Konnte dieser Priester wirklich der Autor des Buches „Der Weg“ sein?

Am 26. Juni gedenkt die Prälatur Opus Dei ihres Gründers, des heiligen Josefmaria Escriva mit Gendenkmessen in verschiedenen Städten. In dem Buch „Josemaria Escriva – Profile einer Gründergestalt“ berichtet Dr. Cesar Ortiz, langjähriger Regionalvikar in Deutschland und heute in Madrid lebend, von seiner ersten Begegnung mit dem heiligen Josefmaria, bei der er vor Studenten die Liebe zu Jesus Christus entfachte.

Persönliche Zeugnisse
Opus Dei - Konnte dieser Priester wirklich der Autor des Buches „Der Weg“ sein?Der hl. Josefmaria mit afrikanischen Studenten

„Wir kamen in das Studentenheim und gingen in die Kapelle. Sie war voll von Studenten. Vor dem Altar mit dem Tabernakel stand ein kleiner Tisch mit einer Decke bedeckt, darauf eine kleine Tischlampe. Nach ein paar Minuten öffnete sich die Tür der Sakristei, und es erschein ein Priester. Meine Überraschung hätte nicht größer sein können: er war „jung und dick!“ Ich dachte sofort: sicher konnte Escrivá nicht kommen und hat einen Vertreter geschickt. Dieser kann nicht derselbe Priester sein, der den „Weg“ geschrieben hat. Aber dieser Eindruck dauerte nur ein paar Minuten. Der junge Priester setzte sich hinter den Tisch, öffnete das Neue Testament und begann zu sprechen. Sehr bald sagte ich mir: Ja, es ist derselbe und noch „schlimmer“! „Schlimmer“, weil seine Sprache noch mehr Kraft hatte als sein geschriebenes Wort. Der Eindruck seiner Nähe zu Christus war viel intensiver als gedacht. Beim Betrachten der Texte des Evangeliums versetzte er sich in die Szenen auf eine Weise hinein, dass wir alle bald wie von selbst mit dem Herrn, mit seiner Mutter Maria, mit den Aposteln und mit den anderen Personen, die in diesen Szenen erschienen, ins Gespräch kamen. Die Art, wie er zum Tabernakel schaute, und das Vertrauen, mit dem er mit Christus in der Eucharistie sprach, waren für mich etwas ganz Neues. Man spürte: dieser Priester glaubte an ihn und liebte ihn. Von diesem Augenblick an war Christus nicht mehr weit von mir entfernt, und ich spürte die Kraft der Worte, die Escrivá wiederholte: „Jesus Christus heri et hodie, ipse et in saecula (Hebr. 13,8)“. (Jesus Christus gestern und heute, selbst und in Ewigkeit!)

Auszug aus: Cesar Ortiz: Priesterliche Seele und Ganzhingabe im Leben des seligen Josemaria. In: „Josemaria Escriva – Profile einer Gründergestalt“, Adamas Verlag, Köln 2002, S. 382 f.

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