Was sagte der Gründer über das Gründungsereignis am 14.2.1930?Kurzfassung eines Beitrags unter dem Titel „14. Februar 1930: Die Vermittlung eines Ereignisses und einer Botschaft“ aus: Studia et Documenta, 2007. Die Autorin, Francisca R. Quiroga, war viele Jahre am Internationalen Institut für Erziehungswissenschaften in Castelgandolfo/Rom tätig.
Der heilige Josefmaria hielt stets mit großer Präzision fest, was am 14. Februar 1930 geschah: Während der heiligen Messe, unmittelbar nach der Kommunion, in der Hauskapelle der Marquise de Onteiro in Madrid, ließ Gott ihn klar erkennen, dass auch Frauen berufen sind, Opus Dei zu sein und es zu verwirklichen.
Er betonte dabei, dass er „nichts gesehen“, sondern verstandesmäßig – klar und im Detail – erfasst habe, was später die weibliche Abteilung des Opus Dei sein würde. Für ihn war dieses Ereignis keine neue, andersartige Gründung, sondern die organische Entfaltung dessen, was am 2. Oktober 1928 begonnen hatte.
So sagte er 1974 in Buenos Aires: Am 2. Oktober habe Gott ihn die Arbeit beginnen lassen; am 14. Februar 1930 habe er diese große Aufgabe durch die Frauen „ergänzt“. Ohne sie, so formulierte er 1955, wäre das Werk „einarmig geblieben“.
Männer und Frauen bilden nach seinem Verständnis keine zwei Werke, sondern eine einzige Institution mit derselben Berufung, demselben Geist und derselben Sendung: gemeinsam mit Gott in der Welt zu wirken.
