In der Toscana wurde eine Kapelle zu Ehren des heiligen Josefmaria eingeweiht.

Der feierliche Akt fand am 13. Mai in der Kirche der Heiligen Maria ad Martyres in Marginone, einem Ort in der Provinz Lucca, statt.

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Die Einweihung einer Kapelle zu Ehren des heiligen Josefmaria fand nach zweimonatiger Vorbereitungszeit statt, in der die Andacht zu diesem Heiligen, dem Gründer des Opus Dei, durch Treffen, persönliche Zeugnisse und Filmvorführungen gefördert wurde. Der feierliche Akt fand am 13. Mai in der Kirche der Heiligen Maria ad Martyres in Marginone, einem Ort in der Provinz Lucca, statt.

Der Bildhauer Emanuele Barsanti aus Pietrasanta schuf zu diesem Anlaß eine Bronzestatue, die er nach der Vorlage der Skulptur von Torreciudad in Spanien entwarf. Oberhalb der Statue befindet sich eine Reliquie ex ossibus des neuen Heiligen, der am 6. Oktober 2002 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen wurde.

Die Feierlichkeiten wurden mit einer heiligen Messe eröffnet, die von S.E. Justo Mullor García, dem Apostolischen Nuntius und Präsidenten der Päpstlichen Diplomatenakademie zelebriert wurde. Konzelebranten waren unter anderem der Pfarrer des Ortes, Alessandro Pasquinelli, der Initiator des Projekts, und Robin Weatherill, der Hauskaplan der Florentiner Accademia dei Ponti. Die Kirche und der Vorplatz boten nicht genügend Platz für alle Gläubigen und Pilger, die aus der näheren Umgebung und auch aus Lucca, Viareggio, Pistoia, Prato und Florenz herbeigeströmt waren.

In der Homilie erinnerte sich Msgr. Mullor an seine verschiedenen Begegnungen mit dem heiligen Josefmaria, den er als einen Mann Gottes beschrieb. Dann sprach er über die zentrale Botschaft des Heiligen, die Heiligung des normalen Alltags. In diesem Zusammenhang zählte er die in der Kirche vertretenen Berufe auf, in der Mehrzahl Landwirte, aber auch Hausfrauen, Carabinieri (in ihrer Gala-Uniform), Studenten usw.

Robin Weatherill verlas einen Brief von Msgr. Javier Echevarría, dem Prälaten des Opus Dei, der zu seinem Bedauern nicht anwesend sein konnte. Er drückte jedoch seine große Freude darüber aus, daß die Verehrung zum heiligen Josefmaria eine solche Verbreitung gefunden habe. Er fügte hinzu, daß der Gründer des Opus Dei immer eine große Vorliebe für die Toscana empfand, seit er sie durch seine Reisen kennengelernt hatte. Wörtlich schrieb er: „Die Früchte seines Gebetes und vor allem der Gnade Gottes liegen offen vor uns: Tausende von Menschen aus der Toscana haben am 6. Oktober 2002 an der Heiligsprechung des Opus-Dei-Gründers und zuvor an den zahlreichen Treffen anläßlich der Hundertjahrfeier seiner Geburt teilgenommen. Ein lebendiges Zeugnis ihrer aufrichtigen Verehrung für den neuen „Heiligen des Alltags“, wie Papst Johannes Paul II. ihn bei der Audienz auf dem Petersplatz genannt hat. (...) Außerdem ist die Einweihung dieser Kapelle, geschmückt durch die Statue des Bildhauers Barsanti, ein Zeichen dafür, wie die Botschaft der Heiligkeit, die er durch die Prälatur Opus Dei verbreitet hat, Frauen und Männer aller Orte und aller Gesellschaftsschichten anzieht, in ihnen den Wunsch enflammt, den Forderungen des Christseins gemäß zu leben, Christus zu bezeugen und der Gesamtkirche, von der die Prälatur einen kleinen Teil darstellt, zu dienen.“

Nach der Messe segnete Msgr. Mullor die Statue. Bevor sie an ihrem Platz in der Kapelle aufgestellt wurde, zogen mehrere hundert Menschen mit ihr durch die Straßen des Ortes, die hell erleuchtet und blumengeschmückt waren. In der Prozession gingen auch die Musikapelle und der Chor unter der Leitung von Kapellmeister Egisto Cortesi mit.