Wien / Madrid, 28. September 2026 – Prof. Dr. César Ortiz-Echagüe, Jahrgang 1927, ist am gestrigen Sonntag in seiner Geburtsstadt Madrid gestorben. Von 1984 bis 1996 war er Regionalvikar des Opus Dei in Deutschland.Bevor er 1983 im Alter von 56 Jahren zum Priester geweiht wurde, arbeitete er viele Jahre als Architekt. Zu seinen Werken gehören unter anderem Bauten der Universität von Navarra in Pamplona sowie die Madrider Schule Tajamar. Er gehörte zur ersten Generation des Opus Dei und arbeitete über lange Zeit eng mit dem Gründer, dem heiligen Josefmaria, zusammen. Sein Vater, José Ortiz-Echagüe, war als Ingenieur und Unternehmer unter anderem Gründer der spanischen Automobilfirma Seat.
Prälat Christoph Bockamp, Regionalvikar des Opus Dei in Mitteleuropa und direkter Nachfolger von Prälat Ortiz, kommentiert: „Mit Prälat César Ortiz verlieren wir eine ganz große Persönlichkeit, die mit ihrer Liebenswürdigkeit und seelsorglichem Eifer die Geschichte des Opus Dei in Deutschland maßgeblich geprägt hat. Wir danken Gott, ihn so lange in Deutschland erlebt zu haben und bauen fest auf seine Fürsprache im Himmel.“
César Ortiz-Echagüe lernte den heiligen Josefmaria im Januar 1945 kennen und bat im Oktober desselben Jahres um die Aufnahme ins Opus Dei. Von da an stand er in häufigem Kontakt mit ihm. Wenn sich der heilige Josefmaria in Spanien aufhielt, wohnte er am Sitz der Regionalleitung, an dem auch Ortiz-Echagüe lebte. In diesen Jahren reiste Ortiz-Echagüe zudem oft nach Rom, um an der Seite des heiligen Josefmaria zu arbeiten. Beim Bau des Wallfahrtsorts Torreciudad in den Pyrenäen von 1970 bis 1975 koordinierte Ortiz-Echagüe im Auftrag der Leitung des Opus Dei die Arbeit der verschiedenen Gewerke. Seine Fahrten nach Rom nutzte er, um den Gründer persönlich über den Stand der Planungen und Bauarbeiten zu informieren.
Nach dem Tod des Gründers berief dessen Nachfolger, der selige Bischof Álvaro del Portillo, Ortiz-Echagüe in die Zentralleitung des Werkes nach Rom. 1983 weihte ihn Papst Johannes Paul II. im Petersdom im Alter von 56 Jahren zum Priester. Ein Jahr später wurde er zum Regionalvikar für Deutschland ernannt und übte dieses Amt bis 1996 aus. Anschließend lebte er einige Zeit in einem Zentrum des Opus Dei in Essen. Seine letzten zehn Jahre verbrachte er zurückgezogen in seiner Heimatstadt Madrid, wo er nach einem kurzen Klinikaufenthalt starb. Sein Todestag fällt auf den Jahrestag der Seligsprechung von Alvaro del Portillo in Madrid (27.9.2014). Seine Beisetzung erfolgt am Montag, 28. September in Madrid.
Über das Opus Dei
Die weltweit aktive Seelsorgeeinrichtung bietet durch geistliche Bildung einen Weg an, inmitten der täglichen Aktivitäten ein frohes Christsein in lebendiger Gottesbeziehung zu leben. Gegründet wurde das Opus Dei vom spanischen Priester Josefmaria Escrivá (1902-1975). Er wurde 2002 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. 2018 wurde als erstes Laienmitglied die Chemikerin Guadalupe Ortiz de Landázuri (1916-1975) unter Papst Franziskus seliggesprochen. Das Opus Dei besteht seit 1928 und ist als Personalprälatur der katholischen Kirche in derzeit 68 Ländern tätig. Von den aktuell über 95.000 Mitgliedern sind 98 Prozent Laien und zwei Prozent Priester. Der Anteil der Frauen im Opus Dei beträgt 60 Prozent. 74 Prozent der Mitglieder sind verheiratet oder auf dem Weg zur Ehe, 26 Prozent leben die apostolische Ehelosigkeit.
In Deutschland begann das Opus Dei seine Tätigkeit im Jahr 1952, in der Schweiz 1956 und in Österreich 1957. Von Österreich aus gelangte es 1990 nach Ungarn und 2009 ins mehrheitlich orthodoxe Rumänien. Insgesamt hat das Opus Dei in der Region Mitteleuropa rund 1.300 Mitglieder.
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