Mitte August trafen sich rund 30 Teilnehmer aus dem deutschen Sprachraum im Kölner Maternushaus zum jährlichen Sommertreffen des Internationalen Priesterkreises. Die zwei- bis dreitägigen Treffen stehen allen Priestern, Diakonen und Priesteramtskandidaten offen und verbinden theologische Fortbildung mit dem Austausch über Generationen und unterschiedliche pastorale Aufgaben hinweg. Sie wollen geistlich stärken und die Freude am Priestertum fördern. Zum Programm gehören Vorträge und Betrachtungen ebenso wie viel Raum für persönliche Begegnungen. Der Internationale Priesterkreis ist eine Initiative von Priestern des Opus Dei und blickt bereits auf eine über 50-jährige Geschichte zurück.
Die Kirche lebt von der Sprache. Und sie verstummt, wenn die Sprache stumpf wird. Und ja, so die Ausgangsdiagnose: Die Kirche hat heute ein Sprachproblem. Oder ist es eher ein Hörproblem? Mit Johannes Hoff von der Universität Innsbruck und Simon Weyringer von der Universität Salzburg eröffneten zwei Hochschuldozenten aus Österreich die Tagung. Sie beleuchteten den Zusammenhang zwischen Verkündigung, Eucharistie und Offenbarung. Der Kölner Diözesanjugendseelsorger Tobias Schwaderlapp ließ den Tag mit einem Impuls zur Dichtung beim heiligen John Henry Newman ausklingen.
Wie religiöse Erziehung in einer säkularisierten und pluralistischen Gesellschaft gelingen kann, war Eingangsthema des zweiten Tages. Peter Beer, ehemaliger Generalvikar des Erzbistums München und heute Dozent an der römischen Jesuitenuniversität Gregoriana, zeigte dazu Perspektiven auf. Anschließend wurde es ganz praktisch: Alexander Krylov, Pfarrer im bergischen Langenfeld, und Lukas Bösche von der Münchner Missionsinitiative Elijah21 zeigten Wege einer wirksamen kirchlichen Kommunikation auf.
Wie gut kommuniziert Kirche heute – nach innen und nach außen? Darüber diskutierten zum Abschluss Benjamin Leven, neuer Chefredakteur der „Tagespost“, Carl-Victor Wachs, Kommunikationsleiter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, und Jan-Hendrik Stens vom Kölner domradio. Vertiefende Details zur Podiumsdiskussion finden Sie in einem ausführlichen Bericht von Domradio.de.
Programm, Referenten und nicht zuletzt die Möglichkeit zum persönlichen Austausch kamen bei den Teilnehmern gut an. Der Kölner Pfarrer René Stockhausen war zum ersten Mal dabei: „Ich bin begeistert von der Qualität der Vorträge und dem Programm.“
Das diesjährige Treffen markierte zugleich einen Generationenwechsel. Die bisherigen Leiter Jürgen Eberle aus München und Klaus Limburg aus Berlin übergaben den Vorsitz an Stefan Mückl aus Rom und Johannes Grohe aus Aachen.
Der Termin für 2027 steht bereits fest: Vom 24. bis 26. August trifft sich der Internationale Priesterkreis wieder im Kölner Maternushaus – traditionell in der letzten Woche der nordrhein-westfälischen Sommerferien. Nach der Sprache nimmt die von der Priesterausbildungshilfe organisierte Konferenz zwei weitere Wege der Verkündigung in den Blick: „Bild und Musik in der Verkündigung“. Zur Webseite des Priesterkreises.

