Priesterweihe: „Gott verheißt uns immer Zukunft“

Am 4. Mai 2019 wurden 34 neue Priester der Prälatur Opus Dei in Rom geweiht. Sie stammen aus 16 verschiedenen Ländern, darunter Neuseeland, Italien, Frankreich, Venezuela, Uganda.

Opus Dei - Priesterweihe: „Gott verheißt uns immer Zukunft“

Kardinal Antonio Cañizares, Erzbischof von Valencia, weihte die neuen Priester, die dem Klerus der Prälatur Opus Dei angehören. Die Zeremonie, an der auch der Prälat des Opus Dei, Fernando Ocariz, sowie zahlreiche Freunde und Familien der Neupriester teilnahmen, fand in der römischen Basilika San Eugenio statt.

In seiner Predigt unterstrich Cañizares, dass sich der Priester als guter Hirte wie Christus zuerst um seine Schafe, die ihnen anvertrauten Menschen kümmern muss statt um seine eigenen Interessen. „Deshalb ist er fähig zu großen Opfern, weil er zu lieben weiß.“ (Homilie auf Spanisch).

Kardinal Cañizares nahm einen Gedanken von Papst Franziskus auf und sagte: „Menschen zu begleiten ist der Schlüssel, um Hirte zu sein." Es braucht Priester, die die Nähe des guten Hirten verkörpern, Priester, die als ‚Ikonen der Nähe‘ leben.“

Der 73-jährige Erzbischof, der viele Jahre in der römischen Kurie tätig war, ermutigte die Weihekandidaten dazu, besonders auf die Feier der heiligen Messe und des Bußsakramentes zu achten: „Angesichts des Wunders, in der Beichte ein Diener der Gnade Gottes zu sein, sollten wir bedenken, dass wir alle Vergebung brauchen. Seid gute Beichtväter und seid gute Büßer. Andere zu begleiten bedeutet, sich auch selbst auf den Weg zu machen, gegen die eigenen Fehler anzukämpfen und mit der Gnade Gottes zu rechnen."

Cañizares legte dem Heiligen Josefmaria in den Mund, was er wohl heute zu den Familien der Neugeweihten sagen würde: „Seid voller Freude, denn der Herr hat sich dazu herabgelassen, einen aus eurer Familie als seinen Diener auszuwählen, damit er der ganzen Welt Gottes Frieden bringe.“

„Gott verheißt uns immer Zukunft“, versicherte ihnen Cañizares, „und heute verkündet er uns einmal mehr, dass er niemals aufhören wird, uns Hirten zu senden und dass uns niemals die Hilfe der Priester fehlen wird.“

"Hören und verstehen, nicht urteilen"

Alle 34 Neupriester sind als Laienmitglieder des Opus Dei zuvor voll in einem Beruf gestanden, darunter als Journalisten, Literaturwissenschaftler, Ökonomen, Ärzte, Ingenieure, Architekten und Juristen.

Einige Tage vor ihrer Weihe erzählten sie in einem Interview von ihrem Weg zum Priestertum (engl. Untertitel):

Yann Le Bras kommt aus Frankreich: „Es gibt keinen Grund, sich zu fürchten, denn die Berufung ist etwas, das von Gott kommt und Gott jeden begleitet, vor allem aber seine Priester. Wenn ich vor etwas Angst haben müsste, dann wäre es vor mir selbst. Deshalb bitte ich Gott und die Jungfrau Maria, die die Mutter aller Priester ist, mir zu helfen. "

Der Neuseeländer Samuel Fancourt konvertierte vor einigen Jahren zum Katholizismus und empfing nun die Priesterweihe: „Wenn ich zurückblicke, stelle ich fest, dass Gott in meinem Leben gehandelt hat. Durch Menschen, Orte, Ereignisse ... selbst in Momenten, die auf erste nicht direkt mit einer Glaubenserfahrung zusammenhängen. Mit der Zeit fügte sich alles zusammen. Dann merkt man, dass es einen Plan Gottes gab."

Paul Kioko aus Kenia arbeitete mehrere Jahre als Arzt in einem Krankenhaus in Nairobi: „Ein Priester ist jemand, der nicht nur 24 Stunden am Tag zur Verfügung stehen muss, sondern in jedem Moment seines Lebens. Denn ihm sind Seelen anvertraut, denen er jederzeit bereit sein muss, zu helfen. Tag und Nacht."

Der Italiener Claudio Tagliapietra aus Venedig weist darauf hin, dass „der Priester jemand ist, der zuhören muss, und dass er beim Zuhören nicht urteilen, sondern verstehen muss. Er ist jemand, der nicht immer gleich Antworten auf Fragen hat, denn Lösungen sind Frucht der Geduld.“

Die neuen Priester

Die 34 Neupriester stammen aus Brasilien, Kolumbien, Spanien, Mexico, Neuseeland, Venezuela, Chile, USA, Kenia, Frankreich, Paraguay, El Salvador, Uganda, den Philippinen, Peru und Italien.

  • Sérgio Sardinha de Azevedo (Brasilien)
  • Luis Miguel Bravo Álvarez (Kolombien)
  • José María Cerveró García (Spanien)
  • Miguel Ángel de Fuentes Guillén (Spanien)
  • Ernesto de la Peña González (Mexiko)
  • José Luis de Prada Llusá (Spanien)
  • Javier María Erburu Calvo (Spanien)
  • Samuel Thomas Harold Fancourt (NeusSeeland)
  • Gerardo Andrés Febres-Cordero Carrillo (Venezuela)
  • José Nicolás Garcés Lira (Chile)
  • Óscar Garza Aincioa (Spanien)
  • Pedro González-Aller Gross (Spanien)
  • John Paul Graells Antón (USA)
  • Diego Guerrero Gil (Spanien)
  • Jorge Iriarte Franco (Spanien)
  • Paul Muleli Kioko (Kenia)
  • Yann Le Bras (Frankreich)
  • Cristhian Alcides Lezcano Vicencini (Paraguay)
  • Álvaro Linares Rodríguez (Spanien)
  • Miguel Llamas Díez (Spanien)
  • Eduardo Andrés Marín Perna (El Salvador)
  • Javier Martínez González (Spanien)
  • Luis María Martínez Otero (Spanien)
  • Bernardo José Montes Arraztoa (Chile)
  • Bernard Kagunda Nderito (Kenia)
  • Deogratias Gumisiriza Nyamutale (Uganda)
  • Nathaniel Peña Baluda (Philippinen)
  • Rafael Quinto Pojol (Philippinen)
  • César Augusto Risco Benites (Perú)
  • Rafael de Freitas Sartori (Brasilien)
  • David Saumell Ocáriz (Spanien)
  • Cayetano Taberner Navarro (Spanien)
  • Claudio Tagliapietra (Italien)
  • Fernando María Valdés López (Spanien)