Die heilige Messe als Mitte und Wurzel des christlichen Lebens

Der heilige Josefmaria Escrivá bezog sich häufig in Wort und Schrift auf die Eucharistie als "Mitte und Wurzel des christlichen Lebens". Diese Studie widmet sich der Betrachtung des dogmatischen Fundaments und des theologischen Inhalts dieses Ausdrucks.

„Meine lieben Töchter und Söhne, ich habe euch immer gelehrt, dass das heilige Messopfer Wurzel und Mitte eures geistlichen Lebens ist.“(1) Der heilige Josefmaria Escrivá bezog sich häufig in Wort und Schrift auf die Eucharistie als Mitte und Wurzel des christlichen Lebens.

Er griff dieses Thema vor allem auf, wenn er die katholische Lehre über das eucharistische Opfer darlegte und die christliche Berufung als ein Leben in Christus beschrieb. „Der Sohn Gottes wurde Mensch und starb am Kreuz“, schrieb er 1940, „damit alle Menschen mit Ihm und dem Vater eins sind. Wir alle sind also aufgerufen, an dieser göttlichen Einheit teilzuhaben. Da wir eine priesterliche Seele haben, versuchen wir, bei Jesus zu sein und wie er Mittler zwischen Gott und den Menschen, indem wir die heilige Messe zum Zentrum unseres Lebens machen.“(2) Alle rief er auf, aus der Eucharistie als Mittelpunkt im Leben der Kirche und jedes Christen Konsequenzen zu ziehen und jeden Tag die ganze Existenz mit dem eucharistischen Opfer zu verbinden: „Bemühe dich mit allen Kräften darum, dass das Heilige Messopfer Mitte und Wurzel deines inneren Lebens ist. Der ganze Tag wird so - zuerst als Verlängerung der vergangenen heiligen Messe, dann als Vorbereitung auf die kommende - zu einem Gottesdienst, der sich immer neu entfaltet: in Stoßgebeten, im Aufsuchen des Altarssakramentes, in der Darbringung deiner beruflichen Arbeit und deines Familienlebens.“(3) Seine Verkündigung wurde vom Beispiel seines Lebens begleitet. So bezeugt es auch Bischof Alvaro del Portillo: „Vierzig Jahre lang war ich Tag für Tag Zeuge seiner Bemühung, jeden Tag in ein Sühnopfer, in eine Verlängerung des Messopfers zu verwandeln. Die heilige Messe war das Zentrum seines heroischen Arbeitspensums und die Wurzel, die seinen inneren Kampf, sein Leben des Gebetes und der Buße, belebte. Dank dieser Einheit mit dem Opfer Christi erlangte seine pastorale Tätigkeit einen Wert für die Heiligkeit anderer Menschen, der beeindruckend war. An jedem Tag war wahrhaft alles operatio Dei, Opus Dei, ein wirklicher Weg des Gebetes, der engen Verbindung mit Gott und der Gleichgestaltung mit Christus in seiner Ganzhingabe für die Rettung der Welt.“(4)

Diese Studie widmet sich an erster Stelle der Betrachtung des dogmatischen Fundaments und des theologischen Inhalts des Ausdrucks „Die Heilige Messe ist Mitte und Wurzel des christlichen Lebens“, der so häufig vom heiligen Josefmaria Escrivá benutzt wurde. Danach werde ich – auch anhand seiner Worte – versuchen, aufzuzeigen, was der besagte Ausdruck für das tägliche Leben des Christen bedeutet.

Die Eucharistie – Fortdauer des dreifaltigen Stroms der Liebe zu den Menschen in Kirche

Diejenigen, die sich mit den Texten des heiligen Josefmaria befassen, bemerken sofort das tiefe Bewusstsein der Gotteskindschaft, das sich in ihnen widerspiegelt sowie die trinitarische Perspektive in allen seinen Schriften (5). Was die Eucharistie betrifft, so führen uns folgende Worte der Homilie Die Eucharistie, Geheimnis des Glaubens und der Liebe, gehalten am Gründonnerstag, dem 14. April 1960, in die Betrachtung des eucharistischen Geheimnisses ein:

„Der Gott unseres Glaubens ist nicht ein entrücktes Wesen, das auf das Schicksal, auf die Not und das Elend der Menschen unbeteiligt herabschaut. Er ist ein Vater, der seine Kinder so sehr liebt, dass Er das Wort, die zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit, in die Welt sendet, damit Es, Fleisch geworden, für uns sterbe und uns erlöse. Es ist derselbe liebende Vater, der uns jetzt sanft zu Christus hinzieht durch das Wirken des Heiligen Geistes, der in unseren Herzen wohnt.

Die Freude des Gründonnerstag hat hier ihre Wurzel: in der Erkenntnis, dass der Schöpfer sich in einem Überfluss an Liebe seinen Geschöpfen zuneigt. Als ob all die vielen Beweise seiner Barmherzigkeit nicht genügten, setzt unser Herr Jesus Christus die Eucharistie ein, damit wir Ihm immer nahe sein können, und - soweit es hier überhaupt ein Begreifen gibt - weil die Liebe Ihn, dem nichts ermangelt, antreibt, nicht ohne uns zu bleiben. Die Dreifaltigkeit ist ganz in Liebe dem Menschen zugetan, der emporgehoben ist zur Ebene der Gnade, geschaffen nach ihrem Ebenbild und Gleichnis; Sie hat ihn von der Sünde erlöst - von der Sünde Adams, die auf seine ganze Nachkommenschaft übergegangen ist, und von den persönlichen Sünden jedes einzelnen - und Sie sehnt sich danach, in unserer Seele zu wohnen ... Dieser dreifaltige Strom der Liebe zu den Menschen dauert in erhabener Weise fort in der Eucharistie.“(6)

Die Tatsache der Gegenwart und des Wirkens der Dreifaltigkeit im eucharistischen Opfer bildet den Hauptkern seiner Überlegungen. „Die heilige Messe ... ist das Geschenk der Dreifaltigkeit an die Kirche. Daher leuchtet es ein, dass sie Mitte und Wurzel im geistlichen Leben des Christen ist.“(7) Für den heiligen Josefmaria offenbart uns die Eucharistie die Liebe des Vaters und lässt uns an ihr teilhaben. Dieser sandte seinem Erlösungsplan gemäß seinen eingeborenen Sohn in die Welt, um uns zu erlösen und uns das ewige Leben zu geben. Das Messopfer offenbart und schenkt uns die Liebe des Sohnes, der das Brot ist, das vom Himmel herabgekommen ist und, dem Willen des Vaters gehorsam, sein Leben für uns hingab. Es enthüllt uns die Liebe des Heiligen Geistes und teilt sie uns mit. Durch sein Werk wurde das Wort Fleisch, das weiterhin bei jeder Eucharistiefeier unter uns gegenwärtig ist und uns sein Fleisch opfert, das durch den Geist lebendig ist.

„Die ganze Dreifaltigkeit ist beim Opfer des Altares gegenwärtig. Dem Willen des Vaters gehorsam und unter Mitwirkung des Heiligen Geistes bringt sich der Sohn als Erlösungsopfer dar“ (8). Immer wenn die Kirche die Eucharistie feiert, wird der Herr in den sakramentalen Zeichen von Brot und Wein gegenwärtig, indem er das eigene Leben dem Vater opfert, um die ganze Menschheit aus der Sklaverei der Sünde zu befreien. In Christus und mit Christus wird sein Erlösungswerk gegenwärtig, das Opfer unserer Erlösung in der Fülle des Ostergeheimnisses, d. h. seines Leidens, seines Todes und seiner Auferstehung. Es handelt sich nicht um eine statische, nur passive Gegenwart des Herrn, da Er mit der erlösenden Dynamik seines Todes und seiner glorreichen Auferstehung gegenwärtig ist. Er ist gegenwärtig als Person, die zu uns kommt, um uns zu erlösen, um ihre Liebe kundzutun und uns ihr Leben mit dem Brot des ewigen Lebens und dem Kelch des ewigen Heils zu geben. So werden wir mit Ihm vereint und haben die Möglichkeit, dass wir in Ihm – in Christus und unter dem Tun des Heiligen Geistes – dem Vater in Danksagung alles zurückgeben, was vom Vater stammt.

„Die Liebe der Dreifaltigkeit zu den Menschen bewirkt, dass aus der Gegenwart Christi in der Eucharistie für die Kirche und für die Menschheit alle Gnaden entströmen.“ (9) Von diesem dreifaltigen Strom der Liebe, der uns durch das Allerheiligste Sakrament zukommt, stammt die Kraft, die die Christen bereitet, um als Söhne des Einzigen Vaters, durch einen einzigen Geist belebt, in Christus zu leben. So werden sie fähig, bis zur vollständigen Hingabe zu lieben, und sich ganz für den Aufbau der Kirche und die Umgestaltung der Welt gemäß dem göttlichen Plan einzusetzen. Denn die Eucharistie ist kein Geheimnis, das wir im Licht des Glaubens nur bewundern können. Sie ist unendlich viel mehr, weil uns Jesus Christus in diesem Sakrament einlädt, die Erlösung anzunehmen, die er uns anbietet, und die sakramentalen Gaben seines Leibes und seines Blutes als Speise zum ewigen Leben zu empfangen. Das ermöglicht uns, in Gemeinschaft mit seiner Person und seinem Opfer zu treten und gleichzeitig in Gemeinschaft mit allen Gliedern seines mystischen Leibes, der Kirche. (...)

Die Teilnahme am eucharistischen Opfer in der Verkündigung des heiligen Josefmaria Escrivá

In den Schriften des heiligen Josefmaria zeigt sich eine tiefe einheitliche Sicht der verschiedenen Aspekte des eucharistischen Geheimnisses. Er betont besonders den Opfercharakter der Liturgie, da er diese in der richtigen Perspektive betrachtet, nämlich innerhalb der sakramentalen Ordnung der Kirche. Die Messe ist „das sakramentale Opfer des Leibes und Blutes des Herrn.“ (33) Im Einklang mit der kirchlichen Überlieferung setzt er das genannte sakramentale Opfer mit dem einzigen Opfer unseres Erlösers gleich: „Es ist das Opfer Christi, das dem Vater unter Mitwirkung des Heiligen Geistes dargebracht wird: ein Opfer von unendlichem Wert, das in uns die Erlösung verewigt.“ (34) Er betrachtet diese Wirklichkeit mit den Augen des Glaubens und der Liebe, und so entdeckt er, dass "in diesem Opfer (der Heiligen Messe) alles enthalten ist, was der Herr von uns will“ (35): das, was er wünscht, wenn wir an der Eucharistiefeier teilnehmen und in jedem Augenblick unseres Lebens.

In der Tat möchte Gott, unser Vater, dass wir als das leben, was wir sind, als Söhne im Sohn, Christus gleichgestaltet in seiner Sohnesliebe und seinem Gehorsam. Diese Gleichgestaltung verwirklicht sich auf einzigartige Weise durch die Eucharistie. Vereint mit dem Gottmenschen Jesus Christus können wir als Kinder in einer bleibenden Beziehung der Liebe zum Vater leben, der über uns seine Vaterschaft ausgießt, die von Liebe überfließt. Außerdem treten wir durch die Vereinigung mit dem Leib Christi, mit seiner durch den Geist lebendigen und Leben schenkenden Menschheit, auch in Gemeinschaft mit der dritten Person der Dreifaltigkeit und empfangen die Kraft der Liebe des Heiligen Geistes, der alles erschafft, erneuert, entzündet und heiligt. Er macht uns zu einem anderen Christus und lässt uns unsere Gotteskindschaft in Christus verspüren. Auf dieser Linie bewegte sich auch der heilige Josefmaria, als er schrieb: „Und das Leben der Gnade, das durch die Taufe in uns eingesenkt wurde und, durch die Firmung gestärkt, in uns wächst, geht durch die heilige Messe seiner Vollendung entgegen. Wenn wir an der Eucharistie teilnehmen, schreibt der heilige Cyrill von Jerusalem, erfahren wir die vergöttlichende Vergeistigung durch den Heiligen Geist, die uns nicht nur mit Christus gleichförmig macht, wie in der Taufe, sondern uns gänzlich verchristlicht, indem sie uns an der Fülle Jesu Christi teilhaben lässt. Die Ausgießung des Heiligen Geistes, die uns christusförmig macht, führt uns zu der Erkenntnis, dass wir Kinder Gottes sind. Der Tröster, der die Liebe ist, lehrt uns, auf diese Tugend unser ganzes Leben zu gründen; und consummati in unum (Jo 17,23), einsgeworden mit Christus, können wir unter den Menschen das sein, was nach dem heiligen Augustinus die Eucharistie ist: Zeichen der Einheit, Band der Liebe.“ (36)

Die Betrachtung der Liebe, die Christus uns in der Eucharistie offenbart, und vor allem die Gleichgestaltung mit Ihm durch den Glauben, die Gnade des Sakramentes, die uns Christus ähnlich macht, und das Wirken des Heiligen Geistes in der Seele – all das kann keinen Christen, der am eucharistischen Opfer teilnimmt, gleichgültig oder passiv lassen. „Nur mit voller Hingabe des Leibes und der Seele – sagt der heilige Josefmaria - können wir eine solche Liebe erwidern.“ (37) Das erfordert, dass wir uns aus Liebe hinschenken wie Er, in einer Ganzhingabe, die demütig, verborgen, ausdauernd ist und keine Bedingungen stellt.

Gott erwartet in jeder Eucharistiefeier von uns, dass wir uns ganz und gar den Worten Jesu Christi anschließen: Nehmet und esset ... das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird; nehmet und trinket ... das ist der Kelch meines Blutes, das für euch und für alle Menschen vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Das Gebot des Herrn, dies (das, was Er getan hat) zu seinem Gedächtnis zu tun verlangt, dass nicht nur der zelebrierende Priester seine Worte und Gesten wiederholt, sondern dass alle mit Glauben und Liebe seine Gabe annehmen und uns mit Ihm vereint im Geist dem Vater zum Heil der Welt darbringen.

Alle Gläubigen, das ganze priesterliche Volk Gottes und nicht nur der zelebrierende Priester, sind aufgerufen, die Eucharistie auf diese Weise zu feiern, d. h. ihre Hingabe an Gott zu aktualisieren. Einmal im Augenblick der Konsekration der Gaben, wenn durch die Gegenwart der Person Christi seine Opferhandlung vergegenwärtigt wird, und dann auch bei der Kommunion, wenn wir mit dem göttlichen Opfer eins werden. Denn obwohl nur der geweihte Amtspriester – Bischof oder Priester – die Befähigung hat, das eucharistische Opfer in persona Christi zu feiern, so sind doch alle anwesenden Gläubigen einbezogen. Kraft ihres allgemeinen Priestertums (d. h. aufgrund ihrer in der Taufe empfangenen Teilhabe am Priestertum Christi) sind sie aufgerufen, ihr mit dem Opfer Christi vereintes Leben dem Vater als eine geistliche Gabe darzubringen. Die Gläubigen dürfen sich nicht einfach wie Zuschauer bei dem Gottesdienst verhalten, den der zelebrierende Priester hält. Alle können und sollen an der Darbringung des Opfers teilhaben.

Der heilige Josefmaria bestand mit Nachdruck auf dieser Lehre der Kirche und lehrte im gleichen Sinne, die Aufopferung des eigenen Lebens und der täglichen Arbeit in der heiligen Messe zu erneuern. Alles, was wir sind und haben, den Verstand, den Willen, das Gedächtnis, die Arbeit, die Freuden und die Widerwärtigkeiten – alles wollte er auf den Altar legen, damit der Herr es annehme und ihm einen erlösenden Wert verleihe „während des erhabenen Augenblicks der heiligen Messe, wo sich Zeit und Ewigkeit vereinen“ (39). Das ganze Leben Tag für Tag auf das eucharistische Opfer auszurichten, bedeutet, so erklärte er immer wieder, mit priesterlicher Seele zu leben. So nahm er das vorweg, was das Zweite Vatikanische Konzil später über die Aufgabe der Christgläubigen sagen würde: „Es sind nämlich alle ihre Werke, Gebete und apostolischen Unternehmungen, ihr Ehe- und Familienleben, die tägliche Arbeit, die geistige und körperliche Erholung, wenn sie im Geist getan werden, aber auch die Lasten des Lebens, wenn sie geduldig ertragen werden, geistige Opfer, wohlgefällig vor Gott durch Jesus Christus. Bei der Feier der Eucharistie werden sie mit der Darbringung des Herrenleibes dem Vater in Ehrfurcht dargeboten.“(40)

Was bis jetzt über die Gläubigen gesagt wurde, lässt sich insbesondere auf den zelebrierenden Priester anwenden. Insoweit er bei der Eucharistiefeier in persona Christi handelt, ist er aufgerufen, sich auf besondere Weise mit Christus als dem Opfer und dem Priester zu identifizieren. Die Darbringung des eigenen Lebens durch Christus und in Christus an den Vater muss für ihn in jeder Eucharistiefeier eine Wirklichkeit sein. In diesem Sinn wird im Dekret Presbyterorum Ordinis festgestellt, dass die Priester „sich täglich Gott ganz darbringen, während sie sich mit dem Tun des Priesters Christus verbinden“ (41). Das, was sie sakramentalerweise auf dem Altar verwirklichen, betrifft ihr ganzes Leben. Sie sind aufgerufen, sich in Christus und mit Christus vollkommen dem Vater hinzugeben und ihm auf diese Weise zu erlauben, ihrem ganzen Leben Sinnfülle und erlösenden Wert zu geben.

Der heilige Josefmaria war sich dieser Wahrheit vollkommen bewusst. Häufig erinnerte er die Priester daran und er selbst setzte sie täglich beim Altarsopfer in die Tat um.

„Durch die Priesterweihe erhält de Priester wirklich die Fähigkeit, dem Herrn Hände, Stimme, sein ganzes Sein zu leihen: Jesus Christus selbst verwandelt in der heiligen Messe durch die Worte der Konsekration Brot und Wein in seinen Leib und seine Seele, sein Blut und seine Gottheit.

Darin gründet die unvergleichliche Würde des Priesters: in einer geliehenen Erhabenheit, die vereinbar ist mit meiner eigenen Niedrigkeit. Ich bitte Gott, den Herrn, er möge uns allen, die wir Priester sind, die Gnade schenken, heiligmäßig das Heilige zu tun, die Gnade, auch in unserem Leben die Wundertaten seiner Größe widerzuspiegeln. Die, die wir die heiligen Geheimnisse des Leidens des Herrn feiern, haben dem nachzueifern, was wir vollziehen. Dann wird die Hostie unseren Platz vor Gott einnehmen, wenn wir selbst zur Opfergabe werden.“(42)

Bischof Alvaro del Portillo, ein herausragender Zeuge des Glaubens und der Liebe, mit der der heilige Josefmaria täglich die heilige Messe feierte, bestätigte das:

„Wenn er während der Wandlung den eucharistischen Leib und das Blut unseres Herrn emporhob, betete er – natürlich nicht laut, weil das die liturgischen Vorschriften nicht zulassen, wohl aber innerlich, in Kopf und Herz – immer dieselben kurzen Gebete, heroisch ausdauernd, jahrzehntelang.

Bei der Erhebung der konsekrierten Hostie sagte er in seinem Innern: „Mein Herr und mein Gott!“, jenen Glaubensakt des Apostels Thomas also. Dann betete er bedächtig, in anlehnung an eine andere Stelle der Heiligen Schrift: Audage nobis fidem, spem et charitatem [Vermehre in uns Glauben Hoffnung und Liebe] und bat den Herrn für das ganze Werk um die Gnade, im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe zu wachsen. Anschließend sprach er ein Gebet zur Barmherzigen Liebe, das er als Jugendlicher gelernt und und oft betrachtet, jedoch bei seinen Predigten nie verwendet hat. Nur ganz selten kam er überhaupt darauf zu sprechen. Es lautet: „Heiliger Vater, durch das Unbefleckte Herz Mariens opfere ich Dir Jesus, Deinen vielgeliebten Sohn, auf und mich selbst in Ihm, durch Ihn und mit Ihm in all seinen Anliegen und im Namen aller Geschöpfe.“ Und er fügte noch hinzu: „Herr, gewähre mir und allen die Reinheit und das gaudium cum pace [Freude und Frieden]“, wobei. er an seine Kinder im Opus Dei dachte. Wenn er sich nach der Erhebung von Hostie und Kelch niederkniete, betete er die erste Strophe des eucharistischen Hymnus Adore te devote, latens deitas [In Demut bet’ ich Dich, verborgne Gotheit an] und sagte dem Herrn: Willkommen auf dem Altar!

Ich wiederhole:Das alles betete er nicht nur dann und wann, sondern täglich, dabei nie mechanisch, sondern aus ganzer Liebe und mit innerer Vibration.“ (43)

Man kann sich leicht die Freude des heiligen Josefmaria vorstellen, als er im Dekret Presbyterorum ordinis las, was er schon seit vielen Jahren predigte, nämlich dass die Feier des eucharistischen Opfers „die Mitte und Wurzel des ganzen priesterlichen Lebens bildet, so dass der Priester in seinem Herzen auf sich beziehen muss, was auf dem Opferaltar geschieht“(44).

Der heilige Josefmaria lebte und lehrte diese Hingabe des eigenen Lebens an Gott in der heiligen Messe („unsere Messe, Jesus“, schrieb er im Weg (45)), und er tat es radikal, ohne sie auf einen inneren Vorsatz im Moment der liturgischen Feier zu beschränken. „Wir müssen die heilige Messe lieben, die das Zentrum unseres Tages sein soll. Wenn wir die heilige Messe wirklich mitfeiern, wie sollten wir dann nicht den Rest des Tages in Gedanken beim Herrn verharren, mit dem Wunsch, seine Gegenwart nicht zu verlieren; zu arbeiten, wie Er arbeitete; zu lieben, wie Er liebte?“(46) Er selbst versuchte, täglich sein „ganzes Leben wesenhaft zu einem eucharistischen Leben“ (47) zu machen. In dieser Hinsicht schrieb er 1945: „So mit Jesus Christus in der Eucharistie vereint werden wir inmitten der gewöhnlichen Tätigkeiten eine ständige Gegenwart Gottes erreichen, jeder in den ihm auf diesem irdischen Pilgerweg zukommenden Beschäftigungen, und wir werden den Herrn zu jeder Zeit und in allem zu treffen versuchen. Wenn wir die gleichen Empfindungen wie Christus am Kreuz haben, wird unser Leben zu einer unaufhörlichen Wiedergutmachung, einer beständigen Bitte und einem dauernden Opfer für die ganze Menschheit, weil der Herr uns so etwas wie einen übernatürlichen Sinn geben wird, um alle Handlungen zu reinigen, sie zur Ordnung der Gnade zu erheben und in ein Werkzeug des Apostolats zu verwandeln. Nur so werden wir beschauliche Seelen inmitten der Welt, wie es unsere Berufung verlangt. Wir werden wahrhaft priesterliche Seelen sein und alles Unsrige zu einem fortwährenden Lobpreis Gottes machen.“ (48)

Er zeigte ganz konkret, wie man die heilige Messe in die Mitte des Tages stellen kann: Er teilte die 24 Stunden des Tages in zwei Teile: „Bis mittags lebte er die Gegenwart Gottes in Danksagungfür die am Morgen gefeierte Messe, und nach dem Gebet des Angelus begann er, sich auf die Messe des nächsten Tages vorzubereiten.“ (49) In dieser Zeit der Vorbereitung machte er vermehrt Akte des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe und bat um die Vergebung für seine Sünden und für die aller Menschen. Unermüdlich betete er um „apostolische Seelen“ und erneuerte die Absicht, alle Gebete, Arbeiten, Gedanken und Gefühle, Freuden und Leiden auf die Patene zu legen, damit der Herr alles annehme und ihm erlösenden Wert verleihe. Der heilige Josefmaria betrachtete diese Lehre über die Teilnahme der Gläubigen am eucharistischen Opfer als wesentlichen Teil des priesterlichen Dienstes. „Die heilige Messe ist für alle Regungen und Anliegen des menschlichen Herzens der beste Weg: der Weg, der durch Christus und im Heiligen Geiste zum Vater führt. Der Priester muss sich ganz besonders darum bemühen, dass alle dies wissen und leben. Keine andere Tätigkeit darf derjenigen vorgezogen werden zu zeigen, wie man die heilige Eucharistie liebt und verehrt.“ (50) Einige Sätze weiter betont er die Einheit der priesterlichen Weihe des Priesters und seiner Sendung: „Der Priester, der die heilige Messe so lebt – anbetend, sühnend, bittend, dankend, eins geworden mit Christus – und der die Gläubigen lehrt, aus dem heiligen Opfer die Mitte und Wurzel des christlichen Lebens zu machen, bezeugt damit die unvergleichliche Würde der Berufung zum Priestertum.“ (51)

Alle Aussagen des heiligen Josefmaria über die Eucharistie als Mittelpunkt des täglichen Leben rufen zu einer besonderen Sorgfalt in der Liturgie auf, zum Glauben und zur Liebe im Umgang mit Gott und den Dingen Gottes.

„Ich bitte alle Christen, dass sie viel für uns Priester beten, damit wir heiligmäßig das heilige Opfer feiern. Möge ihre Liebe zur heiligen Messe so feinfühlig sein, dass wir Priester uns gedrängt fühlen, sie mit menschlicher und übernatürlicher Würde, mit Eleganz zu feiern, achtend auf die Sauberkeit der Paramente und heiligen Gefäße, andächtig, ohne Eile.

Warum Eile? Beeilen sich etwa Menschen, die sich lieben, wenn sie Abschied nehmen? Es scheint, als würden sie gehen, und gehen doch noch nicht, sie kehren wieder um, wiederholen einfache Worte, als hätten sie sie erst jetzt entdeckt ... Wendet ruhig Beispiele der echten und reinen Liebe unter Menschen auf unser Verhältnis zu Gott an. Wenn wir den Herrn mit diesem unseren Herzen aus Fleisch lieben – und ein anderes Herz haben wir nicht -, dann werden wir nicht übereilig diese liebende Begegnung mit dem Herrn beenden wollen.“ (52)

Sein Beispiel prägt bis heute das Leben seiner Töchter und Söhne. „Von Beginn seines priesterlichen Dienstes an war es sein Bemühen, weder Routine noch Übereilung bei der Feier des Messopfers zuzulassen, obwohl er wegen seiner vielfältigen pastoralen Tätigkeiten gewöhnlich in Zeitnot war. Er hatte im Gegenteil spontan die Tendenz, die Messe mit großer Ruhe zu feiern und jeden Text und jede liturgische Geste auszukosten. Das ging so weit, dass er sich tatsächlich über viele Jahre anstrengen musste, sich zu beeilen, wie man es ihm auch in der geistlichen Führung anriet, um nicht Anstoß zu erregen, und um auf die Gläubigen Rücksicht zu nehmen, die für die Messe viel weniger Zeit einkalkuliert hatten. In diesem Zusammenhang versteht man den Stoßseufzer, der er 1932 niederschrieb: ‚Beim Zelebrieren der heiligen Messe sollten die Uhren stehen bleiben’“. (53)

Diejenigen, die Zeugen waren, wie der heilige Josefmaria Escrivá die Messe feierte, stimmen darin überein, dass es äußerlich niemals etwas Außergewöhnliches oder Eigentümliches gab. Allerdings war es unmöglich, seine tiefe Andacht nicht zu bemerken. (54) Seine Frömmigkeit fand ihre Nahrung in den liturgischen Texten und äußerte sich in der Vielzahl von Gesten, die in der Liturgie vorgesehen sind, wie das Küssen des Altartisches, der Christus symbolisiert, die Neigungen des Kopfes, die tiefen Kniebeugen bei der Anbetung des Allerheiligsten (55). Er feierte die Messe als ein ganz persönliches Treffen mit Christus und mit seinem ganzen mystischen Leib, der Kirche, und er lehrte alle, sie so mitzufeiern: „Die heilige Messe feiern heißt, ununterbrochen im Gebet verharren; denn sie ist für jeden einzelnen von uns eine persönliche Begegnung mit Gott: Wir beten Ihn an, wir loben Ihn, wir flehen zu Ihm, wir sagen Ihm Dank, wir sühnen für unsere Sünden, wir läutern uns, wir wissen uns in Christus mit allen Christen vereint.“ (56) Bischof Álvaro del Portillo schrieb: „Die Intensität, mit der er sich mit dem Opfer Christi in der Eucharistie vereinte, erreichte in etwas ihren Höhepunkt, das ich ohne zu zögern eine besondere mystische Gabe nennen möchte. Der Vater selbst hat es mit großer Einfachheit am 24. Oktober 1966 erzählt: ‚Mit meinen 65 Jahren habe ich eine wunderbare Entdeckung gemacht. Ich feiere die heilige Messe immer gern, aber gestern hat sie mich große Anstrengung gekostet. Welche Mühe! Ich begriff, dass die Messe wirklich Arbeit ist: opus Dei, so wie die erste Messe, das Kreuz, Christus die äußerste Anstrengung abverlangte. Ich begriff, dass der priesterliche Dienst, die Feier der heiligen Messe, Arbeit ist, um die Eucharistie herzustellen, dass man Schmerz, Freude und Ermüdung erfährt. Ich fühlte an meinem Leibe jene Erschöpfung eines göttlichen Tuns.’“ (57)

Dank der Eucharistie kann der Christ wahrhaft ein Christophorus sein, jemand der Christus trägt, der so unter den Menschen weilt. So betrachtete es der heilige Josefmaria in der Homilie zum Fronleichnamsfest am 28. April 1964.

„Die Fronleichnamsprozession macht Christus in den Dörfern und Städten der Welt gegenwärtig. Aber diese Gegenwart, ich wiederhole es, darf nicht nur Sache eines Tages sein, ein Ereignis, das man sieht und dann vergisst. Christus, der vorübergeht, prägt uns ein, dass wir Ihn auch in unserer täglichen Arbeit finden müssen. So muss der feierliche Gang dieses Donnerstags aufgehen in dem stillen und schlichten Gang eines jeden Christen durch sein alltägliches Leben: als Mensch unter Menschen, aber mit der Freude des empfangenen Glaubens und gemäß der göttlichen Sendung so zu leben, dass die Botschaft des Herrn auf Erden erneuert wird. Es fehlt nicht an Fehlern, Armseligkeiten und Sünden in unserem Leben. Aber Gott ist mit uns, und wir müssen uns Ihm bereitwillig zur Verfügung stellen, dann wird sein Vorübergang an den Geschöpfen nie mehr enden.

Bitten wir also den Herrn, Er möge aus uns Menschen mit einer tiefen eucharistischen Frömmigkeit machen, dass sich unser persönlicher Umgang mit Ihm in der Freude, Heiterkeit und im Streben nach Gerechtigkeit zeige. Und so werden wir vielen Menschen helfen, Christus zu erkennen, und dazu beitragen, Ihn allen menschlichen Tätigkeiten voranzustellen. Seine Verheißung wird sich erfüllen: ‚Ich aber werde, wenn ich von der Erde erhöht bin, alles an mich ziehen’“(61).

Von der Eucharistie nimmt die Evangelisierung der Welt ihren Ausgang, sie ist das Fundament der apostolischen Wirksamkeit der Jünger Christi (62). Eingefügt in den Strom des Lebens und der Liebe des Einen und Dreifaltigen Gottes, versuchen sie im Sohn und im Heiligen Geist den Willen des Vaters zu erfüllen, der die Rettung aller Menschen will.

Da die Eucharistie uns mit Christus vereint, dem einzigen Brot, an dem alle Christen teilhaben,verbindet sie uns auch untereinander und uns gemeinsam mit Ihm. Auf diese Weise baut sie die Kirche zu einem einzigen Leib auf. Deshalb „wissen wir uns in Christus mit allen Christen vereint“ (63), wenn wir an der Eucharistiefeier teilnehmen. Die Eucharistie bewirkt, dass wir mit der ganzen Familie Gottes, der Kirche, enger verbunden sind.

Insofern die Eucharistie das Fleisch gewordene Wort enthält, den Gekreuzigten, der auferstanden ist und zur Rechten des Vaters verherrlicht ist, besitzt sie eine erlösende Wirksamkeit, die die Zeit übersteigt und dem Christen Anteil an der eschatologischen Wirklichkeit gibt. „Für den Christen, der sich mit dem endgültigen Manna der Eucharistie stärkt, beginnt das ewige Glück schon jetzt. Das Alte ist vergangen: Legen wir alles Vergängliche beiseite; alles soll für uns neu werden: die Herzen, die Worte und die Werke ... Das ist die frohe Botschaft, die gute Nachricht, weil sie schon jetzt auf unsagbare Weise die Ewigkeit vorwegnimmt.“ (64)

„Jesus in der Eucharistie ist ein sicheres Unterpfand für seine Gegenwart in unseren Seelen. Unterpfand seiner Macht, die die Welt erhält, Unterpfand seiner Heilsverheißungen, die helfen werden, dass die Menschheitsfamilie am Ende der Zeiten für immer in der Wohnung des Himmels mit Gott dem Vater, Gott dem Sohn und Gott dem Heiligen Geist lebt: mit der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, dem einen Gott.“ (65) In der Eucharistie ist er in nuce gegenwärtig, als Anfang der Verwirklichung des universalen Erlösungsplans Gottes. Mit dem auferstandenen Christus wird auch die neue Schöpfung gegenwärtig, „der neue Himmel und die neue Erde“, die neue Menschheit. Tatsächlich hat in der glorreichen Verklärung Jesu Christi schon die eschatalogische Erneuerung der Welt begonnen, im auferstandenen Herrn ist die Endzeit schon mit dem achten Tag gegenwärtig, die Ewigkeit, die in der Gegenwart hervorbricht, indem sie uns im Voraus verkosten lässt, was wir im ewigen Leben finden werden.(66)

In diesem Sinn kann man sagen, dass jede Eucharistiefeier Ostern ist, Übergang der Kirche und der ganzen Schöpfung in ihr Ziel. In jeder Eucharistie „zieht Jesus in der Haltung des Ewigen Priesters alles an sich, um es divino afflante Spiritu, im Hauch des Heiligen Geistes, in die Gegenwart Gottes des Vaters zu bringen“(67).

Anmerkungen

1. Hl. Josefmaria Escrivá, Brief 02.02.1945, Nr. 11. Alle folgende Zitate, deren Autor nicht genannt wird, sind vom heiligen Josefmaria Escrivá.

2. Brief 11.03.1940, Nr. 11.

3. Im Feuer der Schmiede, Nr. 69

4. Alvaro del Portillo, Sacerdotes para una nueva evangelización, en AA.VV. La formación de los sacerdotes en las circunstancias acutuales, (XI Simposio Internacional de Teología de la Universidad de Navarra), Pamplona 1990, S. 995.

5. s. F. Ocariz, La filiación divina, realidad central en la vida y en la enseñanza de Mons. Escrivá de Balaguer, en AA. VV., Mons. Josemaría Escrivá de Balaguer y el Opus Dei, 2. Ausgabe, Pamplona 1985, S. 175-214; C. Fabro, La tempra di un Padre della Chiesa, in C. Fabro - S. Garofalo - M.A. Raschini, Santi nel mondo. Studi sugli scritti de san Josemaría Escrivá, Mailand 1992, S. 106-110.

6. Christus begegnen, Nr. 84-85

7. Ebd., Nr. 87

8. Ebd., Nr. 86

9. Ebd.

33. Gespräche, Nr. 113

34. Christus begegnen, Nr. 86

35. Ebd., Nr. 88

36. Ebd., Nr. 87

37. Ebd., Nr. 86

39. Ebd., Nr. 94

40. Zweites Vatikanisches Konzil, Konst. Lumen gentium, Nr. 34

41. Zweites Vatikanisches Konzil, Dekr. Presbyterorum Ordinis, Nr. 13

42. Homilie, Priester auf ewig, 13.04.1973, in: Zwei Homilien: Christliche Berufung/Priester auf ewig, deutsche Übersetzung Köln 1973, S. 29

43. Alvaro del Portillo, Über den Gründer des Opus Dei, Ein Gespräch mit Cesare Cavalleri, Adamas Verlag, Köln 1996, S. 128-129

44. Zweites Vatikanisches Konzil, Dekr. Presbyterorum Ordinis, Nr. 14. Über die Beziehung dieses Textes zur Verkündigung des heiligen Josefmaria Escrivá s. Alvaro del Portillo, Sacerdotes para una nueva evangelización, zit., S. 995.

45. Der Weg, Nr. 533.

46. Christus begegnen, Nr. 154.

47. Im Feuer der Schmiede, Nr. 826. Das Thema der Messe, die sich über den ganzen Tag hinaus ausdehnt, wurde im Laufe der Zeit auf verschiedene Weise formuliert. In diesem Punkt kann man eine klare Übereinstimmung zwischen den Lehren des heiligen Josefmaria und der Lehre der Schule französischer Spiritualität erkennen, zum Beispiel drückt sich F. Mugnier, der sich auf Autoren wie J. Bossuet, P. de Bérulle und Ch. De Condren bezieht, folgendermaßen aus: «Faire ainsi de ma journée comme une messe en action, continuant, s’il se peut, la sainte messe quotidiennement entendue et pratiquée, ce devrait être la vie normale de tout chrétien» (F. MUGNIER, Roi, Prophéte, Pêtre avec le Christ, Paris 1937, S. 215).

48. Brief 02.02.1945, Nr. 11.

49. Alvaro del Portillo, Über den Gründer des Opus Dei, Ein Gespräch mit Cesare Cavalleri, Adamas Verlag, Köln 1996, S. 127.

50. Homilie, Priester auf ewig, 13.04.1973, in Zwei Homilien: Christliche Berufung/Priester auf ewig, deutsche Übersetzung Köln 1973, S. 35.

51. Ibid., S. 38.

52. Ibid., S. 35.

53. Alvaro del Portillo, Sacerdotes para una nueva evangelización, zit., S. 996.

54. s. J. M. Casciaro, Vale la pena. Tres años cerca del Fundador del Opus Dei: 1932-1942, 2. Ausgabe, Madrid 1998, S. 113-114. Siehe auch die Zeugnisse, die in den Articulos del Postulador, Nr. 379-384, erscheinen.

55. vgl. Christus begegnen, Nr. 85-91

56. Ebd.,Nr. 88. Jahre vorher schrieb der heilige Josefmaria: „Gewöhnt euch niemals daran, das Messopfer zu feiern oder daran teilzunehmen. Im Gegenteil, tut es mit so viel Andacht, als ob es die einzige Messe eures Lebens wäre, wohl wissend, dass Christus, Gott und Mensch, Haupt und Leib, dort zugegen ist und daher, zusammen mit unserem Herrn, seine ganze Kirche.“ (Brief 28.03.1955, Nr. 5)

57. Alvaro del Portillo, Sacerdotes para una nueva evangelización, zit., S. 996-997

61. Christus begegnen, Nr. 156

62. Das II. Vat. Konzil bestätigt ausdrücklich, dass die Eucharistie „Quelle und Höhepunkt aller Evangelisierung ist“: Dekret Presbyterorum Ordinis, Nr. 5; s. Dekret Ad gentes, 07.12.1965, Nr. 36

63. Christus begegnen, Nr. 88

64. Ebd.,Nr. 152

65. Ebd.,Nr. 153

66. sHl. Basilius der Große, De Spiritu Sancto, 27, 66: SChr 17bis, 237

67. Christus begegnen, Nr. 94

Zusammenfassung eines in der Zeitschrift Romana Nr. 28 erschienenen Artikels