Der Tod von Bischof Alvaro (23.3.1994)

Am 23. März 1994 starb Alvaro del Portillo. Papst Johannes Paul II. schickte ein Beileidstelegramm und kam persönlich zum Zentralsitz des Opus Dei, um vor dem Leichnam des ersten Nachfolgers des hl. Josefmaria zu beten.

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Am 23. März 1994 starb Alvaro del Portillo. Papst Johannes Paul II. schickte ein Beileidstelegramm und kam persönlich zum Zentralsitz des Opus Dei, um vor dem Leichnam des ersten Nachfolgers des hl. Josefmaria zu beten.

Johannes Paul II.  vor dem Leichnam von Alvaro del Portillo

Am Morgen des 23. März telefonierte Javier Echevarría um halb sieben mit Stanislaw Dziwisz, dem Privatsekretär von Johannes Paul II., er möge den Heiligen Vater von Don Alvaros Tod in Kenntnis setzen, ehe der Papst mit der Messfeier begänne. Prälat Dziwisz versicherte ihm, dass er den Papst sofort informieren und er in der Messe für ihn beten werde. Schon bald sollte Don Javier erfahren, dass er nicht nur die Messe für Don Alvaro gefeiert, sondern auch alle Konzelebranten aufgefordert hatte, sich dieser Intention anzuschließen. Später traf ein herzliches und ausdrucksvolles Telegramm mit dem Beileid und dem Segen des Heiligen Vaters am Sitz des Opus Dei ein.

Kurz vor Mittag informierte der Präfekt des Päpstlichen Hauses, Bischof Dino Monduzzi, Javier Echevarría, dass der Papst den Vatikan am Abend gegen sechs Uhr verlassen werde, um vor den sterblichen Überresten des Bischofs und Prälaten des Opus Dei zu beten. Er kam zur angekündigten Zeit in der Begleitung von Kardinalssekretär Angelo Sodano, Bischof Monduzzi und Prälat Dziwisz. Etwa zehn Minuten betete er kniend im Mittelschiff der Prälaturkirche; um ihn herum herrschte ein eindrucksvolles Schweigen. Als er sich erhob, schlug man ihm vor, ein Responsorium zu beten, doch er zog es vor, das Salve Regina und drei

Ehre sei dem Vater anzustimmen; dann betete er: Requiem aeternam dona ei, Domine und Requiescat in pace und besprengte Don Alvaros Leichnam mit Weihwasser. Danach kniete er noch einmal auf der Kniebank nieder. Bevor er ging, erteilte er den Anwesenden seinen Segen.

Als Don Javier ihm im Namen der Prälatur für sein Kommen dankte, erwiderte Johannes Paul II.:

Si doveva, si doveva..." (Ich musste es doch tun...)

Und er fragte, wann genau Don Alvaro seine letzte Messe im Heiligen Land gefeiert habe.

Etwa zehn Minuten betete er kniend im Mittelschiff der Prälaturkirche; um ihn herum herrschte ein eindrucksvolles Schweigen.

In der Predigt der Totenmesse, die vor der Beisetzung ebenfalls in der Kirche Unsere Liebe Frau vom Frieden gefeiert wurde, sagte der Generalvikar des Opus Dei: "Ich kann euch anvertrauen, dass er sein Leben Gott unablässig für den Papst und für die Heilige Kirche aufgeopfert hat. Ich hatte gestern die Gelegenheit, dies dem Heiligen Vater Johannes Paul II. zu sagen, als er kam, um vor den sterblichen Überresten des Vaters zu beten. Ich habe ihm gesagt – weil es die reine Wahrheit ist –, dass er die letzte Messe seines Lebens in der Abendmahlskirche in Jerusalem wie immer für den Papst und seine Anliegen gefeiert hat."(Salvador Bernal, Alvaro del Portillo, S. 269-270)

Der Text des päpstlichen Telegramms, veröffentlicht im Osservatore Romano vom 25. März 1994, lautete:

«Nell’apprendere la triste notizia dell’improvvisa scomparsa di Monsignor Alvaro del Portillo, Prelato dell’Opus Dei, porgo a Lei ed ai membri dell’intera Prelatura le più sentite condoglianze, mentre ricordando con animo grato al Signore la zelante vita sacerdotale ed episcopale del defunto, l’esempio di fortezza e di fiducia nella Provvidenza Divina da lui costantemente offerto, nonché la sua fedeltà alla Sede di Pietro ed il generoso servizio ecclesiale quale stretto collaboratore e benemerito successore del Beato Josemaría Escrivá, elevo al Signore fervide preghiere di suffragio perché accolga nel gaudio eterno questo suo servitore buono e fedele, ed invio a conforto di quanti hanno beneficiato della sua dedizione pastorale e delle sue elette doti di mente e di cuore una speciale Benedizione Apostolica. Ioannes Paulus PP. II»

(Telegramm an den Generalvikar der Prälatur, 23-III-1994)