Prof. Dr. César Ortiz-Echagüe, Jahrgang 1927, ist heute früh gegen 2:30 Uhr in seiner Geburtsstadt Madrid gestorben. Von 1984 bis 1996 war er Regionalvikar des Opus Dei in Deutschland. Bevor er 1983 im Alter von 56 Jahren zum Priester geweiht wurde, arbeitete er viele Jahre als Architekt. Zu seinen Werken gehören unter anderem Bauten der Universität von Navarra in Pamplona sowie die Madrider Schule Tajamar. Er gehörte zur ersten Generation des Opus Dei und arbeitete über lange Zeit eng mit dem heiligen Josefmaria zusammen.
Prälat Christoph Bockamp, Regionalvikar des Opus Dei in Mitteleuropa, kommentiert: „Mit Prälat César Ortiz verlieren wir eine ganz große Persönlichkeit, die mit ihrer Liebenswürdigkeit und seelsorglichem Eifer die Geschichte des Opus Dei in Deutschland maßgeblich geprägt hat. Wir danken Gott, ihn so lange in Deutschland erlebt zu haben und bauen fest auf seine Fürsprache im Himmel.“
César Ortiz-Echagüe lernte den heiligen Josefmaria im Januar 1945 kennen und bat im Oktober desselben Jahres um die Aufnahme ins Opus Dei. Von da an stand er in häufigem Kontakt mit ihm. Wenn sich der heilige Josefmaria in Spanien aufhielt, wohnte er am Sitz der Regionalleitung, an dem auch Ortiz-Echagüe lebte. In diesen Jahren reiste Ortiz-Echagüe zudem oft nach Rom, um an der Seite des heiligen Josefmaria zu arbeiten. Beim Bau des Wallfahrtsorts Torreciudad in den Pyrenäen von 1970 bis 1975 koordinierte Ortiz-Echagüe im Auftrag der Leitung des Opus Dei die Arbeit der Architekten, Bildhauer, Maler und Anstreicher. Seine Fahrten nach Rom nutzte er, um den Gründer persönlich über den Stand der Planungen und Bauarbeiten zu informieren.
Nach dem Tod des Gründers berief dessen Nachfolger, der selige Bischof Álvaro del Portillo, Ortiz-Echagüe in die Zentralleitung des Werkes nach Rom. 1983 weihte ihn Papst Johannes Paul II. im Petersdom im Alter von 56 Jahren zum Priester. Ein Jahr später wurde er zum Regionalvikar für Deutschland ernannt und übte dieses Amt bis 1996 aus. Anschließend lebte er einige Zeit in einem Zentrum des Opus Dei in Essen. Seine letzten zehn Jahre verbrachte er zurückgezogen in seiner Heimatstadt Madrid, wo er nach einem kurzen Klinikaufenthalt starb. Sein Todestag fällt auf den Jahrestag der Seligsprechung von Alvaro del Portillo in Madrid (27.9.2014). Seine Beisetzung erfolgt am Montag, 28. September in Madrid.
- https://opusdei.org/de/article/ohne-angst-grosses-in-angriff-zu-nehmen/
César Ortiz-Echague (Hrsg.): Josemaría Escrivá, Profile einer Gründergestalt, Adamas Köln 2002, ISBN 3-925746-89-7. - Martin Lohmann: Ganz einfach heilig. Cesar Ortiz erzählt über seinen heiligen Freund Josemaría Escrivá. Christiana-Verlag, Kißlegg 2014, ISBN 978-3-7171-1226-6 (Interview über den hl. Josefmaria).
- César Ortiz-Echagüe: José Ortiz Echagüe en el recuerdo de su hijo. Ediciones Rialp, Madrid 2020 (Biografie seines Vaters und Autobiografie) ISBN 978-84-321-5301-3.

