80 Jahre Opus Dei

Kardinal Meisner feierte Pontifikalamt in St. Pantaleon.

Köln. Am Sonntag feierte der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner ein Pontifikalamt in der Kölner Basilika St. Pantaleon. Anlass war der 80. Gründungstag der Personalprälatur Opus Dei. Zusammen mit dem Regionalvikar des Opus Dei in Deutschland, Prälat Christoph Bockamp, dem Pfarrer von St. Pantaleon, Dr. Volker Hildebrandt und zahlreichen Konzelebranten, die aus dem Klerus des Opus Dei und Freunden der Prälatur stammten, zog der Kölner Kardinal unter dem feierlichen Klang der historischen Klais-Orgel in die Basilika ein. Zur Begrüßung dankte Prälat Bockamp dem Metropoliten der Kölner Kirchenprovinz für seine freundschaftliche und herzliche Unterstützung. Der Erzbischof bedankte sich für die gute und treue Arbeit, die das Opus Dei „auch in stürmischen Zeiten“ dem katholischen Köln geleistet habe. Es sei wichtig, in jeder Kleinigkeit des alltäglichen Lebens die Gegenwart Gottes zu finden und dies zu leben, unterstrich der Kardinal. Er selber würde bei der Morgenandacht neben dem Brevier seinen Terminkalender haben, den er zuerst „beten“ würde, damit der Alltag und die täglichen Verpflichtungen ganz Gott geweiht seien.

Ein Blick in das vollbesetzte Kirchenschiff

Man muss lernen dass der geistige und der weltliche Alltag miteinander zu kombinieren sei, betonte Erzbischof Meisner. Vor dem lateinischen Schlusssegen kam der Erzbischof auf eine alte Ge- pflogenheit zurück und brachte ein Geburtstagsgedicht für das Werk zum Besten. Das Hochamt wurde begleitet von einer Choral-Schola, Trompete und Orgel , sowie den zahlreichen starken Stimmen der Gläubigen, die die Basilika bis auf den letzten Stehplatz füllten. Nach der Messe hatten die Mitglieder der Prälatur und der Gemeinde Gelegenheit, mit dem Kardinal ins Gespräch zu kommen.

Das Opus Dei wurde vom hl. Josefmaria Escrivá de Balaguer am 2. Oktober 1928 gegründet. Der heilige Josefmaria wurde am 9. Januar 1902 in Barbastro in Spanien geboren und empfing am 28. März 1925 das Sakrament der Priesterweihe in Saragossa. Er verstarb in Rom. Zu dieser Zeit hatte sich das Opus Dei in über 80 Ländern ausgebreitet und zählte bereits mehr als 60.000 Mitglieder. Papst Johannes Paul II. sprach den Gründer des Werkes am 6. Oktober 2002 heilig. Sein Gedenktag ist der 26. Juni. Der Leichnam des Gründers ruht in der Prälaturkirche Maria vom Frieden in Rom. Das Opus Dei wird heute von Bischof Javier Echevarría geleitet und ist in weit über 90 Ländern tätig. Das Werk zählt momentan mehr als 85.000 Mitglieder, die es sich zum Ziel gesetzt haben, Gott im Alltag zu suchen. Die Mitglieder sind mit 98% größtenteils Laien, den Rest machen Kleriker aus. In Deutschland zählt das Opus Dei über 600 Mitglieder, der Hauptsitz der Deutschen Region ist die Domstadt Köln.

[ FWi ]