Erster Opus-Dei Prälat wird im Herbst 2014 in Madrid seliggesprochen

Österreich: Bischof Alvaro del Portillo war ein guter Freund Kardinal Königs. Anlässlich der Seligsprechung startet eine Spendensammlung für Sozialprojekte, die Portillo in Afrika initiierte.

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Opus Dei - Erster Opus-Dei Prälat wird im Herbst 2014 in Madrid seliggesprochen

Wien (24.1.14). Alvaro del Portillo (1914-1994), früherer Leiter (Prälat) des Opus Dei, wird am 27. September 2014 in seiner Heimatstadt Madrid selig gesprochen. Der Vatikan bestätigte nun offiziell den Beschluss Papst Franziskus vom 22. Jänner. Die Seligsprechung wird von Kardinal Angelo Amato, Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen, vorgenommen.

Alvaro del Portillo war der erste Prälat des Opus Dei und Nachfolger des heiliggesprochenen Opus-Dei-Gründers Josefmaria Escrivá. Er wurde am 11. März 1914 in Madrid geboren und verbrachte dort seine gesamte Jugend. Als junger Ingenieur-Student nahm er in Madrid an den Aktivitäten der Vinzenzkonferenzen teil, erteilte Religionsunterricht, half Kindern in Armenquartieren, verteilte Lebensmittel und Geschenke an arme Familien. 1935 lernte er Josefmaria Escrivá kennen und trat im gleichen Jahr dem Opus Dei bei. 1944 wurde er zum Priester geweiht. 1946 übersiedelte er nach Rom, wo er im Alter von 80 Jahren am 23. März 1994  - knapp nach der Rückkunft von seiner ersten Reise ins Heilige Land - verstarb. Nach seinem Tod hatten weltweit tausende Menschen, darunter auch zahlreiche Bischöfe, schriftlich bezeugt, was ihre Erinnerung an Bischof Alvaro prägt: seine Güte, sein herzliches Lächeln, seine Demut, sein übernatürlicher Mut und der innere Friede, den er ihnen vermittelte.

Im Laufe seiner Jahre an der Spitze des Opus Dei hat Bischof Alvaro del Portillo weltweit in vielen Ländern Impulse für neue Sozialwerke und Bildungseinrichtungen, insbesondere für sozial schwache und benachteiligte Menschen, gegeben.

Anlässlich der Seligsprechung wird das Hilfswerk «Harambee Africa International» deshalb dazu einladen, vier medizinische und schulische Projekte in Afrika zu unterstützen, die alle auf direkte Initiative del Portillos zurückgehen, darunter ein Mutter-Kind-Zentrum am Niger Hospital in Enugu (Nigeria), den Ausbau von drei Gesundheitsstationen und einer Schule für Krankenschwestern am Krankenhaus Monkole in Kinshasa (Kongo) und ein Programm gegen Unterernährung von Kindern, das am Landwirtschaftszentrum Ilomba in Bingerville (Elfenbeinküste) entwickelt wird. Ein viertes Projekt sammelt Stipendien für afrikanische Seminaristen der Päpstlichen Hochschule Santa Croce. Diese wurde durch Bischof Alvaro del Portillo in Rom gegründet, der damit einem Wunsch des hl. Josefmaria folgte.

Bischof del Portillo war oft in Österreich, um Kardinal König zu besuchen „Mit dem ersten Nachfolger des Hl. Josefmaria Escrivá in der Leitung des Opus Dei wird ein guter Freund Kardinal Königs selig gesprochen“, sagt Ludwig Juza, Regionalvikar des Opus Dei in Österreich. Bischof Alvaro del Portillo kam zwischen Oktober 1978 und November 1982 häufig nach Österreich, um Kardinal König zu besuchen. König hatte ihn auch öfters in Rom besucht und förderte seit 1958 die Arbeit der ersten Mitglieder des Opus Dei in Österreich. „Die beiden verband eine lange Freundschaft“, so Juza, der Portillo selbst persönlich gekannt und geschätzt hat. Bischof Portillo hatte Kardinal König in Arbeitssitzungen immer wieder um Rat und Unterstützung gebeten in Hinblick auf eine angemessen Rechtstruktur für die noch junge Institution der Kirche. Als Johannes Paul II. das Opus Dei im Jahr 1982 als Personalprälatur errichtete, war wenigen bewusst, dass Kardinal König einer der Geburtshelfer dieser neuen Rechtsstruktur gewesen war, so Juza.

Opus-Dei Prälat Echevarria: "Franziskus mit Freude willkommen geheißen" Anlässlich der bevorstehenden Seligsprechung Bischof Alvaro del Portillo hatte der jetzige Opus-Dei Prälat Bischof Javier Echevarria, erst kürzlich in einem Interview mit der italienischen Zeitung „Corriere de la Sera“ die Verbundenheit der  Personalprälatur mit dem amtierenden Papst unterstrichen. "Wir haben ihn mit großer Freude willkommen geheißen", sagte Echevarría und verwies darauf, dass Franziskus die Heiligkeit aller Menschen betone: "Da ist eine Frau, die sich um die Kinder kümmert, ein Mann, der arbeitet, damit die Familie zu essen hat, da sind die Kranken. Die westliche Welt hat es nötig, diese Art von Heiligkeit wieder zu entdecken. Das ist nicht ein Weg für einige wenige Privilegierte: es ist eine Einladung unseres Herrn an alle Männer und Frauen."Als weltweit aktive Seelsorgeeinrichtung  der Kirche biete das Opus Dei durch geistliche Bildung einen Weg an, Christen zu helfen, inmitten der alltäglichen Beschäftigungen wieder "die Flamme einer lebendigen und persönlichen Beziehung zu Gott zu entzünden", beschrieb Echevarría den Kern der Spiritualität der in rund 65 Ländern tätigen Personalprälatur, der knapp 90.000 Mitglieder angehören. "Das ist es, was die Neue Evangelisierung bedeutet."

Links: http://www.opusdei.at/

Dossier Bischof Alvaro del Portillo: http://www.opusdei.at/art.php?p=54243

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