Die von Frau Pereda geschilderten Eindrücke gilt es zu respektieren, obwohl manches davon unstimmig und verzerrt erscheint. Wir können und wollen ihre Sicht hier nicht korrigieren. Gerne möchten wir jedoch sachlich falsche Angaben richtigstellen und den beim Leser entstandenen Eindruck ergänzen:
Die Behauptung, dass „mit 14 Jahren einem das Zölibat auferlegt wird“, ist nicht korrekt. Frau Pereda mag dies so empfunden haben, aber bereits seit 1982 werden ausschließlich volljährige Personen rechtsgültig in das Opus Dei aufgenommen. Es gibt keine rechtliche Bindung für Minderjährige – auch nicht durch mündliche Absprachen. Immer schon mussten alle Mitglieder für die erste Zeit ihrer Zugehörigkeit jährlich ihre Entscheidung von sich aus erneuern.
Frau Pereda sagt: „In Belgien steht das Opus Dei seit den 1990er Jahren auf der parlamentarischen Liste sektenähnlicher Organisationen.“ Hierzu halten wir fest, dass dieser Liste im Jahr 2006 vom belgischen Parlament die Ratifizierung ausdrücklich verweigert wurde. Das Opus Dei betreibt mehrere Niederlassungen und Initiativen in Belgien mit ausdrücklicher Zustimmung kirchlicher und staatlicher Stellen.
Frau Pereda räumt selber ein, dass ihre Verwandten vom Opus Dei ihre Entscheidung respektieren, sogar jene, mit ihrem Problem an die Öffentlichkeit zu gehen. Von einer Abstempelung als „Verräterin“ also keine Spur. Sie sagt: „Andere Mitglieder können eine andere Sichtweise haben.“ Zudem hält sie in einem anderen Interview fest, dass ihre Eltern ihr mit sehr viel Respekt und Verständnis begegnen. Das Opus Dei zählt weltweit über 95.000 Mitglieder, die in verschiedenen Bildungs- und Sozialinitiativen wirken und dem Charisma des Opus Dei entsprechend einen Geist des Verständnisses und der tatkräftigen Hilfe als wesentliche Inspiration für ihr Leben ansehen. Man darf hinzufügen, dass die meisten Ehemaligen mit dem Opus Dei auf die eine oder andere Art verbunden bleiben. Das geht so weit, dass immer wieder ehemalige Mitglieder darum bitten, wieder aufgenommen zu werden – zum Beispiel weil sie den Weg vom apostolischen Zölibat zur Ehe gegangen sind.
Die von Frau Pereda erwähnte Ombudsstelle existiert auch in der DACH-Region und ist mit externen Fachkräften besetzt, die als Ansprechpartner für Anliegen aller Art zur Verfügung stehen. Die Informationen hierzu finden sich gut auffindbar auf unserer Website: https://opusdei.org/de-de/article/clearingstelle/

