Uns verbindet der Wunsch nach einer lebendigen Beziehung zu Gott mitten im Alltag. In erster Linie bemühen wir uns selbst, Christus nachzufolgen: in der Familie, im Beruf und in der Gesellschaft.
Zugleich möchten wir die Freude am Glauben mit anderen Menschen teilen – auf einfache und persönliche Weise, von Du zu Du. Wir glauben, dass jeder Mensch Gott im eigenen Leben entdecken kann und dass diese Begegnung das Leben positiv verändert.
Dabei orientieren wir uns an den ersten Christen. Sie lebten mitten in der Gesellschaft, gingen ihren Berufen nach und unterschieden sich äußerlich nicht von ihren Mitmenschen. Doch ihr Herz brannte für Christus. Seine Liebe und den Glauben an ihn wollten sie weitergeben – zunächst an jene, denen sie Tag für Tag begegneten. Auch wir möchten Menschen die Begegnung mit Christus erleichtern, gerade auch jenen, die Gott noch kaum kennen oder der Kirche fern stehen. Darin sehen wir zugleich eine Weise, den Mitmenschen und der Gesellschaft zu dienen.
Unsere Geschichte begann 1928, als der junge spanische Priester Josefmaria Escrivá (1902–1975) das Opus Dei gründete. Bis zu seinem Tod widmete er sein Leben dem Aufbau und der Ausbreitung des Werkes. Damals war das Opus Dei bereits auf allen fünf Kontinenten vertreten. 2002 wurde Josefmaria Escrivá von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. Seit 1982 ist das Opus Dei eine Personalprälatur der katholischen Kirche.
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Was bedeutet es konkret, den Glauben im Alltag zu leben?
Für uns zeigt sich das vor allem darin, dass wir …
… die persönliche Beziehung zu Gott pflegen und aus ihr Kraft und Zuversicht für den Alltag schöpfen.
… den Glauben nicht vom übrigen Leben trennen. Auch unsere alltäglichen Tätigkeiten können so Teil unserer Beziehung zu Gott werden.
… unsere Arbeit und unsere täglichen Aufgaben als Dienst an Gott und den Menschen verstehen. Nach dem Vorbild Jesu möchten wir gut und verantwortungsvoll arbeiten, um für unsere Familien zu sorgen, uns persönlich weiterzuentwickeln und zum Wohl der Gesellschaft beizutragen.
… die Familie als einen besonderen Ort sehen, an dem wir aus der Beziehung zu Christus heraus Liebe und Verantwortung leben.
… Freundschaften pflegen und die Menschen um uns herum im Blick haben, ihre Freuden und Sorgen teilen und auf ihre Nöte eingehen.
… mit unseren Pfarreien und Ortsbischöfen verbunden sind und ihre Anliegen unterstützen.
… Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen. Gemeinsam mit anderen engagieren wir uns in sozialen, kulturellen, sportlichen, politischen oder wissenschaftlichen Bereichen und bringen dort unsere jeweiligen Fähigkeiten und Überzeugungen in Freiheit ein.
Einige Zahlen
Dem Opus Dei gehören derzeit 95.000 Mitglieder in 69 Ländern auf fünf Kontinenten an (Stand April 2026).
98 Prozent sind Laien, darunter mehr Frauen (60 Prozent) als Männer (40 Prozent). Die überwiegende Mehrheit ist verheiratet. 25 Prozent leben als Laien in der apostolischen Ehelosigkeit, rund 2 Prozent sind Priester.
Der Anteil der Mitglieder ist mit gut 54 Prozent in Europa am höchsten, gefolgt von Nord-, Zentral- und Südamerika (mit ca. 36 Prozent). Afrika, Asien und Ozeanien machen zusammen einen Anteil von insgesamt 9,5 Prozent aus.
In Deutschland ist das Opus Dei seit 1952 präsent, in der Schweiz seit 1956 und in Österreich seit 1957. Seit 1990 ist es auch in Ungarn und seit 2009 in Rumänien aktiv. Zusammen bilden diese Länder die Region Mitteleuropa mit etwa 1.300 Mitgliedern.
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