Der internationale UNIV-Kongress bringt jedes Jahr junge Menschen aus aller Welt in die Ewige Stadt. Neben den Feiern der Karwoche mit dem Papst stehen Begegnungen mit dem Prälaten des Opus Dei, Fernando Ocáriz, auf dem Programm. Zudem vertiefen die Teilnehmer das Kongressthema bei zwei akademischen Formaten – dem UNIV Forum und dem UNIV Lab – an der Päpstlichen Universität Santa Croce.
Die Herausforderung einander wirklich zuzuhören
Ausgangspunkt ist eine Erfahrung, die viele kennen: Trotz ständiger Vernetzung fällt echtes Zuhören immer schwerer. Pedro Lima aus Brasilien, Mitorganisator des Treffens, bringt es auf den Punkt: „Wir leben gleichzeitig im Zeitalter der Hypervernetzung und der Einsamkeit: Noch nie waren so viele Stimmen präsent – und doch fällt es uns schwer, einander wirklich zuzuhören. Vielleicht ist genau das die große Aufgabe unserer Generation: den Dialog neu zu lernen.“ Es gehe darum, offen zuzuhören, gemeinsam nach Wahrheit zu suchen und im Gegenüber nicht einen Gegner, sondern einen Weggefährten zu sehen.
Auch Mitorganisatorin Pili Fernández aus Guatemala sieht im UNIV eine Gelegenheit zum Perspektivenwechsel: „Das Treffen lädt dazu ein, innezuhalten und neu zu fragen: Wie wollen wir unsere Beziehungen gestalten? Wahrheit ist dabei kein abstrakter Begriff, sondern der Motor einer gesunden Neugier – sie öffnet uns für echte Begegnung.“
Impulse aus Wissenschaft, Medien und Kultur
Das Programm verbindet Vorträge, Ausstellungen und praxisnahe Masterclasses. Zu den Referenten zählen unter anderem: Hope Kean, kognitive Neurowissenschaftlerin am MIT (USA); Santiago Martínez, Direktor von Inter-Cultur; Jack Valero, Mitbegründer von Catholic Voices; Caitlin West, Schöpferin des Podcasts Crash Course Catholicism; und Juana Acosta, Professorin an der Universität La Sabana (Kolumbien) und Expertin für strategische Prozessführung zur Verteidigung der Menschenrechte, unter anderem. Die Vielfalt der Perspektiven soll zeigen: Dialog ist nicht Theorie, sondern eine konkrete Fähigkeit, die gelernt und eingeübt werden kann.
Youth: Der Dialog geht über Rom hinaus weiter
Die Tage in Rom sind intensiv – spirituell, kulturell und menschlich. Doch das Anliegen endet nicht mit der Heimreise. Mit Youth, der digitalen Plattform von opusdei.org „von Jugendlichen und für Jugendliche“, bleibt der Austausch lebendig: Inhalte in Text, Audio und Video zum Beten, zur Vertiefung des Glaubens und zur Persönlichkeitsbildung – auf Englisch, Italienisch und Spanisch.
Mit Blick auf Frieden und Verantwortung
Die UNIV-Treffen gehen auf eine Initiative des heiligen Josefmaria Escrivá aus dem Jahr 1968 zurück. Seither haben über 100.000 Studierende daran teilgenommen – als Ausdruck der weltweiten Verbundenheit der Kirche und der Nähe zum Papst. Die Teilnehmer haben Gelegenheit, die Grabstätte des Gründers des Opus Dei in der Prälaturkirche Maria vom Frieden zu besuchen.
Das diesjährige Treffen findet in einer Zeit statt, die vom Friedensaufruf des Heiligen Vaters und Konflikten, Verfolgungen oder Naturkatastrophen vieler Länder geprägt ist. In diesem Sinne sind die Teilnehmer von UNIV 2026 eingeladen, die Initiative Be Do Care zu fördern, die weltweit konkrete Hilfe leistet.
Mehr Infos unter univforum.org und univinspire.org.
