harmonice fusus ac compenetratus est, ut solidam ac simplicem vitae —asceticae, apostolicae, socialis et professionalis— unitatem necessario secum ferre ac inducere semper debeat.

§ 2. Ut exigentiae asceticae et apostolicae sacerdotii communis et, pro clericis, sacerdotii ministerialis iuxta spiritum Operis Dei in praxim serio et continuo deducantur, utque ita Praelaturae fideles efficax fermentum sanctitatis et apostolatus inter ceteros clericos et laicos saeculares esse possint, intensa vita orationis et sacrificii praeprimis ab omnibus requiritur, iuxta pietatis officia hoc in Codice statuta ceteraque ad traditionem Operis Dei pertinentia.

80. § 1. Fundamentum solidum, quo omnia in Opere Dei constant, radixque fecunda singula vivificans, est sensus humilis ac sincerus filiationis divinae in Christo Iesu, ex quo dulciter creditur caritati paternae quam habet Deus in nobis; et Christus Dominus, Deus homo, ut frater primogenitus ineffabili sua bonitate sentitur a Praelaturae fidelibus, qui Spiritus Sancti gratia Iesum imitari conantur, in memoriam praesertim revocantes mirum exemplum et fecunditatem operosae eius vitae in Nazareth.

§ 2. Hac ratione, in vita fidelium Praelaturae, qui sicut ceteri clerici saeculares et laici, sibi aequales, in omnibus se gerunt, nascitur necessitas et veluti instinctus supernaturalis omnia purificandi, elevandi ad ordinem gratiae, sanctificandi et convertendi in occasionem personalis unionis cum Deo, cuius Voluntas adimpletur, et in instrumentum apostolatus.

81. § 1. Vitae spiritualis fidelium Praelaturae radix ac centrum Sacrosanctum Missae est Sacrificium, quo Passio et Mors Christi Iesu incruente renovatur et memoria recolitur infiniti eius amoris salvifici erga universos homines.

§ 2. Omnes proinde sacerdotes Sacrosanctum Missae Sacrificium quotidie celebrent eique cuncti laici devotissime assistant, Corporis Christi Dapem sacramentaliter vel spiritualiter saltem participantes. Praeterea Christum in SS. Sacramento alio diei tempore visitent.

82. Exemplum imitantes Apostolorum, qui erant perseverantes unanimiter in oratione, atque communitatum primaevorum christianorum, Praelaturae fideles, dum ordinariis vitae ac laboris quotidiani vicissitudinibus se dedicant, continuam suae animae contemplativae unionem et conversationem cum Deo curare debent. Ad hunc finem necessario custodiendum ac fovendum:

1º singulis diebus, mane, post oblationem suorum operum Deo factam, orationi mentali spatio semihorae vacabunt; vespere autem aliam semihoram orationi dedicabunt. Praeterea lectioni Novi Testamenti et alterius libri spiritualis per aliquot temporis spatium vacent, et Preces communes Operis Dei recitent;

2º singulis mensibus spirituali recessui unam dedicent diem;

3º singulis annis longiori per aliquot dies recessui spirituali vacent;

4º semper et ubique recolant Dei praesentiam; meminerint filiationis divinae; communiones spirituales iterent; item gratiarum actiones, actus expiationis, orationes iaculatorias; foveant impensius mortificationem, studium, laborem, ordinem, gaudium.

83. § 1. Ut insidiae vincantur triplicis concupiscentiae, superbiae vitae speciatim, quae ex doctrina, ex condicione sociali et ex professionalibus laboribus ali posset, ascetismi christiani exigentiae a Praelaturae fidelibus firmiter et impense colendae sunt. Hic ascetismus nititur fideli ac perpetuo sensu humilitatis externae et intrinsecae, non tantum individualis sed etiam collectivae; candore connaturalis simplicitatis; familiari et nobili agendi ratione; expressione iugis serenae laetitiae, labore, sui abnegatione, sobrietate, actibus sacrificii atque statutis exercitiis mortificationis etiam corporalis singulis diebus et hebdomadis peragendis, iuxta uniuscuiusque aetatem et condicionem. Haec omnia curantur ut media non solum purificationis personalis, sed praeterea veri ac solidi progressus spiritualis, iuxta illud bene probatum et comprobatum verbum: «tantum proficies quantum tibi ipsi vim intuleris». Curantur etiam ut necessaria praeparatio ad omnem apostolatum in societate peragendum eiusque perfectum exercitium: «adimpleo ea quae desunt passionum Christi in carne mea pro corpore eius. quod est Ecclesia» (Col. I, 24).

§ 2. Hic ascetismus et spiritus paenitentiae alias quoque exigentias in vita fidelium Praelaturae secum fert, praesertim quotidianam conscientiae discussionem, directionem spiritualem et praxim hebdomadariam confessionis sacramentalis.

84. § 1. Ament Praelaturae fideles et diligentissime custodiant castitatem, quae homines Christo eiusque castissimae Matri reddit gratissimos, pro certo habentes operam apostolatus castitate suffultam esse debere.

§ 2. Ad praesidium huius thesauri, qui vasis fertur fictilibus, summopere conferunt fuga occasionum, modestia, temperantia, corporis castigatio, SS. Eucharistiae frequens receptio, ad Virginem Matrem adsiduus ac filialis recursus.

85. Tenero amore et devotione Beatissimam Virginem Mariam, Domini Iesu Christi Matrem et nostram, Praelaturae fideles colant. Quotidie quindecim mysteria marialis Rosarii contemplentur, quinque saltem mysteria vocaliter recitantes, vel, iis in locis in quibus pia haec praxis usualis non sit, aliam aequipollentem marialem precationem pro hac recitatione substituentes. Ipsam Deiparam, uti mos est, salutatione Angelus Domini vel antiphona Regina coeli filiali devotione honorare ne omittant; et die sabbato mortificationem aliquam faciant, recitentque antiphonam Salve Regina vel Regina coeli.

86. § 1 . Dominus hominem creavit «ut operaretur» (Genes. II, 15), ideoque haec laborandi lex pertinet ad generalem humanam condicionem. Attamen peculiaris character ac finis Praelaturae eius fideles ducit non solum ad colendum, verum etiam ad profunde amandum ordinarium laborem: in ipso enim vident tum insignissimum valorem humanum, necessarium quidem ad tuendam humanae personae dignitatem et societatis progressionem, tum praecipue miram occasionem atque medium unionis personalis cum Christo, imitantes eius operosam vitam absconditam generosi servitii aliorum hominum et ita cooperantes operi amore pleno Creationis et Redemptionis mundi.

§ 2. Peculiaris proinde character spiritus Operis Dei in eo consistit, quod unusquisque suum laborem professionalem sanctificare debet; in sui laboris professionalis perfecta adimpletione, sanctificari; et per suum laborem professionalem, alios sanctificare. Unde multae oriuntur concretae exigentiae in vita ascetica et apostolica eorum qui ad opera peculiaria Praelaturae dicantur.

87. § 1. Praelatura Operis Dei tota devota est servitio Ecclesiae, pro qua fideles Praelaturae —plena, perpetua ac definitiva Christi Domini servitio deditione sese mancipando— relinquere parati semper erunt honorem, bona, adhuc autem et animam suam; numquam Ecclesiam sibi inservire praesumant. Sit ergo firmus ac exemplaris pius amor erga Sanctam Matrem Ecclesiam omniaque ad illam quoquo modo pertinentia; sint sincerae dilectio, veneratio, docilitas et adhaesio Romano Pontifici omnibusque Episcopis communionem cum Apostolica Sede habentibus, quos Spiritus Sanctus posuit Ecclesiam Dei regere.

§ 2. Praeter orationes quae in Sacrosancto Eucharistico Sacrificio et in Operis Dei Precibus quotidianis pro Summo Pontifice et pro Ordinario uniuscuiusque Ecclesiae localis effunduntur, omnes fideles quotidie intentiones eorundem Domino specialiter commendare ne omittant.

88. § 1. Praelatura fovet in suis fidelibus necessitatem speciali sollertia colendi oboedientiam illam illudque religiosum obsequium, quae christiani universi exhibere debent erga Romanum Pontificem et Episcopos communionem cum Sancta Sede habentes.

§ 2. Omnes fideles tenentur praeterea humiliter Praelato ceterisque Praelaturae auctoritatibus in omnibus oboedire, quae ad finem peculiarem Operis Dei pertinent. Haec oboedientia sit penitus voluntaria, ob motivum divini amoris et ut imitentur Christum Dominum, qui cum esset omnium Dominus, semetipsum exinanivit formam servi accipiens, quique factus est «oboediens usque ad mortem, mortem autem crucis» (Philip. II, 8).

§ 3. Ad professionalem autem actionem quod attinet, itemque ad doctrinas sociales, politicas, etc., unusquisque Praelaturae fidelis, intra limites utique catholicae doctrinae fidei et morum, eadem plena gaudet libertate qua ceteri gaudent cives catholici. Auctoritates vero Praelaturae a quibuslibet vel consiliis dandis his in materiis omnino abstinere debent. Proinde illa plena libertas tantum minui poterit a normis quas forsan dederint pro omnibus catholicis, in aliqua dioecesi aut ditione, Episcopus vel Episcoporum Conferentia; quapropter Praelatura labores professionales, sociales, politicos, oeconomicos, etc., nullius omnino sui fidelis suos facit.

89. § 1. Omnes Praelaturae fideles diligant atque foveant humilitatem non modo privatam, sed etiam collectivam; ideo numquam Operi Dei gloriam quaerant, quinimmo hoc unum animo alte defixum habeant: gloriam Operis Dei summam esse sine humana gloria vivere.

§ 2. Quo efficacius suum finem assequatur Opus Dei, uti tale, humiliter vivere vult: quare sese abstinet ab actibus collectivis, neque habet nomen vel denominationem communem quibus Praelaturae fideles appellentur; nec ipsi aliquibus publicis manifestationibus cultus, uti processionibus, intererunt collective, quin ex hoc occultent se ad Praelaturam pertinere, quia spiritus Operis Dei, dum fideles ducit ad humilitatem collectivam enixe quaerendam, quo impensiorem atque uberiorem efficaciam apostolicam attingant, omnino simul vitat secretum vel clandestinitatem. Quapropter universis in circumscriptionibus omnibus nota sunt nomina Vicariorum Praelati necnon eorum qui Consilia ipsorum efformant; et Episcopis petentibus nomina communicantur non solum sacerdotum Praelaturae, qui in respectivis dioecesibus suum ministerium exercent, sed Directorum etiam Centrorum quae in dioecesi erecta habentur.

§ 3. Huius humilitatis collectivae causa, Opus Dei nequit edere folia et cuiusque generis publicationes nomine Operis.

90. In sua vita professionali, familiari et sociali, fideles Praelaturae virtutes naturales, quae in humano consortio magni aestimantur et ad apostolatum peragendum iuvant, diligenter et fortiter colant: fraternitatem, optimismum, audaciam, in rebus bonis ac rectis sanctam intransigentiam, laetitiam, simplicitatem, nobilitatem ac sinceritatem, fidelitatem; sed eas semper et in omnibus supernaturales fideliter reddere curent.

91. Praelaturae fideles, memores normarum caritatis et prudentiae, exercere tenentur correctionem fraternam, ut, in casu, sese mutuo amoveant a moribus, qui spiritui Operis Dei repugnent.

92. Omnes maxima cura res etiam parvas cum spiritu supernaturali perficiant, eo quod vocationis ratio in diurno labore sanctificando consistit. Non semper res magnae occurrunt; parvae utique, in quibus Iesu Christi amor saepius demonstrari potest. Haec est una ex manifestationibus spiritus paenitentiae Operis Dei proprii, quae potius in parvis et ordinariis rebus est quaerenda et in labore quotidiano, constanti, ordinato.

93. In hoc suo ordinario labore adimplendo, maximo cum amore Dei et proximi, fidem vivam et operantem necnon filialem spem omnibus in adiunctis Praelaturae fideles colant; quae virtutes omnia superare faciunt obstacula in Ecclesiae animarumque servitio forte obvenientia: «omnia possum in eo qui me confortat» (Philip. IV, 13). Nihil ergo aut neminem formident: «Dominus illuminatio mea et salus mea, quem timebo?» (Ps. XXVI, 1).

94. § 1. Praelaturae fideles plena vivant personali cordis a bonis temporalibus libertate, unusquisque iuxta suum statum et condicionem, animis ab omnibus, quibus utuntur, alienatis; sobrie semper in vita sua personali et sociali iuxta spiritum et praxim Operis Dei se gerentes; omnem sollicitudinem de rebus huius saeculi in Deum proiicientes; atque in hoc mundo tamquam peregrini, qui civitatem futuram inquirunt, commorantes.

§ 2. Suo ordinario labore professionali, peracto cum mente et animo patris familiae numerosae ac pauperis, omnibus Praelaturae fidelibus officium est providendi propriis necessitatibus oeconomicis personalibus et familiaribus atque, in quantum ab ipsis fieri possit, iuvandi sustentationem apostolatus Praelaturae, remedium afferentes indigentiae spirituali ac materiali plurimorum hominum. Gaudeant simul quando effectus experiantur carentiae mediorum, scientes numquam in necessariis providentiam Domini defecturam, qui nos monuit ut primum Regnum Dei et iustitiam eius quaeramus, si volumus ut cetera omnia nobis adiiciantur.

§ 3. Praelatura tamen curat ne suis fidelibus necessarium adiutorium spirituale desit, atque Praelatus, per se vel per suos Vicarios, paterno affectu eos fovet, ab unoquoque ea ratione exigendo, prout varia cuiusque adiuncta suadeant. Propterea, quod attinet ad Praelaturae fideles atque personas, quae diu noctuque in Centris Operis Dei degunt, potest Praelaturae Ordinarius, iusta de causa, dispensationem concedere ab obligatione servandi diem festum vel diem paenitentiae, aut commutationem eiusdem in alia pia opera.

95. Praeter festa Domini, Beatae Mariae Virginis et Sancti Ioseph, a Praelaturae fidelibus speciali devotione celebrantur festa Exaltationis Sanctae Crucis; SS. Archangelorum Michaëlis, Gabrielis et Raphaëlis atque Apostolorum Petri, Pauli et Ioannis; aliorum Apostolorum et Evangelistarum; dies secunda octobris seu Angelorum Custodum festivitas, et decima quarta februarii. Hae postremae dies, pro Opere Dei, dies actionis gratiarum sunto.

CAPUT II

DE INSTITUTIONE DOCTRINALI RELIGIOSA

96. Sub aspectu doctrinali religioso, institutio quae fidelibus Praelaturae impertitur ipsis profundam cognitionem Fidei catholicae et Magisterii ecclesiastici, alimentum quidem necessarium suae vitae spiritualis et apostolicae, praestare contendit, ut in quocumque societatis ambitu personae adsint intellectualiter praeparatae, quae, cum simplicitate, in ordinariis adiunctis quotidianae vitae atque laboris, exemplo ac verbis efficacem apostolatum evangelizationis et catecheseos exerceant.

97. In qualibet regionali circumscriptione a Vicario Regionali, de consensu sui Consilii et Praelato confirmante, erigantur, prout opus fuerit, Studiorum Centra pro omnibus cuiusque Regionis fidelibus, ut institutio doctrinalis religiosa impensa et assidua ad vitam spiritualem sustinendam et ad finem apostolicum Praelaturae proprium prosequendum cunctis congrue praebeatur.

98. Potest etiam Praelatus, audito suo Consilio, Interregionalia Centra Studiorum erigere, a seipso dependentia, ut in his instituantur Praelaturae fideles ab ipso Praelato selecti sive directe, sive respectivis circumscriptionum Vicariis id proponentibus. Haec Centra specialiter destinari possunt ad fideles, sacerdotes vel laicos, praeparandos, qui formationis officiis in diversis Regionibus incumbant.

99. § 1. Institutio doctrinalis religiosa, praesertim quod attinet ad disciplinas philosophicas ac theologicas, impertietur a professoribus Centrorum Studiorum Regionalium vel Interregionalium quae hunc in finem eriguntur, quaeque diversa habentur pro viris et pro mulieribus.

§ 2. Programmata cyclica ita componentur, ut institutio continue impertiri ac perfici valeat, quin unusquisque fidelis, in adimpletione officiorum professionalium et familiarium, detrimentum patiatur.

100. § 1. Praelaturae fideles tempus institutionis perficere possunt extra Centra Studiorum iuridice erecta, si, attentis circumstantiis, audito proprio Consilio, Vicarius Regionalis hoc disposuerit.

§ 2. Tempore hoc perdurante, formationem accipiunt a professore vel professoribus a Vicario Regionali delectis.

§ 3. Iidem autem periculum debent postea subire in aliquo Centro iuridice erecto.

101. § 1. Omnes Numerarii, necnon illi Aggregati quorum personalia adiuncta id suadeant, integra studia biennii philosophici et quadriennii theologici peragant.

§ 2. Singuli anni biennii atque quadriennii dividuntur in duos cursus semestrales, quorum duratio, numerus nempe horarum quae lectionibus dedicantur, aequivalere debet illi cursuum semestralium apud Pontificias Romanas studiorum Universitates, quorumque programmata eadem amplitudine qua in iisdem studiorum Universitatibus explicentur.

§ 3. Duodecim curriculis semestralibus persolvendis, de quibus in §§ praecedentibus, unusquisque alumnus tot annis incumbat, quot necessarii sint, iuxta adiuncta sua personalia atque sui laboris professionalis.

§ 4. Pro mulieribus Numerariis Auxiliaribus, Centra Studiorum cursus disponunt institutionis philosophicae ac theologicae ad earum personalia adiuncta accommodatos. Huiusmodi cursus non necessario amplecti debent integrum curriculum philosophicum-theologicum.

§ 5. Pro ceteris vero Praelaturae fidelibus institutio doctrinalis complectitur etiam congruam formationem doctrinalem religiosam, quae eos idoneos reddat ad suum apostolatum exercendum.

102. § 1. Pro Numerariis qui ad sacerdotium destinantur sunt specialia Centra Studiorum a Praelato erecta, ubi tamen semper alii Numerarii qui sacerdotes non erunt commorari debent, propriam ipsorum institutionem accipientes et vitam cum primis ducentes, quia una eademque pro omnibus spiritualis formatio requiritur.

§ 2. Attamen, post hoc satis longum tirocinium in Centris Studiorum peractum, durante uno tantum sacrae theologiae studiorum anno, candidati ad sacerdotium commorantur in Centro speciali ad ipsos solummodo destinato.

§ 3. Quoad Aggregatos qui pro sacerdotio recipiendo instituuntur, eaedem normae applicari possunt, congrua tamen congruis referendo.

103. Philosophiae rationalis ac theologiae studia, et alumnorum in his disciplinis institutionem, professores omnino pertractent ad Angelici Doctoris rationem, doctrinam et principia, eaque sancte teneant, iuxta normas a Magisterio Conciliorum et Sanctae Sedis traditas vel tradendas.

104. Quoad illos omnes, qui in posterum ad sacerdotium destinentur, studia de quibus in n. 101, ad normam iuris et Sanctae Sedis instructionum peracta, publica habenda sunt.

105. Omnes sacerdotes Praelaturae praediti sint oportet laurea doctorali in aliqua disciplina ecclesiastica.

106. § 1. Cuncti qui Praelaturae incorporari desiderant, ex quo admissionem expostulant, formationem doctrinalem religiosam, quae praevia vocatur, recipiant necesse est antequam eisdem incorporatio concedatur.

§ 2. Post incorporationem vero, perficere tenentur studia de quibus in n. 97. Hunc in finem frequentabunt cursus pro coetibus homogeneis dispositos, et assistent coadunationibus, conferentiis aliisque id genus.

107. Expletis respectivis studiis institutionis doctrinalis religiosae, quam recipiunt post incorporationem in Praelaturam, omnes suam institutionem modo permanenti et per totam vitam continuabunt iuxta rationem cyclicam repetitionis et adaequationis ad recens adquisitas cognitiones, quo profundius in dies suam formationem doctrinalem ipsi perficiant.

108. Pro Cooperatoribus catholicis, necnon pro aliis Cooperatoribus qui Ecclesiae Catholicae doctrinam cognoscere desiderent, cursus, coadunationes aliaque similia promoveantur de re dogmatica ac morali deque ascetica christiana, ita ut ipsi formationem doctrinalem sibi adquirant vel perficiant.

109. Opus Dei nullam habet propriam sententiam vel scholam corporativam in quaestionibus theologicis vel philosophicis quas Ecclesia liberae fidelium opinioni relinquit: Praelaturae fideles, intra limites statutos ab ecclesiastica Hierarchia, quae Depositum fidei custodit, eadem libertate gaudent ac ceteri fideles catholici.

CAPUT III

DE APOSTOLATU

110. Praelatura sollicite suis fidelibus tradit congruam formationem apostolicam ac necessariam assistentiam pastoralem ad impensum laborem evangelizationis et catecheseos exsequendum, ita ut in vita omnium atque singulorum constanter ad effectum deducatur officium et ius christianorum exercendi apostolatum.

111. Haec semper Praelaturae christifideles in apostolatu meminerint:

1º zelus quo adurimur hoc unum quaerit, nempe ut omnes cum Petro ad Iesum per Mariam quasi manu ducamus;

2º pro multitudine constituti sumus. Nulla igitur est anima quam diligere et adiuvare non velimus, omnia omnibus nos facientes (cfr. I Cor. IX, 22). Vivere nequimus praetermittentes omnium hominum curas atque necessitates, quia nostra sollicitudo omnes animas amplectitur: vitam agentes absconditam cum Christo in Deo (cfr. Col. III, 3), esse debemus tamquam fermentum in massa humanae societatis latens et ipsi se immiscens donec fermentata sit tota (cfr. Matth. XIII, 33).

112. Praelaturae fideles sibi proponant, semper et super omnia, ad effectum deducere suum finem personalem sanctificationis et apostolatus, fideliter adimplentes normas asceticas, formativas ac disciplinares Operis Dei, quibus adiuvantur in nisu perfecte exsequendi propria officia professionalia, familiaria et socialia, constans ita testimonium christiani sensus vitae humanae praebentes, et nuntium Christi diffundentes apud omnes societatis ambitus, iis non exclusis ad quos ordinarius labor apostolicus sacerdotum ac religiosorum difficile pervenit.

113. Praelaturae fideles, persuasum habentes suum peculiarem apostolatum procedere ex propria vita interiore atque ex amore erga humanum laborem, quae fundi ac compenetrari debent in unitate vitae, speciatim enitantur ut suum laborem sanctificent ipsumque quam maxima possint perfectione humana exsequantur, secundum divinam voluntatem ordinent atque ad animarum salutem dirigant, in primis vero suorum in professione collegarum. Ideo eorum actuositas apostolica non habet modum se manifestandi uniformem vel exclusivum, quia radicatur in ipsa circumstantiarum varietate, quam humanus labor secum fert.

114. Praeter apostolatum testimonii atque exempli, per congruentem vitam personalem unionis cum Domino exhibiti, fideles Praelaturae eniti debent ut aperto etiam sermone de Deo loquantur, veritatem cum caritate diffundentes constanti apostolatu doctrinali et catechetico, accommodato ad peculiaria adiuncta personarum cum quibus laborant et convivunt.

115. Apostolatus fidelium Praelaturae ad cunctos homines dirigitur, sine distinctione stirpis, nationis vel condicionis socialis, ut christiani invitentur, edoceantur atque adiuventur ad respondendum vocationi universali ad sanctitatem in exercitio suae professionis et in officiorum proprii status adimpletione, utque illi etiam qui Christum nondum agnoscunt testimonium de Ipso exemplo et verbis recipiant, et ita disponantur ad fidei gratiam recipiendam.

116. Sua divina vocatione, Praelaturae christifideles ad ordinem supernaturalem evehere satagunt sensum servitii erga homines atque societatem, quo labor quilibet professionalis exercendus est. Continenter prae oculis habebunt fecunditatem apostolatus apud personas condicionis intellectualis, quae, ob doctrinam qua pollent, vel ob munera quae exercent, vel ob dignitatem qua insigniuntur, magni sunt ponderis pro servitio societati civili praestando: ideo totis viribus Praelaturae fideles adlaborabunt ut etiam illae personae Christi Domini doctrinae et praeceptis adhaereant ipsaque in praxim deducant.

117. Praelaturae fideles qui ad apostolatum efficaciorem reddendum, exemplum christianum in exercitio proprii uniuscuiusque laboris professionalis, necnon in proprio ambitu familiari, culturali et sociali, dare conabuntur, suum personalem apostolatum exercent praesertim inter pares, ope praecipue amicitiae et mutuae fiduciae. Omnes nos amici sumus —«vos autem dixi amicos» (Ioann. XV, 15)—, immo eiusdem Patris filii ac proinde in Christo et Christi una simul fratres: peculiare igitur Praelaturae fidelium apostolatus medium est amicitia et assidua cum collaboratoribus consuetudo, quin tamen ad hoc speciales associationes actionis externae religiosae constituantur.

118. Peculiaris etiam nota, qua labor apostolicus fidelium Praelaturae insignitur, est amor libertatis personalis cunctorum hominum, cum accuratissimo obsequio erga libertatem conscientiarum et desiderio cum omnibus convivendi. Quo spiritu fideles ducuntur ad sinceram caritatem semper colendam erga eos qui Christum sequuntur, quia pro Ipso laborant; necnon ad eos diligendos, recte quoque eorum mentes aestimantes, qui Christum nondum sectantur, exemplo ac doctrina eos ad Dominum trahere satagentes.

119. Praelatura a suis fidelibus quaerit impensam et constantem actuositatem apostolicam personalem, in ipso labore et ambitu sociali uniuscuiusque propriis exercendam, liberam ac responsabilem, spontaneitate plene imbutam, quae fructus sit actionis gratiae quaeque sese accurate accommodet fidei et moribus christianis atque Ecclesiae Magisterio.

120. In hac continua actuositate apostolatus personalis, Praelaturae fideles adhibent etiam, pro cuiusque peritia, media illa atque incepta quae in societate civili communia sunt, nempe circulos studiorum, coadunationes, frequentes conventus, sessiones, conferentias, cursus studiorum aliaque similia, modo quidem accommodato ad diversos ambitus civiles in quibus ipsi vitam agunt.

121. § 1. Praeter apostolatum personalem, quem Praelatura in suis fidelibus fovet cuique profecto locus praecipuus competit, Praelatura qua talis specificam assistentiam pastoralem praestat laboribus et inceptis indolis civilis ac professionalis, non confessionalis, persequentibus fines educativos, assistentiales, etc.

§ 2. Praelaturae Ordinarius, necessitate ductus adimplendi suam specificam missionem utque peculiaris Praelaturae finis quam melius in praxim deducatur, maxima cura eos seliget qui cappellanorum atque religionis magistrorum munere fungentur, tum in inceptis ab Opere Dei qua tali promotis, tum in iis quae a Praelaturae fidelibus una cum aliis suscitantur et pro quibus adiutorium spirituale ab Opere Dei postulant. In nominandis vero his cappellanis et religionis magistris, Praelaturae Ordinarius suum Consilium audire numquam omittat, atque nominationes ita factas loci Ordinario opportune communicet.

122. Praelatura numquam sibi assumit aspectus technicos et oeconomicos inceptorum de quibus in n. 121, neque de iisdem respondet; hi enim pertinent ad eorum proprietarios et gestores, utentes bonis et opibus ex propria industria vel aliis mediis similiter civilibus obtentis vel obtinendis. Ordinarie Praelatura non est proprietaria instrumentorum materialium eorum inceptorum, quorum spiritualem curam acceptat.

123. Pars Praelaturae in inceptis de quibus in numero praecedenti consistit in eorum christiana vivificatione, per opportuna media orientationis atque formationis doctrinalis ac spiritualis, necnon per congruam assistentiam pastoralem, accurate quidem servata alumnorum, convictorum ceterorumque omnium legitima conscientiarum libertate. Ad hanc curam de unoquoque incepto apostolico exercendam, Centrum Operis Dei erigetur, praevia opportuna venia Ordinarii loci, melius in scriptis data.

124. Cum aliquis Praelaturae christifidelis, ad Ordinarii loci petitionem et servata Praelaturae disciplina, adiutorium directe praestat in laboribus dioecesanis, idem incumbit illis laboribus explendis ad nutum et mentem eiusdem Ordinarii, ipsique tantum de peracto labore rationem reddit.

TITULUS IV

DE REGIMINE PRAELATURAE

CAPUT I

DE REGIMINE IN GENERE

125. § 1. Praelaturae regimen committitur Praelato, qui suis Vicariis et Consiliis adiuvatur iuxta normas iuris universalis et huius Codicis.

§ 2. Potestas regiminis qua gaudet Praelatus est plena in foro tum externo tum interno in sacerdotes Praelaturae incardinatos; in laicos vero Praelaturae incorporatos haec potestas ea est tantum quae spectat finem peculiarem eiusdem Praelaturae.

§ 3. Praelati potestas, sive in clericos sive in laicos, ad normam iuris universalis et huius Codicis exercetur.

§ 4. Nomine Ordinarii Praelaturae iure intelleguntur et sunt Praelatus necnon qui in eadem generali gaudent potestate exsecutiva ordinaria, nempe Vicarii pro regimine tum generali cum regionali Praelaturae constituti.

126. Praelatura distribuitur in circumscriptiones regionales, quarum unamquamque moderatur Vicarius, qui Consiliarius Regionalis appellatur, cuique respectiva Consilia assistunt.

127. Excepto Praelati officio, quod est ad vitam, alia omnia munera Praelaturae sunt temporaria; admittitur tamen iterata eorundem nominatio.

128. Universa Praelatura eiusque partes tantum a Praelato vel eius delegatis, etiam in omnibus negotiis iuridicis, legitime repraesentantur; munere autem Praelati vacante vel impedito, ab eo qui regimen assumit ad normam n. 149 §§ 1 et 4; unaquaeque vero Operis Dei circumscriptio regionalis, etiam a proprio Vicario.

129. § 1. Praelatura eiusque circumscriptiones personalitate iuridica praeditae adquirunt, possident, administrant et alienant bona temporalia ad normam iuris, iuxta praescripta a Praelato statuta.

§ 2. Ex omnibus bonis, undecumque ipsa proveniant, quae Praelaturae adscribi possunt, illa tantum ut vere ecclesiastica ad normam iuris habenda sunt, quae de facto ipsi Praelaturae a Praelato adscripta iam fuerint.

§ 3. Praelatura vel circumscriptiones de quibus in § 1 respondent de obligationibus quas respective contraxerint, atque semper legitimas leges civiles regionis vel nationis de qua agatur fideliter observant, intra terminos ab ipsis constitutos operando.

CAPUT II

DE REGIMINE CENTRALI

130. § 1. Praelatus, qui interne dicitur Pater cuiusque officium est ad vitam, seligitur excluso compromisso a Congressu Generali electivo hunc in finem convocato; electio vero Romani Pontificis confirmatione indiget.

§ 2. Congressus Generalis constituitur a Congressistis, qui etiam vocantur membra Congressus. Sunt Congressistae illi sacerdotes vel viri laici, triginta duos saltem annos nati et iam a novem saltem annis Praelaturae definitive incorporati, qui inter fideles ex diversis nationibus vel regionibus, in quibus Opus Dei suum laborem apostolicum exercet, nominantur ad vitam a Praelato, cum voto deliberativo sui Consilii, auditis etiam Commissione Regionali et Congressistis respectivae Regionis.

§ 3. Congressus, antequam ad Praelati electionem procedere iure valeat, requirere et recipere debet, ab omnibus atque singulis membris Consilii Centralis de quo in n. 146, propositiones circa nomen seu nomina illius illorumve quos ad supremum Praelaturae munus digniores et aptiores censeant.

§ 4. Acceptatione ab electo rite habita, ipse confirmationem electionis a Romano Pontifice per se vel per alium petere debet.

131. Ut quis possit Praelatus eligi requiritur:

1º ut sit sacerdos membrum Congressus Generalis, iam a decem saltem annis Praelaturae incorporatus, et a quinquennio saltem in presbyteratus Ordine constitutus, filius legitimi matrimonii, bona existimatione gaudens et natus saltem annos quadraginta;

2º eluceat praeterea prudentia, pietate, erga Ecclesiam eiusque Magisterium exemplari amore et oboedientia, erga Opus Dei devotione, erga Praelaturae fideles caritate, erga proximos zelo;

3º praeditus sit speciali cultura etiam profana, immo laurea doctorali in aliqua ecclesiastica disciplina, aliisque qualitatibus ad agendum necessariis.

132. § 1. Praelatus, sicut christifidelibus suae curae commissis auctoritate praeest, unde etiam Praeses Generalis nuncupari potest, prae ceteris ipsum etiam excellere virtutibus et qualitatibus decet, iis praesertim quae propriae sunt Operis Dei, quaeque eiusdem spiritum consequuntur.

§ 2. In exercitio sui muneris pastoralis, Praelatus specialiter curare debet ut universum ius quo regitur Opus Dei ac omnes eiusdem legitimae consuetudines adamussim serventur, atque fideliter promovere exsecutionem dispositionum Sanctae Sedis Praelaturam respicientium.

§ 3. Sit ergo omnibus Praelaturae fidelibus magister atque Pater, qui omnes in visceribus Christi vere diligat, omnes effusa caritate erudiat atque foveat, pro omnibus impendatur et superimpendatur libenter.

§ 4. Curet praesertim ut sacerdotibus ac laicis sibi commissis assidue et abundanter praebeantur media et auxilia spiritualia atque intellectualia, quae necessaria sunt ad eorum vitam spiritualem alendam ac fovendam eorumque peculiarem finem apostolicum exsequendum.

§ 5. Pastoralem suam sollicitudinem manifestet consiliis, suasionibus, immo et legibus, praeceptis et instructionibus, atque si id requiratur, congruis sanctionibus; necnon visitationibus sive per se sive per alios a se delegatos peragendis, in circumscriptionibus ac Centris, in ecclesiis Praelaturae vel eidem commissis, et circa personas et res.

§ 6. Ut bono spirituali Praelati et eiusdem valetudini consulant, sint duo Custodes seu admonitores qui tamen, ratione huius muneris, Consilium Generale non ingrediuntur. Designantur ad periodum octo annorum ab eodem Praelato inter novem Praelaturae fideles de quibus in n. 13, a Consilio Generali praesentatos. Convivunt in eadem cum Praelato familia.

133. § 1. Praeter Congressum Generalem electivum, octavo quoque anno celebrari debent Congressus Generales ordinarii a Praelato convocati, ut de Praelaturae statu iudicium proferant et futurae actioni regiminis opportunas normas suadere valeant. Congressui praeest Praelatus vel, eius delegatione, dignior Consilii Generalis.

§ 2. Congressus Generalis extra ordinem convocandus est, cum rerum adiuncta de iudicio Praelati cum voto deliberativo sui Consilii id postulent; et ad Vicarium auxiliarem seu Vicepraesidem designandum vel revocandum, ad normam nn. 134 § 2 et 137 § 2.

§ 3. Pro Sectione mulierum adsunt etiam Congressus Generales tum ordinarii cum extra ordinem convocati, non autem Congressus electivi. His Congressibus praeest Praelatus, cui assistunt Vicarius auxiliaris, si adsit, atque Vicarii Secretarius Generalis et Sacerdos Secretarius Centralis. Congressistae nominantur pari ratione ac viri Congressistae.

§ 4. Audita Commissione permanenti sui Consilii, de qua in n. 138 § 2, Praelatus convocare potest Praelaturae fideles non Congressistas, diversis in materiis peritos, qui Congressui Generali intersint qua collaboratores, cum voce sed sine voto; quod etiam valet pro mulieribus, in propria Sectione.

134. § 1. Si Praelatus opportunam seu convenientem in Domino censeat Vicarii auxiliaris ad normam n. 135 designationem, libere, audito suo Consilio, ipsum nominare potest. Consilium Generale plenum poterit etiam Praelato sincere suggerere opportunitatem Vicarii auxiliaris designationis, qui ipsum in regimine adiuvare ad octo annos valeat. Praelatus, nisi graves obsint rationes, Consilio facile morem gerat.

§ 2. Si vero Praelatus illo Vicario auxiliari egere videatur de quo in n. 136, tunc Consilium plenum, post rei maturam in Domino considerationem, Congressum convocare poterit, cui huius Vicarii auxiliaris designatio ad normam n. 136 exclusive reservatur. Ut vero Consilium iure Congressum, hunc in finem, convocare possit, formalis requiritur deliberatio in qua duae tertiae partes Consilii pleni praedictam nominationem postulent et unus ex Custodibus. Tunc Vicarius Secretarius Generalis convocare tenetur Congressum extra ordinem Generalem, cui ipse Vicarius Secretarius Generalis praesit.

§ 3. In Vicario auxiliari, excepta aetate, eaedem requiruntur qualitates ac in Praelato.

135. Vicarius auxiliaris, si detur Praelato habili, hunc adiuvat, ipsum supplet absentem vel impeditum: alias autem facultates non habet nisi quas, vel habitualiter vel ad casum, Praelatus delegaverit. De omnibus peractis Praelato rationem fideliter reddat.

136. § 1. Si Praelatus senio, infirmitate aliave gravissima causa ad gubernandum, etiam ordinario Vicario auxiliari adiutus de quo in n. 135, certo incapax ita evadere videatur ut ipsius regiminis continuatio in damnum Praelaturae practice converteretur, tunc Vicarius auxiliaris eligi a Congressu potest in quem omnia Praelati iura et officia, excepto tamen titulo, transferantur; electus confirmationem electionis a Sancta Sede per se vel per alium petere debet.

§ 2. Iudicium de exsistentia et gravitate causarum ad designationem huius Vicarii auxiliaris, ipsiusque si casus ferat electio, vel, ex adverso, iudicium de opportunitate Vicarii auxiliaris ordinarii designationis, vel mutationis, si hoc nempe sufficere videretur, Congressui reservatur, qui duabus ex tribus suffragiorum partibus quod magis, omnibus ponderatis, Praelaturae bono conveniat decidere debet.

137. § 1. Vicarius auxiliaris ordinarius ad nutum Praelati revocabilis est. Opportune Praelatus, sicut in nominatione, de qua in n. 134 § 1, ita etiam in revocatione suum Consilium Generale audire poterit.

§ 2. Vicarius auxiliaris vero qui in regimine Praelatum substituit usque ad novum ordinarium Congressum perdurat. Poterit tamen Congressus extra ordinem convocatus ipsum revocare: et tam ordinarius quam extraordinarius Congressus, speciatim si rationes suspensionis regiminis Praelati non necessario perpetuae aestimari valeant, Consilio Generali pleno facultatem delegare ut ex morali unanimitate Praelati regimen, revocato Vicario auxiliari, instaurare possit; quae Sanctae Sedi communicentur.

138. § 1. Ad Praelatum adiuvandum in dirigenda atque gubernanda Praelatura est Consilium Generale, constans e Vicario auxiliari, si adsit, Vicario Secretario Generali, Vicario pro Sectione mulierum, qui Sacerdos Secretarius Centralis nuncupatur, tribus saltem Vicesecretariis, uno saltem Delegato cuiusque Regionis, Studiorum Praefecto et Administratore Generali, qui constituunt Consilium plenum et vocantur Consultores.

§ 2. Praelatus, Vicarius auxiliaris, si adsit, Secretarius Generalis, Sacerdos Secretarius Centralis et, prout casus ferant, vel unus e Vicesecretariis vel Studiorum Praefectus aut Administrator Generalis, constituunt Commissionem permanentem Consilii. Huius Commissionis aliqua membra laici esse valent, pro negotiis tractandis quae characterem Ordinis sacri non requirant; sed Vicarius auxiliaris, Secretarius Generalis et Secretarius Centralis, qui sunt etiam Vicarii Praelati, semper inter sacerdotes nominentur.

§ 3. Ad Consilium Generale admitti semper debent, ad normam tamen n. 139, Consultores illi, qui praesentes sunt. Invitari possunt, iudicio Praelati, et invitati assistere debent etiam illi qui ex munere absunt.

139. § 1. Ad negotia illa resolvenda, pro quibus ad normam iuris requiritur votum deliberativum Consilii Generalis, invitari semper debent illi saltem Consultores qui non sunt absentes ex munere: et ad validam Consilii decisionem quinque saltem ipsius membra adesse necesse est. Si quinque Consultores invitari non possint, vel invitati adesse non valeant, Praelatus cum praesentibus aliquem vel aliquos designare ex Congressistis possunt, qui absentes pro illa vice substituant.

§ 2. Pro aliis vero quaestionibus Consilium competens est eiusdem Consilii Generalis Commissio permanens.

140. § 1. Munera Consilii Generalis hac ratione provideri debent: Praelatus statim ac sua electio a Romano Pontifice confirmata fuerit informationes, quibus in Domino egere censeat, accurate colligit indeque per ordinem singillatim nomina candidatorum ad diversa munera Congressui proponit. Proposito a Prelato unoquoque nomine, Congressus, ad normam iuris universalis, suffragium secretum fert. Si propositum nomen a Congressu non probetur, aliud usque ad optatum suffragationis exitum proponere Praelatus debet.

§ 2. Octavo quoque anno, Praelato excepto, munera regiminis generalis omnia et singula Congressus revisioni, eadem servata ratione, subiicienda sunt. Possunt iidem ad idem aliudve munus generale absque limitatione eligi. Magni tamen interest ut ex regula aliqua nova membra ad Consilium Generale designentur.

141. Vacante, qualibet canonica ratione, Consultoris alicuius munere, Praelatus ad Consultoris munus Consilio Generali candidatum proponit, quod suo secreto suffragio, ipsum, eadem ratione ac in Congressu Generali, acceptare vel reiicere poterit. Hac occasione Praelato liberum relinquitur, audito Consilio, munera aliqua Consultoribus adnexa, si opportunum videatur, inter Consultores mutare.

142. Secretarius Generalis, Sacerdos Secretarius Centralis et Administrator Generalis debent esse membra Congressus. Ad cetera munera Consilii Generalis tantummodo habiles sunt Praelaturae fideles de quibus in n. 13. Prae aliis debent prudentia, cultura et Operi Dei devotione fulgere.

143. Licet munus ad octo annos perduret, possunt nihilominus Consultores ob iustas causas et quoties bonum maius Praelaturae requirat, a Praelato, ceteris auditis, removeri. Liberum quoque sit omnibus muneri renuntiare, verum renuntiatio effectum nullum habeat donec a Praelato admittatur.

144. § 1. Inter Consultores primus est Secretarius Generalis. Est semper sacerdos, post Praelatum venit, si Vicarius auxiliaris non adsit, eumque absentem vel quocumque modo impeditum supplet. Praelatum praeterea specialiter adiuvat tum in iis quae ad regimen et incepta universae Praelaturae, tum in iis quae ad res oeconomicas attinent, sed illis tantum facultatibus gaudet, quas vel habitualiter vel ad casum Praelatus delegaverit.

§ 2. Secretarius Generalis ad criteria, mentem et praxim Praelati, in quantum fieri possit, negotia gerat atque expediat: nihil proinde eorum, quae a Praelato gesta vel praescripta sunt, innovare valeat, sed semper Praelato et Consilio erit quam maxime fidelis.

§ 3. Eius insuper est labores inter membra Consilii distribuere, ab eisque fidelem muneris adimpletionem exigere.

145. § 1. Ut Praelato adiumentum specialiter praestet in moderanda Sectione mulierum Operis Dei (cfr. n. 4 § 3), est Vicarius, qui Sacerdos Secretarius Centralis nuncupatur.

§ 2. Post Secretarium Generalem venit et illis facultatibus gaudet, quas vel habitualiter vel ad casum Praelatus delegaverit. Debet esse quadraginta saltem annos natus.

146. § 1. Sectio mulierum regitur a Praelato cum Vicario auxiliari, si adsit, Vicario Secretario Generali, Vicario Secretario Centrali et Consilio Centrali, quod Assessoratus Centralis appellatur, et eundem locum habet in Sectione mulierum ac Consilium Generale in Sectione virorum.

§ 2. Assessoratus Centralis constat e Secretaria Centrali, Secretaria Assessoratus, tribus saltem Vicesecretariis, una saltem Delegata cuiusque Regionis, Studiorum Praefecta, Praefecta Auxiliarium et Procuratrice Centrali.

§ 3. Ad munera Assessoratus Centralis nominat Praelatus in Congressu mulierum, eadem ratione ac in Congressu virorum vocat ad munera Consilii Generalis. Secretaria Centralis et Procuratrix Centralis seligantur inter Congressistas; ad alia munera Assessoratus vocentur Numerariae de quibus in n. 13.

147. § 1. Pro quaestionibus oeconomicis, Praelato assistit Consilium ab ipso nominatum, quod vocatur Consultatio Technica cuique praeest Praelatus vel, eius delegatione, Administrator Generalis.

§ 2. Rei oeconomicae rationes, saltem semel in anno, ab Administratore Generali subsignatae, Praelato eiusque Consilio sunt exhibendae.

§ 3. Consilium simile habetur pro quaestionibus oeconomicis Sectionis mulierum.

148. § 1. Quin ratione muneris Consilium Generale ingrediantur, adsunt etiam Procurator seu Agens precum, qui debet esse semper sacerdos, quique Praelaturam apud Sanctam Sedem ex delegatione habituali Praelati repraesentat; necnon Sacerdos Rerum Spiritualium Praefectus, qui directioni spirituali communi omnium Praelaturae fidelium, sub ductu Praelati et Consilii, praeponitur.

§ 2. In cura spirituali Aggregatis et Supernumerariis Societatis Sacerdotalis Sanctae Crucis praestanda eius Praesidem Generalem Praefectus adiuvat, iuxta facultates habitualiter vel ad casum ipsi a Praeside delegatas.

§ 3. Procurator et Praefectus a Praelato, audito Consilio, ad octo annos nominantur.

149. § 1. Vacante munere Praelati, regimen tenet Vicarius auxiliaris, si sit; aliter Secretarius Generalis vel, post eum, Vicarius Secretarius Centralis; iisque omnibus deficientibus, sacerdos Congressista maiore suffragiorum numero ab iis designatus, quibus ius est constituendi Commissionem permanentem Consilii Generalis.

§ 2. Qui regimen assumit, tenetur obligationibus et gaudet potestate Praelati, iis exclusis quae ex rei natura vel iure Praelaturae excipiuntur. Congressum Generalem electivum convocare tenetur intra mensem a muneris vacatione, ita ut intra tres menses ab eadem vacatione celebretur, aut, si maiore de causa intra statutum tempus coadunari nequeat, statim ac causa impediens cessaverit.

§ 3. Vacante munere Praelati, qui muneribus funguntur regiminis, tum generalis Praelaturae tum circumscriptionum, in exercitio suorum munerum pergunt, donec, post novum electum Praelatum, in ipsis confirmentur vel substituantur.

§ 4. Praelato impedito, iuxta normas in § 1 statutas procedendum est; si vero, in gravioribus rerum adiunctis, eaedem servari nequeant, coadunentur membra Consilii Generalis quae id facere valeant, sub moderatione dignioris, et sacerdotem quoad fieri possit membrum Congressus designent, qui regimen Praelaturae ad interim assumat.

CAPUT III

DE REGIMINE REGIONALI ET LOCALI

150. Praelati de consensu sui Consilii est circumscriptiones regionales, quae vocantur Regiones vel Quasi-Regiones, erigere, mutare, aliter definire, et etiam supprimere.

151. § 1. Regimini uniuscuiusque Regionis praeponitur Vicarius, qui Consiliarius Regionalis nuncupatur, quemque nominat Praelatus cum voto deliberativo sui Consilii; Consiliario assistit Consilium, quod vocatur Commissio Regionalis, constans membris usque ad duodecim, designatis inter Praelaturae fideles de quibus in n. 13 pariterque nominatis a Praelato audito suo Consilio, cuius consensus requiritur in casibus de quibus in nn. 157 § 1 et 159.

§ 2. Inter membra Commissionis peculiarem locum obtinet Defensor, cuius munus est adimpletionem normarum huius Codicis fovere.

152. § 1. Quando non sint omnia elementa necessaria ad novas Regiones constituendas, possunt etiam Quasi-Regiones a Praelato, cum voto deliberativo sui Consilii, erigi. Eas moderantur Vicarii, qui Vicariis Regionalibus iure aequiparantur.

§ 2. Potest etiam Praelatus, audito suo Consilio, Delegationes erigere directe a se dependentes, Vicario delegato conferens facultates quas, iuxta casus, intra limites tamen facultatum Consiliariorum Regionalium, committendas censuerit.

153. Ad meliorem curam exercendam laboris apostolici in aliqua circumscriptione, Praelatus, audito suo Consilio eisque quorum intersit, erigere potest Delegationes a Commissione eiusdem circumscriptionis dependentes, quarum unicuique praeponatur Vicarius delegatus, cum proprio Consilio, opportunis facultatibus praeditus.

154. Ipso facto erectionis, Regiones, Quasi-Regiones et Delegationes a Praelato dependentes iuridicam adquirunt personalitatem. Delegationes in circumscriptione regionali constitutae donari possunt personalitate iuridica in erectionis decreto.

155. Circumscriptiones personalitate iuridica gaudentes, de quibus in n. 154, quoad negotia iuridica et, in genere, quoad quaestiones omnes, repraesentantur, praeterquam a Praelato eiusque delegatis, tantummodo a respectivis Vicariis, qui agere possunt per se vel per alios opportuno mandato praeditos.

156. § 1. Munera regionalia conferuntur a Praelato, audito Consilio, exceptis tamen Consiliario, Sacerdote Secretario Regionis et Administratore Regionali, qui nominari debent ad normam nn. 151, 157 § 1 et 159, et durant ad quinquennium, nisi pro omnibus vel pro aliquibus Commissionis membris tempus in munere ad octo annos prorogetur. Pro Delegatis autem Regionalibus valet praescriptum n. 140 §§ 1 et 2.

§ 2. Ad munera Commissionis in Quasi-Regionibus et Delegationibus vocat Praelatus, audito suo Consilio.

157. § 1. In singulis Regionibus, nomine et vice Praelati semperque ad ipsius mentem, respectivus Vicarius Consiliarius Regionalis cum alio sacerdote, qui Sacerdos Secretarius Regionalis vocatur, nominato a Praelato cum voto deliberativo sui Consilii et audito Assessoratu Centrali, Sectionem mulierum moderantur, una cum Consilio regionali mulierum, quod Assessoratus Regionalis appellatur et eundem locum habet in Sectione mulierum ac Commissio Regionalis in virorum Sectione.

§ 2. Assessoratus Regionalis constare potest membris usque ad duodecim, selectis inter Numerarias de quibus in n. 13; nominatur a Praelato, audito Assessoratu Centrali, cuius consensus requiritur pro muneribus Secretariae Regionalis et Procuratricis Regionalis.

§ 3. Ad munera Assessoratus in Quasi-Regionibus et Delegationibus vocat Praelatus, audito Assessoratu Centrali.

158. Si quando in aliqua Regione impedimentum obstiterit, quod impossibilem reddat cum Praelato eiusque Consilio communicationem et, perdurante hac impossibilitate, defuerit aliquod Commissionis membrum, ad eius munus ipsa Commissio alium Numerarium per maiorem suffragiorum partem eliget. Cum autem plus quam tria Commissionis membra defuerint vel cum ipsa Commissio, expleto tempore sui mandati, renovanda sit, Numerarii ad munera vocabuntur maioritate item suffragiorum a speciali coadunatione constituta ex omnibus Regionis Congressistis non impeditis omnibusque membris Commissionis, cui coadunationi praeerit Congressista ordine praecedentiae senior. Quodsi, quavis de causa, tres saltem Congressistae coadunationi adesse non potuerint, vocandi erunt etiam tres Numerarii ex iis de quibus in n. 13, ordine praecedentiae seniores Regionis, non impediti: absentibus Congressistis, praeerit ordine item praecedentiae senior inter praesentes. Paritatem suffragiorum dirimet praeses coadunationis.

159. § 1. In unaquaque Regione, pro rebus oeconomicis, Vicario Regionali assistit Consilium oeconomicum, seu Consultatio Technica, cuius membra ab eodem Vicario designantur, cuique praeest Administrator Regionalis, a Praelato nominatus cum voto deliberativo proprii Consilii.

§ 2. Consultatio similis habetur pro quaestionibus oeconomicis Sectionis mulierum.

160. In unaquaque circumscriptione, quin ratione muneris ad Commissionem pertineat, est Sacerdos Rerum Spiritualium Praefectus Regionalis, ad vitam spiritualem omnium Praelaturae fidelium sub ductu Consiliarii fovendam. Consiliario insuper adiumentum praestat in cura spirituali Aggregatis et Supernumerariis Societatis Sacerdotalis Sanctae Crucis danda, iuxta facultates habitualiter vel ad casum ipsi a Consiliario delegatas. A Praelato, auditis Consiliario et Defensore Regionis, ad quinquennium nominatur.

161. § 1. In singulis circumscriptionibus Centra erigantur, ad normam n. 177.

§ 2. Regimen locale constituitur a Directore cum proprio Consilio. Munera sunt ad triennium, et conferuntur a Consiliario, audito suo Consilio.

§ 3. Conceptus Centri, hoc in Codice, potius personalis est quam territorialis, et potius regionalis quam localis.

§ 4. Ut apta habeatur Praelaturae fidelium cura, ad idem Centrum adscribi possunt fideles, vel etiam fidelium Coetus, qui sive in eadem civitate sive in diversis civitatibus vel dioecesibus commorentur.

§ 5. Sunt proinde in Praelatura Centra autonoma et Centra ab aliis dependentia, quia adhuc canonice non sunt erecta.

CAPUT IV

DE ADUNATIONIBUS REGIONALIBUS

162. Ad impensiorem formationem fidelium Praelaturae et ad meliorem evolutionem actionis apostolicae, decimo quoque anno, in singulis Regionibus, Adunationes de more celebrentur, in quibus transactae periodi experientiae habitae perpendantur.

163. Praeter Adunationes ordinarias, possunt etiam extraordinariae celebrari, in una vel in pluribus circumscriptionibus, quoties Praelatus, auditis Consilio Generali et Commissione Regionali, id expedire duxerit.

164. Adunationem, de mandato Praelati, convocat Vicarius circumscriptionis designans locum et tempus sessionis, tribus saltem mensibus ante eiusdem celebrationem.

165. Adunationibus praesunt Praelatus vel eius delegatus, cui assistunt Vicarius et Delegatus circumscriptionis. A secretis est iunior laicus praesens.

166. § 1. Adunationi cuiusque circumscriptionis interesse debent:

1º omnes qui in Commissione aliquo munere funguntur, vel functi sunt;

2º omnes Congressistae circumscriptioni adscripti;

3º omnes eiusdem Regionis sacerdotes aliique fideles Praelaturae, qui cuncti inter eos de quibus in n. 13 adnumerentur;

4º Directores Centrorum Studiorum;

5º item, a Praelato designati, Directores locales.

§ 2. Vocari etiam possunt ad Adunationem alii Praelaturae fideles, diversis in materiis periti, ut eidem intersint qua collaboratores.

167. § 1. Fovenda est quam maxima omnium Praelaturae fidelium participatio in Adunationibus, requirendo eorum communicationes, notulas de experientiis habitis aliaque id genus.

§ 2. Eadem de causa, si adiuncta id suadeant, haberi queunt plures coetus diversis in sedibus, quo maior harum Adunationum efficacitas obtineatur.

§ 3. Notae vel schedae de experientiis habitis postulari quoque possunt ab Operis Dei Cooperatoribus, etiam non catholicis, qui suggestiones praebeant pro studio thematum laboris.

168. Omnes ad Adunationem convocati, mense saltem ante eiusdem celebrationem, mittant ad secretarium notas, schedas, animadversiones, etc., quas proponere conveniens eis videatur; ex ipsis autem atque ex omnibus propositionibus Adunationi transmissis (n. 167), commissio, a praeside nominata, elenchum quaestionum iis qui intersint submittendarum conficiat.

169. Conclusiones Adunationis vim praeceptivam non habent quousque adprobationem receperint Praelati, audito suo Consilio, nisi ex rei natura votum deliberativum ipsius Consilii requiratur. Ipse Praelatus opportunas etiam feret instructiones per organa directionis ordinaria.

170. Adunationes Sectionis mulierum celebrentur, congrua congruis referendo, iuxta normas in n. 162 et sequentibus traditas.

CAPUT V

DE RELATIONIBUS CUM EPISCOPIS DIOECESANIS

171. Praelatura Operis Dei immediate et directe subiicitur Sanctae Sedi, quae eius spiritum et finem probavit et eius quoque regimen ac disciplinam tuetur et promovet in bonum Ecclesiae universae.

172. § 1. Cuncti Praelaturae christifideles tenentur humiliter Romano Pontifici in omnibus oboedire: haec oboediendi obligatio fideles omnes forti ac dulci vinculo obstringit.

§ 2. Ordinariis quoque locorum subiiciuntur ad normam iuris universalis, eadem ratione ac ceteri catholici in propria dioecesi, iuxta praescripta huius Codicis.

173. § 1. Praelati est sollicite exsecutioni mandare omnia decreta, rescripta aliasque dispositiones Sanctae Sedis quae Praelaturam respiciant, itemque eidem Sanctae Sedi opportunas relationes praebere, ad normam iuris, de statu Praelaturae deque eiusdem apostolica activitate.

§ 2. Ipse Praelatus curabit, etiam quia spiritus Operis Dei maximo amore filialem unionem cum Romano Pontifice, Christi Vicario, colit, ut eiusdem Magisterii documenta et acta universam Ecclesiam respicientia ab omnibus Praelaturae fidelibus accurate cognoscantur, utque eorum doctrinam ipsi diffundant.

174. § 1. Universus labor apostolicus quem Praelatura, iuxta propriam naturam propriumque finem, exsequitur, ad bonum singularum Ecclesiarum localium confert, atque Praelatura debitas cum Auctoritate ecclesiastica territoriali relationes semper colit.

§ 2. Curet praeterea Praelatus ut, singulis in circumscriptionibus, Vicarius competens, per se vel per alios eiusdem Vicarii nomine, habituales relationes servet cum Episcopis in quorum dioecesibus Praelaturae christifideles resideant, et praesertim ut frequenter colloquatur cum illis Episcopis locorum in quibus Opus Dei Centra erecta habet, necnon cum iis qui muneribus directivis funguntur in respectiva Conferentia Episcopali, ad illas indicationes ab iisdem Episcopis suscipiendas, quas Praelaturae fideles filiorum animo in praxim deducant (cfr. n. 176).

175. Praeter orationes quas pro Romano Pontifice et Episcopo diocesano eorumque intentionibus quotidie Praelaturae fideles recitare tenentur, maximam eis reverentiam et amorem demostrabunt, quae etiam impense apud omnes fovere contendant.

176. Singulis in circumscriptionibus, auctoritates Praelaturae curent ut eiusdem fideles bene cognoscant normas directivas pastorales a competenti ecclesiastica Auctoritate territoriali, nempe a Conferentia Episcopali, ab Episcopo dioecesano, etc., statutas, ut unusquisque, iuxta propria adiuncta personalia, familiaria et professionalia, eas ad effectum deducere et in ipsis cooperari valeat.

177. § 1. Ut labor apostolicus Praelaturae in aliqua dioecesi incipiat, mediante canonica erectione primi Centri, ex quo exerceri possit apostolatus collectivus, debet prius informari loci Ordinarius, cuius venia requiritur, melius scripto data.

§ 2. Quoties laboris progressus aliorum Centrorum erectionem in dioecesi suadeat, procedendum semper est ad normam paragraphi praecedentis.

§ 3. Simplex mutatio domicilii alicuius Centri Praelaturae, intra terminos eiusdem civitatis, si Centrum non habeat adnexam ecclesiam, communicari debet in scriptis loci Ordinario, etsi novam veniam non requirat.

178. § 1. Erectio Centri secum fert potestatem erigendi aliud Centrum pro mulieribus fidelibus Praelaturae Administrationi prioris Centri addictis, ita ut de iure et de facto duo sint Centra in unoquoque Operis Dei domicilio (cfr. n. 8 § 2).

§ 2. Secum fert pariter facultatem oratorium pro usu fidelium Praelaturae aliorumque in unoquoque Centro ad normam iuris habendi, ibique SS.mum Sacramentum asservandi atque functiones pro labore apostolico opportunas peragendi. In oratoriis sollemnis Sanctissimi Sacramenti expositio nocte primam feriam sextam uniuscuiusque mensis praecedenti fieri saltem debet.

§ 3. Concedere potest Ordinarius Praelaturae ut sacerdotes, iusta de causa, bis in die, immo, necessitate pastorali id postulante, etiam ter in diebus dominicis et festis de praecepto Sanctam Missam celebrent, ita ut non solum fidelium Praelaturae necessitatibus, sed etiam aliorum dioecesis fidelium, dum possibile sit, satis faciant.

179. Episcopus dioecesanus ius habet visitandi singula Centra Praelaturae canonice erecta (cfr. n. 177) in iis quae ad ecclesiam, sacrarium et sedem ad sacramentum Paenitentiae pertinent.

180. Ad erigendas ecclesias Praelaturae vel, si res ferat, ad eidem committendas ecclesias in dioecesi iam exsistentes, fiat singulis in casibus opportuna conventio, ad normam iuris, inter Episcopum dioecesanum et Praelatum vel competentem Vicarium Regionalem. Iis in ecclesiis, una cum normis in unaquaque conventione statutis, servabuntur dispositiones generales dioecesis ecclesias saeculares respicientes.

TITULUS V

DE STABILITATE ET VI HUIUS CODICIS

181. § 1. Hic Codex fundamentum est Praelaturae Operis Dei. Ideo sanctae eius normae habeantur, inviolabiles, perpetuae, unique Sanctae Sedi reservatae tam quoad mutationem quam quoad novorum praeceptorum inductionem.

§ 2. Tantummodo mutationem alicuius Codicis praescripti, seu in eius corpus aliquam innovationem, aut denique temporariam vel perpetuam alicuius normae suspensionem vel expunctionem a Sancta Sede poscere valet Congressus Generalis Praelaturae, dummodo hic certitudinem habeat de necessitate huius mutationis, innovationis, suspensionis vel expunctionis.

§ 3. Ut haec certitudo iuridice exsistat, si agatur de textus expunctione, innovatione vel indefinita suspensione, requiritur diuturnum experimentum, duorum ordinariorum Congressuum Generalium auctoritate confirmatum, quod tertio ordinario Congressui Generali subiiciatur et duabus saltem ex tribus suffragiorum partibus comprobetur.

§ 4. Si agatur vero de temporaria alicuius Codicis praescripti suspensione, Praelatus, cum voto deliberativo unius tantummodo Congressus Generalis, a Sancta Sede eam exposcere valet: requiritur tamen ut plane Sanctae Sedi manifestetur tempus ad quod postulata suspensio est protrahenda.

182. § 1. Auctoritates Praelaturae omnibus modis Codicis applicationem fovere, ipsamque prudenter et efficaciter exigere tenentur, scientes illum medium esse certum sanctificationis fidelibus Praelaturae: quapropter adversus ipsum Codicem nec consuetudo aliqua, nec desuetudo, praevalere umquam poterunt.

§ 2. Facultas dispensandi ab adimpletione disciplinari Codicis, in his quae dispensari valent et non manent Sanctae Sedi reservata, competit tantummodo Praelato cum voto consultivo sui Consilii, si de rebus magni momenti agatur, vel dispensatio universae Praelaturae sit concedenda: secus, sufficit decretum Vicarii Regionalis, de consensu proprii Consilii.

183. § 1. Praescripta Codicis quae leges divinas vel ecclesiasticas referunt, propriam quam ex se habent obligationem retinent.

§ 2. Codicis praescripta, quae regimen spectant; item, quae definiunt regiminis necessarias functiones aut munera quibus exercentur, quoad nempe ipsorum cardinales normas; pariterque praescripta quae naturam et finem Praelaturae statuunt et consecrant, in conscientia, pro gravitate materiae, obligant.

§ 3. Praescripta denique mere disciplinaria vel ascetica, quae sub praecedentibus paragraphis huius numeri non cadunt, per se sub reatu culpae directo non obligant. Insuper, quaelibet ex ipsis, vel minimis, ex formali contemptu violare, peccatum est; quod si transgressio ex ratione vel fine non recto fiat, vel ad scandalum moveat, peccatum contra respondentes virtutes secum fert.

184. Praelati cum voto deliberativo sui Consilii est illa omnia definire quae ad practicam huius Codicis interpretationem, applicationem et adimpletionem spectant.

185. Quae de viris hoc in Codice statuuntur, etsi masculino vocabulo expressa, valent etiam pari iure de mulieribus, nisi ex contextu sermonis vel ex rei natura aliud constet aut explicite specialia praescripta ferantur.

DISPOSITIONES FINALES

1. Quae ad haec usque tempora ab Apostolica Sede in favorem Operis Dei concessa, declarata vel approbata sunt, integra manent, quatenus cum eius regimine iuridico Praelaturae personalis componuntur. Pariter vim suam retinet venia ad haec usque tempora concessa a locorum Ordinariis, ut Operis Dei Centra canonice erigantur necnon successivus actus erectionis.

2. Hic Codex, quoad omnes fideles Operi Dei iam incorporatos, tum sacerdotes tum laicos, necnon quoad sacerdotes Aggregatos et Supernumerarios Societatis Sacerdotalis Sanctae Crucis, vim exserere incipiet a die 8 decembris an. 1982.

Hi omnes iisdem obligationibus tenentur et eadem servant iura, quae habebant in regimine iuridico praecedenti, nisi aliud expresse statuant huius Codicis praescriptiones vel de iis agatur quae ex normis novo hoc iure abrogatis proveniebant.