Ich heiße Escrivá und schreibe viel

Mit diesem Wortspiel beschrieb der hl. Josefmaria eine spezifische Dimension seines Lebens, nämlich die Notwendigkeit, zu schreiben, die sich im Laufe seines Lebens und bei der Durchführung der ihm von Gott anvertrauten Aufgabe ergab. Wir legen eine historisch-biographische Studie über die Schriften des hl. Josefmaria vor.

Bibliografía y ensayos

Prof. Dr. José Luis Illanes

Mit diesem Wortspiel beschrieb der hl. Josefmaria eine spezifische Dimension seines Lebens, nämlich die Notwendigkeit, zu schreiben, die sich im Laufe seines Lebens und bei der Durchführung der ihm von Gott anvertrauten Aufgabe ergab. Wir legen eine historisch-biographische Studie über die Schriften des hl. Josefmaria vor, die in Studia et Documenta, Nr. 3 veröffentlicht wurde.

Hier können Sie des gesamten Artikel - auf spanisch - auf pdf herunterladen:

"Obra escrita y predicación de san Josemaría Escrivá de Balaguer" (Schriften und Predigten des hl. Josefmaria Escrivá)

Merkmale der Studie

Dem vorliegenden Text liegt ein historisch-biographisches Element zu Grunde. Es ist nicht zu bestreiten, dass der hl. Josefmaria eine große Fülle literarischer Schriften hinterlassen hat. (“Escrivá escribe” so sagte er manchmal, indem er ein Wortspiel mit seinem Namen machte: „Der Schreiber schreibt!”). Sie zeugen von Stärke des Geistes und Schärfe des Ausdrucks sowie von großer Sprachgewandtheit und einem ausgesprochenen Gefühl für stilvolle Formulierungen. Aber er war kein Literat oder Schriftsteller im herkömmlichen Sinn.

Er schrieb nicht, um zu schreiben oder um ein literarisches Werk zu schaffen, sondern stellte seine Fähigkeit in den Dienst seines Priestertums und seiner Lebensaufgabe, die er am 2. Oktober 1928 empfangen hatte. Sein Ziel war es, zu einem wirksamen christlichen Leben anzuregen, das Menschen der verschiedensten Kulturen und Lebensbedingungen mitten in der Welt führen. Seine Schriften entstanden daher nicht nur in enger Verbindung mit der Entfaltung seiner Persönlichkeit und seiner Aufgabe, sondern auch mit dem, was sein Lebenslauf und diese Aufgabe von ihm verlangten.

Er schrieb nicht, um zu schreiben oder um ein literarisches Werk zu schaffen, sondern stellte seine Fähigkeit in den Dienst seines Priestertums und seiner Lebensaufgabe, die er am 2. Oktober 1928 empfangen hatte. Sein Ziel war es, zu einem wirksamen christlichen Leben anzuregen, das Menschen der verschiedensten Kulturen und Lebensbedingungen mitten in der Welt führen.

In der Entwicklung des Lebens des hl. Josefmaria lassen sich anhand der Analyse der literarischen Werke zwei besonders intensive Schaffensperioden heraus kristallisieren (eine erste von den Anfängen des Opus Dei bis 1946, und eine zweite vom Ende der 50er Jahre bis zu seinem Tod). Dazwischen liegt ein Zeitraum, in dem die literarische Produktion in den Hintergrund tritt.

Diesem Schema folgt unsere Untersuchung, die in jeder Phase Bezug halten wird zu dem gerade Gesagten.

Noch zwei kurze Anmerkungen zu Erläuterung:

a) Unser Anliegen ist es, einen Gesamtblick auf die Veröffentlichungen des hl. Josefmaria zu vermitteln, in dem wir uns auf einige grundsätzliche Dokumente beziehen, ohne sie jedoch im Einzelnen zu analysieren, was späteren kritischen Ausgaben vorbehalten ist. Unser Studium umfasst alle Werke des hl. Josefmaria, so auch seine mündliche Predigt. Nur zwei Arten der schriftlichen Äußerung bleiben ihrer Natur nach unbeachtet: Sein Briefverkehr (der Tausende von Briefen umfasst) und die juristischen Dokumente, d.h. die Statuten des Opus Dei, die das Leben im Opus Dei regeln und die im Verlauf des juristischen Weges entstanden sind;

b) Die tiefe Verbindung zwischen dem literarischem Schaffen und dem Leben des Gründers des Opus Dei

nehmen naturgemäß auf einen historischen Kontext Bezug, in dem sie entstanden sind. So sind wir dazu übergegangen, jedem der drei großen Abschnitte, in die sich unser Studium gliedert, eine Kurzfassung der historischen Gegebenheiten voranzustellen. Ebenso sind wir bei jedem Unterpunkt verfahren.

Wir beschränken uns logischerweise – denn alles andere würde die Erklärungen unnötig in die Länge ziehen – auf die Hauptlinien und fügen ggf. als Fußnote kurze bibliografische Referenzen an.

José Luis Illanes Maestre ist emeritierter Professor für Moral- und Pastoraltheologie an der Theologischen Fakultät der Universität Navarra, deren Dekan er viele Jahre lang war. Seit seiner Gründung ist er der Leiter des Historischen Instituts Heiliger Josefmaria Escrivá. Er ist päpstlicher Hausprälat und Mitglied der Päpstlichen Theologischen Akademie sowie verschiedener internationaler wissenschaftlicher Einrichtungen.