Tägliche Impulse des heiligen Josefmaria als Anregung fürs Gebet, dazu Vernetzung mit anderen Betern: Vor dem Gedenktag am 26. Juni bietet eine in Bayern entstandene WhatsApp-Gruppe diesen Service für alle Interessierten an. In diesem Jahr ist der Themenschwerpunkt der Novene „Erneuerung der Kirche – Heiligkeit und Apostolat“.
Die neuntägige Gebetsform der Novene als Vorbereitung auf Hochfeste hat eine lange Tradition in der Kirche. Im Opus Dei pflegen die Mitglieder und Freunde insbesondere die Novenen vor Pfingsten und dem Hochfest Mariä Empfängnis am 8. Dezember. Der 26. Juni, Sterbetag des heiligen Josefmaria Escrivá (1902 – 1975) und seit 2002 liturgischer Gedenktag des Opus Dei-Gründers, wird innerhalb des Werkes ebenfalls als Hochfest begangen und bietet somit die Möglichkeit für Gebetsnovenen mit Texten zur Besinnung und Andacht.
Speziell für jüngere Leute hat der in Oberbayern lebende Supernumerarier Florian Zeller bereits 2025 eine jährliche Novene als WhatsApp-Gruppe initiiert: „Als ich Freunden von meinen Erfahrungen mit den Schriften und der Spiritualität des heiligen Josefmaria erzählte, stieß das auf große Begeisterung. Daraus entstand die Idee, seine geistreichen und lebensnahen Texte einem größeren Kreis von Menschen zugänglich zu machen.“ Mitglieder der Gruppe erhalten einen Gedanken des heiligen Josefmaria sowie eine Anregung zur persönlichen Reflexion. So können sie anhand des diesjährigen Leitthemas „Erneuerung der Kirche – Heiligkeit und Apostolat“ eine innere Vorbereitung auf das Fest des Heiligen vollziehen und Stärkung für ihren missionarischen Auftrag erhalten.
Bewusst wendet sich die Gruppe nicht nur an Kenner des heiligen Josefmaria, worauf Zeller hinweist: „Angesprochen sind alle, die auf der Suche nach dem Guten, Wahren und Schönen sind. Die Novene richtet sich besonders an junge Erwachsene, letztlich aber an jeden, der seinen Glauben bewusster leben und seinen Alltag aus christlicher Perspektive gestalten möchte.“ Schon jetzt hat die WhatsApp-Gruppe eine dreistellige Mitgliederzahl und wuchs seit vergangenem Jahr um 120 Personen. Die Reaktionen sind durchweg positiv, wie Zeller erzählt: „Besonders freut mich das Interesse von Menschen, die den Heiligen Josefmaria bislang kaum oder gar nicht kannten. Viele Rückmeldungen zeigen, dass seine Gedanken auch heute noch überraschend aktuell sind und konkrete Impulse für den Alltag geben.“