„Herr, gib mir dieses Wasser“

Der Regionalvikar des Opus Dei in Österreich ruft dazu auf, in diesen Tagen in besonderer Weise nach innen zu wachsen und die Sehnsucht nach Christus in der Eucharistie zu vermehren.

Opus Dei - „Herr, gib mir dieses Wasser“

„Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe“. Wie sehr wollen wir uns diese Bitte der Samaritanerin, der wir am heutigen 3. Fastensonntag begegnen, in diesen Tagen zu eigen machen!

Ohne Zweifel wird diese Fastenzeit, in der wir uns auf Ostern vorbereiten, von der besonderen Situation geprägt, in der wir uns alle befinden. In verantwortungsvoller Einheit mit den öffentlichen und kirchlichen Autoritäten, und mit übernatürlicher Gelassenheit und innerem Frieden gehen wir in diese Zeit hinein, von der wir noch nicht wissen, was genau sie bringen wird.

Viele von uns werden vielleicht an jene Wochen denken, in denen der heilige Josefmaria mit einigen wenigen Mitgliedern des Werkes während des spanischen Bürgerkriegs im Konsulat von Honduras eingeschlossen war und in einem kleinen Zimmer Gott zu dienen verstand: indem er allen half, mit einem apostolisch schlagenden Herzen die Zeit gut auszunützen, füreinander da zu sein, das Frömmigkeitsleben besonders zu pflegen. Auch wir wollen diese Wochen als Gelegenheit wahrnehmen, nach innen zu wachsen (Weg, 294).

Viele von Euch haben zum Ausdruck gebracht, dass sie in dieser Zeit besonders die Unmöglichkeit des Besuchs der Heiligen Messe, dem Zentrum und der Wurzel des christlichen Lebens, schmerzt. Der Zugang zu einem Kernstück unseres Lebens und unsere allererste Kraftquelle scheint vielen von uns verwehrt zu sein. Auch aus diesen Umständen kann viel Gutes erwachsen: indem wir Christus bitten, dass er uns das Wasser – seine Gaben – gibt, das unseren Durst löscht; indem wir unseren Hunger nach der Eucharistie im Gebet der geistigen Kommunion zum Ausdruck bringen; indem wir uns von Zuhause aus besonders mit der Heiligen Messe des Hl. Vaters, des Vaters und aller Priester vereinen und unsere Freuden und Sorgen dort aufgehoben wissen; indem wir den Schmerz darüber, ihn nicht empfangen zu können, aufopfern; und auf vielerlei Arten mehr.

Bereiten wir uns von Zuhause aus auf das unmittelbar bevorstehende Fest des hl. Josef vor, indem wir wie er ein Leben der stillen Hingabe und des Vertrauens auf Gott leben, und richten wir den Blick auf das kommende Osterfest mit der sehnsüchtigen Bitte an Christus auf den Lippen: „Herr, gib mir dieses Wasser!“