"Der heilige Rosenkranz ist eine machtvolle Waffe"

Der heilige Rosenkranz ist eine machtvolle Waffe. Setze sie mit Vertrauen ein, und du wirst dich über das Ergebnis wundern. (Der Weg 558)

Auch in unserem Verhalten zur Mutter im Himmel gibt es diese Weisen kindlicher Zuneigung, in denen wir ihr gewöhnlich begegnen. Viele Christen leben den alten Brauch, ein Skapulier zu tragen; manche haben es sich zur Gewohnheit gemacht, die Muttergottesbilder, die man in jedem christlichen Haus oder in den Straßen so vieler Städte antrifft, zu grüßen - Worte sind dazu nicht notwendig, es genügt ein kurzer Gedanke; andere beten den Rosenkranz, dieses schöne Gebet, bei dem man nicht müde wird, dieselben Dinge wie Verliebte immer aufs neue zu wiederholen und dabei die wichtigsten Augenblicke im Leben des Herrn zu betrachten; oder sie widmen einen bestimmten Tag der Woche Maria - gerade den, an dem wir heute versammelt sind: den Samstag -, um sich ihr erkenntlich zu zeigen und ganz besonders darüber nachzudenken, daß sie die Mutter Gottes und unsere Mutter ist.

Es gibt noch viele andere Andachtsformen zu Maria, die wir jetzt nicht aufzählen wollen. Nicht alle brauchen im Leben eines Christen ihren Platz zu finden - denn im inneren Leben wachsen bedeutet nicht, Andachten anhäufen -, aber andererseits möchte ich behaupten, daß niemand die Fülle des Glaubens lebt, ohne sich die eine oder andere dieser Andachten zu eigen gemacht zu haben, ohne seine Liebe zu Maria in irgendeiner Form unter Beweis zu stellen. (Christus begegnen 142)