Oscar Romero und der heilige Josefmaria

Fakten und Zeugnisse

Papst Franziskus hat kürzlich Person und Anliegen des ermordeten früheren Erzbischofs von San Salvador Oscar Romero gewürdigt. Wir bringen hier einige Fakten und Zeugnisse Romeros über die Bedeutung, die er dem hl. Josemaría und dem Opus Dei beigemessen hat.

Oscar Romero war von 1977 bis zum 24. März 1980 Erzbischof von San Salvador, als er bei der Feier der Heiligen Messe erschossen wurde.

Zehn Jahre zuvor hatte er den Gründer des Opus Dei in Rom getroffen. Nach dessen Tod im Jahr 1975 hatte er Papst Paul VI. einen Brief geschrieben, in dem er sich für die Selig- und Heiligsprechung von Msgr. Escrivá aussprach.

In diesem Brief äußerte er sich dankbar dafür, Josemaría Escrivá persönlich kennengelernt zu haben „und von ihm Ermutigung und Stärke bekommen zu haben, um der unveränderlichen Lehre Christi treu zu bleiben und der hl. römischen Kirche mit apostolischem Eifer zu dienen.“

„Das Leben von Msgr. Escrivá zeichnete sich durch einen beständigen Dialog mit Gott und eine tiefe Demut aus. Man konnte sehen, dass er ein Mann Gottes war und dass er im Umgang mit den Menschen herzlich, feinfühlig und humorvoll war. Ich kenne die apostolische Arbeit des Opus Dei in El Salvador seit vielen Jahren und kann ihren übernatürlichen Geist und ihre Treue zum kirchlichen Lehramt bezeugen“, so Romero. „Ich danke auch ganz persönlich den Priestern des Werkes, denen ich mit großer Zufriedenheit die geistliche Leitung meines Lebens und das von anderen Priestern anvertraut habe.“

„Menschen aller sozialen Schichten finden beim Opus Dei eine sichere Orientierung, wie man als Kinder Gottes mitten in den familiären und sozialen Verpflichtungen leben kann.“

Diesen herzlichen Umgang hatte Erzbischof Romero mit Angehörigen des Opus Dei bis zu seinem Tod. Fernando Sáenz, sein späterer Nachfolger, sagt, dass Erzbischof Romero nach diesem Brief einen Romaufenthalt nutzte, um am Grab des heiligen Josefmaria zu beten und dass er dabei sehr bewegt gewesen sei. „Seine Spiritualität“, so Erzbischof Sáenz, „nährte sich auch aus der Spiritualität von Josemaría Escrivá. Er las oft in Der Weg “.

In einem Tagebucheintrag vom 6. September 1979 schreibt Romero, das Opus Dei „leistet eine stille Arbeit von einer tiefen Spiritualität unter Berufstätigen, Studenten und Arbeitern … Ich denke, das ist eine Schatzgrube für unsere Kirche: die Heiligkeit der Laien in ihrem eigenen Beruf.“

Den Vormittag des Tages, an dem er ermordet wurde, verbrachte Erzbischof Romero mit Fernando Sáenz bei einem Einkehrtag, den Priester des Opus Dei veranstaltet hatten. Anschließend fuhren beide zusammen zu der Kirche, wo Romero die Heilige Messe feiern wollte. Sáenz erinnert sich: „Sie töteten ihn bei der Gabenbereitung. Es war tatsächlich ein wunderbares sichtbares Zeichen dafür, dass er sein Leben für sein Volk hingegeben hat, für die Armen, für die Gerechtigkeit, für den Frieden.“

Übersetzung eines amerikanischen Beitrages ; vgl. auch hier .