Missonarische Dynamik gefragt

Kölns Generalvikar Dominik Schwaderlapp fordert stärkeres Laienapostolat

Köln. 26. Juni 2005. Einen kraftvollen missionarischen Aufbruch der normalen Christen hat Kölns Generalvikar Dominik Schwaderlapp gefordert. Hier seien die Laien gefragt. Sie arbeiteten täglich mit anderen Menschen zusammen, die keinen Bezug mehr zur Kirche hätten.

In einer Festmesse zum 30. Todestag des hl. Josefmaria Escrivá zitierte Schwaderlapp das II. Vatikanische Konzil, das das apostolische Wirken der Laien herausgestellt habe. „Laienapostolat hat nichts mit innerkirchlicher Beschäftigungstherapie, sondern mit der missionarischen Dynamik nach außen zu tun“, betonte der Generalvikar in der Kölner Kirche St. Pantaleon, die Priestern der internationalen Prälatur Opus Dei anvertraut ist.

Zuvor hatte sich der Generalvikar kritisch zu antirömischen Bestrebungen in Deutschland geäußert: „Was mit einem antirömischen Affekt beginnt, kann sich leicht zu einer „Los-von-Rom-Tendenz“ auswachsen. Dabei hätten bereits die Kirchenväter den Spruch geprägt: „Wo der Papst ist, dort ist die Kirche.“ Die Treue zu Rom könne gerade die Christen in Deutschland von einem “provinzialistisch engen Denken befreien und hineinführen in eine universale Weite.“

Zu der internationalen katholischen Prälatur Opus Dei zählen weltweit über 90.000 meist verheiratete Männer und Frauen, in Deutschland sind es 600. Ziel ist das christliche Zeugnis im beruflichen und familiären Alltag. Wichtig ist dem Opus Dei eine gediegene Glaubensbildung in kleinen Grundkursen, die auf die Bedürfnisse der Teilnehmer zugeschnitten sind.

Hartwig Bouillon