Vierter Sonntag des hl. Josef

Sein Schmerz: als er die Prophezeiung des Simeon vernahm. Seine Freude: als er hörte, dass durch Jesus viele das Heil erfahren.

Über den hl. Josef
Opus Dei - Vierter Sonntag des hl. Josef

Dieser Brauch, von dem Lukas (2,22f.) berichtet, schließt die Weihe und Einlösung des Erstgeborenen ein und erhellt den späteren Aufenthalt des zwölfjährigen Jesus im Tempel.Die Einlösung des Erstgeborenen ist eine weitere Pflicht des Vaters, die von Josef erfüllt wird. Im Erstgeborenen war das Volk des Alten Bundes verkörpert, das aus der Sklaverei freigekauft worden war, um Gott anzugehören. Auch in dieser Hinsicht „erfüllt“ Jesus, der der wahre „Preis“ der Einlösung ist (vgl. 1 Kor 6,20; 7,23; 1 Petr 1,19), nicht nur den Brauch des Alten Testaments, sondern geht zugleich über ihn hinaus, da er ja nicht ein Freizukaufender, sondern selbst der Urheber der Einlösung ist. Wie der Evangelist hervorhebt, „staunten der Vater und die Mutter Jesu über die Worte, die über ihn gesagt wurden“ (vgl. Lk 2,33), und besonders über das, was Simon sagte, als er in seinem an Gott gerichteten Hymnus Jesus als das „Heil“ bezeichnete, „das Gott vor allen Völkern bereitet hat, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für sein Volk Israel“, und etwas später auch als „ein Zeichen, dem widersprochen wird“ (vgl. Lk 2,30-34).

Er wurde daher der Vermittler und Hüter des einzigartigen Geheimnisses, das „von Ewigkeither in Gott verborgen war“ (vgl. Eph 3,9), so wie es Maria in jenem entscheidenden Augenblick wurde, den der Apostel die „Fülle der Zeit“ nennt, als nämlich „Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau, sandte, damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen, und damit wir die Sohnschaft erlangen“. (vgl. Gal 4,4-5)„Gott hat - so lehrt das Konzil - in seiner Güte und Weisheit beschlossen, sich selbst zu offenbaren und das Geheimnis seines Willens kundzutun (vgl.Eph 1,9): dass die Menschen durch Christus, das fleischgewordene Wort, im Heiligen Geist Zugang zum Vater haben und teilhaftig werden der göttlichen Natur (vgl. Eph 2,18; 2 Petr 1,4)“.

Der erste Hüter dieses göttlichen Geheimnisses ist Josef zusammen mit Maria. Zusammen mit Maria - und auch in Beziehung zu Maria – hat er, und zwar von allem Anfang an, teil an diesem entscheidenden Ereignis der Selbstoffenbarung Gottes in Christus. Wenn wir nun dieBerichte beider Evangelisten, Matthäus und Lukas, vor Augen haben, können wir auch sagen,dass Josef der erste ist, der am Glauben der Gottesmutter teilhat, und dass er dadurch seineFrau im Glauben an die göttliche Verkündigung unterstützt. Er ist es auch, der von Gott als erster auf den „Pilgerweg des Glaubens“ gestellt wurde, auf dem Maria - vor allem seit Golgota und Pfingsten - in vollkommener Weise „vorangegangen ist“.