Hinweis: Man kann auf Youtube über „Einstellungen -> Untertitel -> Automatisch übersetzen“ auch deutsche Untertitel wählen.
„Ich nenne dir die wahren Schätze des Menschen auf dieser Erde, damit du sie dir nicht entgehen lässt: Hunger, Durst, Hitze, Kälte, Schmerz, Schande, Armut, Einsamkeit, Verrat, Verleumdung, Gefängnis …" Aus Gedanken wie diesem (Punkt 194) aus dem Buch „Der Weg" des heiligen Josefmaria Escrivá schöpfte Ioan Bărbuș (1918–2001) neuen Lebenssinn auf seinem Leidensweg. Der Rechtsanwalt war Oppositioneller im kommunistischen Rumänien, das heute zur Region Mitteleuropa des Opus Dei gehört.
Ioan Bărbuș war 29 Jahre alt und stand kurz vor seiner Hochzeit, als er 1947 verhaftet und zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Wenig später folgte eine zweite Verhaftung – diesmal mit einer Haftstrafe von 15 Jahren. Erst 1964 endete seine Odyssee durch verschiedene Gefängnisse des kommunistischen Regimes Rumäniens.
Äußerlich fand er teilweise ins Leben zurück: Er heiratete, zwei Töchter wurden geboren. Doch seine Tätigkeit als Anwalt konnte er nicht wieder aufnehmen und das Leben unter der strengen Aufsicht der Securitate ließ ihn nicht mehr los.
In diesen Jahren reifte in Ioan Bărbuș – der dem östlichen Ritus angehörte – eine tiefe Überzeugung: Das erste Zeugnis der Christen ist die gut gemachte Arbeit, treu gelebt unter allen Umständen. Immer wieder las und meditierte er „Der Weg“ von Josefmaria Escrivá, der 1969 erstmals auf Rumänisch erschien. Das Buch schenkte ihm innere Klarheit, ordnete sein Leben neu und half ihm, der Zukunft mit einem reifen, gläubigen Sinn zu begegnen – im Einklang mit einem Glauben, den er immer hatte und bis zum Ende bewahrte.
In diesem Video gibt seine Tochter Anca Zeugnis von der Widerstandskraft und Treue ihres Vaters – und von der entscheidenden Hilfe, die „Der Weg“ des heiligen Josefmaria für ihn bedeutet hatte.
